Hanau Hornets gegen Mannebach abgestürzt

Foto: BLURRED PICS

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Das hatten sich die Hanau Hornets anders vorgestellt. Gegen Aufsteiger Mannebach sollte es Revanche für die 0:66 Klatsche aus dem Hinspiel geben.

„Da hatten wir allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht“, zeigte sich Hornets Präsident Lukas Ludwig nach der Partie angefressen.

Für Hanau kommt es gleich zu Beginn knüppeldick. Die Gäste können den ersten Pass der Hornets anfangen und bis kurz vor die Hanauer Endzone tragen. Mit einem kurzen Lauf in die Endzone und anschliessendem Extrakick erzielt der Aufsteiger die 0:7 Führung in der ersten Spielminute. Nur 7 Minuten später geht’s für Mannebach mit einem 20 yard Lauf wieder in die Hanauer Endzone. Erst nach dem 14:0 versucht Hanau langsam mitzuspielen. Mittlerweile Richard Nelson auf der Quarterbackposition. Nelson versucht es durch die Luft. Bedient Marcel Herrmann mit einem Pass. Der fängt und marschiert zum 6:14 Anschluss in die Endzone der Gäste.

Danach macht Mannebach wieder Ernst und spielt bi zur Halbzeit eine komfortable 6:28 Führung heraus. Das Hanauer Spiel wird von Pleiten, Pech und Pannen bestimmt. Mehrer Fumbles oder Interceptions bringen die Black Goats immer wieder in Ballbesitz. Erst Mitte des letzten Quarters wieder ein Lebenszeichen von den Hornissen. Nelson und Höhl zeigen drei Mal in Folge was bei den Hornets eigentlich gehen könnte. Drei Mal bedient Nelson das Eigengewächs Höhl mit sehenswerten Pässen und läuft dann selbst zum Touchdown. Der Extrakick wird ebenfalls verwandelt. Ergebniskosmektik der Hornets auf 13:37. Den Schlusspunkt setzt Mannebach in einer absolut fairen aber einseitig geführten Partie mit einem 60 yard Pass und anschliessendem Lauf in die Enzone zum auch in der Höhe verdienten Endstand von 13:43

Hanau konnte einem clever spielendem Aufsteiger nichts entgegensetzen. Lediglich Marcel Herrmann, Alexander Höhl und vor allem Marcel Timo Giammarresi konnten während des Spiels Akzente setzen. Vor allem Giammarresi war bei seinen spektakulären Läufen oft auf sich allein gestellt. „Die Niederlage geht vollkommen in Ordnung. Mannebach hat mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufgewartet und uns auf gut deutsch den Hintern kräftig versohlt“, bringt es Hornetspressesprecher auf einen einfachen Nenner. „Bei uns hat bis auf wenige Ausnahmen nicht viel bis gar nichts gestimmt. Tackling war bei uns mehr als grenzwertig eigentlich gar nicht vorhanden. Die Runningbacks mussten oftmals alleine laufen ohne Vorblocker und das blocken insgesamt war auch nicht gerade das gelbe vom Ei. Wir haben einige echt richtig tolle Talente aber Football funktioniert eben nur als Team und das hat uns Mannebach eindrucksvoll gezeigt“, grantelt die Jumbohornisse mehr als angeschlagen weiter.

In den kommenden zwei Wochen müssen die Hornets noch zwei Mal ran. Erst beim Tabellenzweiten Wetzlar der gestern Tabellenführer Kassel eindrucksvoll mit 54:28 die Grenzen aufzeigte und eine Woche später das Homecoming-Game gegen Fulda. „Da geht es dann darum sich das Heimrecht im Playdown gegen Bürstadt zu sicher“, erklärt Oberhornisse Ludewig. Das Playdown-Spiel wird entweder am 24/25.9. oder eine Woche später gespielt: „Da würden wir natürlich gerne vor eigenem Publikum spielen. Obwohl ich persönlich eine Lösung mit Hin- und Rückspiel favorisiert hätte. „Die Saison ist bescheiden gelaufen das müssen wir akzeptieren. Wir müssen aber auch endlich einmal an uns selbst glauben. Wenn ich diese Talente sehe die wir da haben dann muss es uns doch endlich gelingen dieses Potenzial endlich abzurufen. Die Jungs sind gut sie müssen nur endlich an sich und ihre tatsächliche Stärke glauben“, schließt Pressemann Korn.

mannehornabst az

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