Tim Mayer (15 Jahre mit Handicap +1,3 und deutscher Vizemeister der Altersklasse bis16 Jahre) vom Golf-Club Spessart sucht beim Golfclub Frankfurt neue Herausforderungen.
Wenn so gute Spieler wie Tim Mayer (das beste Handicap und die beste Golfrunde im Golf-Club Spessart) nach ihrer golferischen Ausbildung den Club wechseln, fragen sich die Freizeitgolfer und Clubmitglieder warum? Also haben wir uns wegen eines Termins zusammen telefoniert und ein Gespräch vereinbart. Wir wollen herausfinden, was Tim zu diesem Schritt bewegt hat. Was die Mitglieder im Club immer wieder begeistert, ist die Lockerheit der Jugendlichen und ihr positives Auftreten. Tim ist ein guter Vertreter dieser Beobachtung. Groß gewachsen, mit wachen Augen und einer guten Sprache. Er fragt nach und widerspricht höflich aber bestimmt, wenn er anderer Meinung ist.
Fragt man ihn nach seinem schönsten Golferlebnis, dann kommt bei dem Fünfzehnjährigen prompt, „meine beste Golfrunde im Spessart“. „Die 66 Schläge bei der zweiten Runde der Clubmeisterschaften fühlen sich auch heute noch gut an“, strahlt er. Am 26.08. bei den Jugendmeisterschaften im Spessart unterbot er den Platzstandard von 72 um sechs Schläge. Das hatte vor ihm keiner im Club geschafft, auch nicht das Plushandicap eines Jugendlichen von zurzeit +1,3.
In seiner knappen Freizeit zwischen Schule und Training beschäftigt sich Tim gerne mit technischen Darstellungen und zeichnet sehr gut. Sehr früh hat er Hockey, sein zweites sportliches Hobby, aufgegeben. Die Doppelbelastung war einfach zu groß. Die Frage nach seinem Vorbild beantwortet Timmy nach längerem Zögern. Erst meint er, kein Vorbild zu haben, dann nennt er Justin Rose: 35-jähriger Engländer und derzeit Siebter der Weltrangliste. Schaut man auf den Werdegang von Rose, dann gibt es einige Parallelen, die seine Vorbildfunktion für Timmy erklären könnten. Rose war in jungen Jahren ähnlich schlank, ließ mit spektakulären Ergebnissen aufhorchen. Er hat eine extrem professionelle Einstellung zu seinem Sport und vertraut selbstbewusst auf sein Können.
Tim kam mit 5 Jahren mit seinen Eltern auf den Golfplatz im Spessart und lernte im Jugendtraining mit dem Schläger umzugehen. Er wurde nicht gezwungen, sondern es machte ihm einfach Spaß. Der Spaßfaktor spielte in dem Kinder- und Jugendtraining der Jugendwartinnen Steffi Mayer und Sabine Zipf immer eine bedeutende Rolle, um zu verhindern, dass die Jugendlichen sich zu stark auf sich selbst konzentrieren und dabei nur schwer ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Tim betont, wie wohl er sich in den Mannschaften gefühlt hat und für den Club und seine Kumpels auch weiterhin große Sympathien hat. Stefanie Mayer, ihr Mann Olaf und Tim fühlen sich im Golf-Club Spessart wohl. „Ihrem Club“ wie sie sagt. Und Tim meint: „ Er drückt den Mannschaften die Daumen, dass sie ihre positive Entwicklung auch 2016 fortsetzen“. „Ich hatte eine schöne Zeit im Spessart“, meint Tim, „aber wenn ich mein Ziel, es in eine Auswahl, möglichst für Deutschland zu schaffen erreichen will, ist mein Wechsel nach Frankfurt nur folgerichtig“. Der Wechsel fiel Tim letztlich leichter, als es zu erwarten gewesen wäre. Da er z. B. durch seine Turnierteilnahmen außerhalb des Spessart, Teilnahme an HGV Kadertrainings schon viele Bekannte im Frankfurter Club hatte.
