Der "Kinzigman" in Langenselbold hat sich zu einer Veranstaltung der Extra-Klasse entwickelt. 162 Männer und 48 Frauen nahmen am Sonntag die zweite Auflage des vom ADAC-Sportclub Main-Kinzig ausgerichteten Triathlons in Angriff, der sich durch seinen spektakulären Massenstart in den Kinzigsee auszeichnet. Und von einem wagemutigen Schwimmer ohne Neoprenanzug bis zur heimischen Ausdauersport-Legende waren auch diesmal wieder alle dabei.
Nach 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen kam Florian Brodt (Triathlon Wetterau) nach 54:32 Minuten als Erster ins Ziel. "Laufen kann ich, das weiß ich", hatte sich Brodt den Sieg mit einer starken 5-Kilometer-Runde gesichert. Nach einer guten Schwimmleistung und Platz sechs behauptete sich der Vorjahresdritte auf der Radstrecke auf dieser Position und lief auf der 5-Kilometer-Runde an allen noch vor ihm liegenden Konkurrenten vorbei. Sein Vereinskamerad Sven Bartels war da schon nicht mehr dabei. Der Sieger der Kinzigman-Premiere im Vorjahr, er kam 2011 nach 52:55 Minuten ins Ziel, gehörte auch diesmal zu den Topfavoriten und war nach dem Schwimmen wieder im Vorderfeld zu finden. Beim Sprung aufs Rad waren dann aber alle Träume schnell vorbei, eine Reifenpanne verhinderte einen erneuten Triumph.
Bei den Frauen lieferten sich Martina Maul (VfL Münster) und Julia Bohn (EOSC Offenbach) ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dass Maul aber schließlich beim Laufen für sich entschied und nach 0:59:15 Minuten ins Ziel kam. Knapp drei Minuten nach ihr lief Julia Ertmer vom Team Spessartchallenge Bad Orb als beste heimische Starterin als Vierte über die Ziellinie (1:02:20).
Auch wenn das Wetter ideal für Ausdauersportler war, der Kinzigsee war mit knapp 15 Grad gewöhnungsbedürftig. 219 Teilnehmer halfen sich daher mit einem Neoprenanzug weiter, bis auf einen: David Behnsen vom Schwimmverein Gelnhausen stürzte sich nur mit einer Badehose bekleidet in die Fluten. Das kühle Nass verließ er als Achter, den Wettkampf beendete er auf Rang 44. Bester SVG-Starter wurde Alexander Hufnagel, der dank der viertbesten Laufzeit auf Platz 15 landete. Als Zweiter aus dem Wasser stieg sein Vereinskamerad Christof Heeger, wurden dann aber beim Radfahren und Laufen bis auf Rang 20 durchgereicht. Die beste Schwimmzeit bei den Frauen legte wie erwartet Bo Heeger (SV Gelnhausen) vor, musste dann aber die Konkurrenz vorbeiziehen lassen und landete schließlich auf Platz 27 (1:15:06). Wesentlich ausgeglichener in den drei Disziplinen war ihre Vereinskameradin Rachel Grimm, die den 2. Kinzigman auf Rang 16 beendete.
Auch für den Letzten gibt es bei Triathlon-Veranstaltungen traditionell viel Applaus und das war auch beim 2. Kinzigman nicht anders: Der 74-jährige Kalli Flach aus Rodenbach, bei Laufveranstaltungen meist für den Lauftreff Höchst am Start, benötigte 1:32:55 Stunden für die Strecke und strahlte dennoch. Für ihr war es nach einer Verletzung im Vorjahr die Rückkehr auf die Wettkampfbühne. Und wer sonst, wenn nicht er, durfte dem 2. Kinzigman den Ritterschlag verpassen: "Eine super Veranstaltung. Und wenn es beim nächsten Mal morgens um acht Uhr auch schon Kaffee gibt, ist alles perfekt."
Hier klicken: Ergebnisse vom 2. Kinzigmann in Langenselbold








































































































































































































































































































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