Stefan Bahn führt weiter Sportkreis Main-Kinzig an

Sport

„Sport ist unbeschreiblich wichtig. Sport bildet, Sport ist gesund und Sport hält unsere Gesellschaft zusammen“, ist sich Peter Beuth sicher. Der Hessische Minister des Inneren und für Sport kam zum letzten Sportkreistag des Sportkreises Main-Kinzig und dankte für die Arbeit der Ehrenamtlichen. Auf dem Programm standen auch die Neuwahlen des Vorstandes, der nun mit vielen neuen und alten Gesichtern in eine weitere Legislaturperiode startet.

Kreiswerke Main-Kinzig

Einigkeit herrschte an der Spitze des neuen Vorstandes. Der bisherige Vorsitzende Stefan Bahn wurde von den zahlreichen anwesenden Delegierten einstimmig in seinem Amt bestätigt. An der Seite des Limeshainers werden Sieglinde Weber, Helmut Meister und Florian Dinges die Arbeit als stellvertretende Vorsitzende verrichten. Neu im Referat für Kindertagesstätten, Schule und Verein ist Stephan Pillmann, ebenfalls neu gewählt wurde Jakob Mähler im Referat für Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Archivwesen. Künftig mit den Aufgaben der Sportentwicklung und des demographischen Wandels wird sich Brigitte Senftleben befassen. Breitensportreferent sowie Referent für Sportabzeichen bleibt Hans Jürgen Wolfenstädter, im Referat für Umwelt und Infrastruktur wurde Jürgen Jung bestätigt, ebenso wie Gabriele Ewald für Familie, Frauen, Senioren, Integration und Inklusion.

Eben jene Integration lobte Beuth in seiner Rede: „Sport schafft es, Menschen aus verschiedenen Kulturen zu verbinden. Menschen, die nicht einmal die gleiche Sprache sprechen müssen, solange sie die Regeln kennen.“ Gerade in Zeiten, in dene viel über Flüchtlingspolitik debattiert wird, zeigt der Sport seine gesellschaftspolitische Wirkung. „Hier haben sich die Sportkreise und der Landessportbund Hessen aktiv bemüht, wichtige Fragen zu klären, beispielweise im Versicherungsfall.“ Diese aktive Sozialpolitik des Sports werde ergänzt durch eine aktive Gesundheitspolitik, denn „Sport treiben ist gesund. Es bildet aber auch, die Jugendlichen lernen Dinge für ihr gesamtes Leben - Teamgeist und Fairplay übertragen sich vom Sport in das alltägliche Leben“, so Beuth.  Aktive Friedenspolitik und Völkerverständigung, dass alles finde sich in Sport wieder. Und auch die enorme Wirtschaftskraft sei nicht zu vergessen. Beuth hob auch die Bedeutung des Sportkreises hervor: „Es gibt Sportler und es gibt Funktionäre. Sportler sind direkt vor Ort auf einer praktischen Ebene, die Funktionäre sind auf einer theoretischen Ebene. Sie treffen sich meistens in Vereinshäusern und nicht direkt auf dem Sportplatz, um zu diskutieren und zu beraten. Oft fragen sich die Sportler, wozu es den Sportkreis denn überhaupt gibt. So viel darf aber gesagt sein: Ohne Funktionäre wie die Sportkreismitglieder, die hier heute Abend sitzen, könnte es keine aktive Vereinsarbeit und damit auch keinen Vereinssport geben.“ Beuth dankte alle Delegierten für ihr Erscheinen und besonders dem Sportkreisvorstand, denn „es handelt sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit, die oft im Hintergrund passiert, aber so enorm wichtig ist, zum Beispiel durch Hilfe bei Behörden oder durch finanzielle Unterstützung.“ Der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, brachte seine Wertschätzung gegenüber dem Ehrenamt entgegen: „20 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit werden jährlich bundesweit von Sportvereinen verrichtet - trotz immer größer werdenden Anforderungen.“ Er dankte allen, die auch hinter den Kulissen unverzichtbare Arbeit leisteten.