Das Faszinosum Golf besteht für Tim aus der ständigen Herausforderung an das eigene Leistungsvermögen. „Ich möchte immer besser werden, ich will meine Schläge kennen und ihnen vertrauen“. „Die unterschiedlichen Platzarchitekturen und Gegebenheiten, sind nicht nur wechselnde Herausforderungen, sondern erhöhen die Spannung und die Anforderungen an die persönliche Spielstrategie.“ Bei wichtigen Turnieren steht Tim immer eine gute Stunde vor seiner Startzeit zum Aufwärmen und Einschlagen auf der Driving Range. Und das macht er sehr konsequent und akribisch. Seitdem er in die Klasse der Plushandicapper aufgestiegen ist, werden ihm immer häufiger Fragen zu seiner Zukunft gestellt: Da gibt es für Tim klare Prioritäten, Schule mit dem Abiturabgang und dann abhängig von der Berufswahl weitere Ausbildungsschritte. Das Wort „Professional“ kommt darin im Moment nicht vor. Und bedarf auch trotz Nachfrage keine weitere Diskussion. Das sind, zumindest in diesem Gespräch, eindeutige und klare Bemerkungen.
Warum Frankfurter Golfclub? „Frankfurt bietet für mich optimale Bedingungen. Die Herrenmannschaft spielt in der 1. Bundesliga, ich freue mich, zu dem Team zu gehören und Erfahrungen in der kommenden Saison zu sammeln. Ich habe den Platz schon immer sehr gerne gespielt und fühle mich dort wohl. Die sehr guten Trainingsbedingungen und den Input, den ich dort durch die Zusammenarbeit mit den erfahrenen Pros Benno Kirstein und Jan Förster bekomme, sind super motivierend für mich, Flutlicht auf der Driving Range im Winter und kostenlose Bälle kommen noch hinzu. Da ich in Offenbach wohne und zur Schule gehe, ist auch die Erreichbarkeit ein Thema. Nach der Schule bin ich in 15 Minuten im Frankfurter Golfclub. Darüber freuen sich natürlich auch meine Eltern, denen ich viel zu verdanken habe und die nun nicht mehr 2-3 Mal pro Woche ca. 140 km fahren müssen, damit ich überhaupt zum Training komme. Das sind optimale Trainings-Voraussetzungen und ein hohes spielerisches Niveau. In diesem kompetitiven Umfeld zu trainieren und auch für den Club zu spielen, bedeutet eine große Herausforderung.
In einem solchen Gespräch erhält man als Freizeitgolfer Einblicke in die professionelle Sportentwicklung. Ich finde es gut, wenn unser Club durch entsprechende Förderung und Betreuung Talente erkennt und mit den Golflehrern entwickelt. Es spricht für die Qualität der Betreuung, dass die Jugendlichen ab einem bestimmten Niveau sich Ziele setzen und sich Herausforderungen stellen wollen, die einen professionellen Aufwand erfordern, die nur die großen Clubs bieten können. In einem solchen Gespräch wird auch deutlich, dass Golf eine herausfordernde Sportart ist, der sich die Jugendlichen gerne stellen und dabei Spaß an dem Wettbewerb haben. Positiv überrascht ist man, wie selbstständig die Jugendlichen aus dem Mannschafts- und Jugendtraining unseres Clubs hervorgehen. Und wie in anderen Sportarten auch, geht es nicht ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Mitglieder und der Eltern.
„Ich freue mich Tim, dass Du das Golfspielen bei uns im Golf-Club Spessart gelernt hast und es heute auf so hohem Niveau spielst. Ich bin sicher, wir werden noch viel von Dir hören. Vielen Dank auch Deiner Mutter, die wieder mal gute Chauffeurdienste geleistet hat.“ Inzwischen wurde Tim in das Junior Team Germany, sprich den Jugendnationalkader berufen.
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