Auch der Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Matthias Zach, danke für die Arbeit des Sportkreises und der Sportvereine, die sich besonders im Bereich der Integration und Inklusion engagieren. „Sport übermittelt viele wichtige Sekundärtugenden“, unterstrich Landtagsabgeordneter Hugo Klein die Bedeutung der sportlichen Betätigung im Vereinsumfeld, „dazu gehört unter anderem Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.“ Klein hofft, dass auch in den Vereinen die Bedeutung des Sportkreisvorstandes immer mehr ins Bewusstsein rückt und dieser „nicht den Spaß am Ehrenamt verliert“.

578 Vereine mit über 135.000 Mitgliedern, das sind die aktuellen Zahlen des Sportkreises Main-Kinzig, die der Vorsitzende Stefan Bahn in seinem Bericht präsentieren konnte. „Nach der Fusion haben wir uns gezielt mit den Vereinen getroffen und Veranstaltungen organisiert, damit diese eine Plattform zu Austausch erhalten. Wir wollten zeigen, dass das Rad von Verein zu Verein nicht neu erfunden werden muss, sondern jeder vom anderen lernen kann.“ Die Lobbyarbeit sei immer wichtig gewesen, um Vereinen in schwierigen Situationen zu helfen: „Dies kann zum Beispiel sein, wenn eine Gemeinde plötzlich Hallennutzungsgebühren erhebt. Dies können sich die Verein in den seltensten Fällen leisten.“ Auch der Erhalt der Schwimmbäder zur sportlichen Betätigung sei wichtig. Der Sportkreis Main-Kinzig hat zahlreiche Aktionen und Angebote, die von den Vereinen genutzt werden können. Dazu zählt der Spielgerätepool, den Vereine zum Beispiel für Vereinsfeste kostenlos benutzen können. Dieser kam durch eine Zusammenarbeit mit Karstadt Sport zusammen, bei welchem bis zu 60 Prozent Rabatt auf Sportartikel gewährt werden. Zum Angebot zählt zudem „JOBfit – Mit Vereinssport zum JOB“, welches Jugendlichen helfen soll, die Ideale wie Ehrgeiz und Selbstdisziplin, die sie aus dem Sport kennen, auch im Berufsleben anzuwenden. Auch der Hanauer Stadtlauf zählt zu den Jahreshöhepunkten des Sportkreises. Wichtig sind für den Sportkreis Schwerpunkte wie Integration, Flüchtlingsbetreuung, Inklusion, die demographische Entwicklung, die Kooperation mit Schulen und das Gesundheitsangebot für Familien und Ältere. Durch zahlreiche Kooperationen, Veranstaltungen und Seminare wurden diese Themen im vergangenen Geschäftsjahr behandelt und sie stehen auch in diesem Jahr wieder auf der Agenda.

Verabschiedet wurde an diesem Abend nach 18 Jahren Arbeit im Vorstand der stellvertretende Vorsitzende und Bürgermeister der Gemeinde Sinntal, Carsten Ullrich. Von Bahn erhielt Ullrich einen Gutschein für eine Heißluftballon-Rundflug geschenkt, der mit dem Aero-club Langenselbold stattfinden wird: „Die Arbeit hat mir immer viel Spaß gemacht“, betonte Ullrich. Nach der Fusion der kleineren Sportkreise zum Sportkreis Main-Kinzig war für ihn vor zwei Jahren aber klar, dass er diesen Weg nicht mehr mitgehen möchte. „Es war eine schöne Zeit, die ich in guter Erinnerung behalten werde.“ Mit verabschiedet wurden ebenfalls Erhard Bartel, Rainer Gimplinger und Simone Conrad. Bahn dankte für die tolle Zusammenarbeit und freute sich, dass sie zum Teil in anderen Positionen dem Sportkreis erhalten bleiben.

Foto: Der neue Vorstand des Sportkreises Main-Kinzig.


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