Mit einer Silbermedaille um den Hals blickt die Hanauer Damen um Spielführerin Pia Schwarz auf eine erfolgreiche Saison zurück.
Die Entscheidung fiel dabei erst in letzter Sekunde nach drei Spielen. Die Finalspiele der Bundesliga werden im Best-of-three-System gespielt. Die Hanauer Damen konnte sowohl ihr Viertelfinale als auch das Halbfinale schon nach jeweils zwei deutlichen Spielen für sich entscheiden. Der Gewinner des anderen Halbfinales KCNW Berlin brauchte für den Sieg gegen Göttingen drei Spiele.
Da die deutsche Kanupolobundesliga als Liga mit Play-Offs ausgepielt wird, spielen die acht Bundesligateams auf zwei Spieltagen jeweils gegen alle anderen Teams. So können sich die Mannschaften gute Ausgangspositionen für die Play-Offs erspielen. Durch ihren ersten Tabellenplatz nach zwei Spieltagen fand sich die Hanauer Mannschaft in optimaler Position.
Die Hanauerinnen trafen also am Sonntagmorgen nach vier hohen Siegen auf das gut besetzte Team aus Berlin. Leider vergaben sie eine frühe 2:0 Führung und musste sich in der Verlängerung des ersten Spiels durch ein Golden Goal 2:3 geschlagen geben.
Das zweite Spiel konnten Caroline Sinsel, Katerina Bousova, Sarah Oberle, Franziska Bartels, Nina Luginbühl, Pia Schwarz und Elena Gilles aber deutlich mit 4:1 für sich entscheiden. Vor großem Publikum kam es zu einem dritten Spiel! Um trotz Best-of-three-System ein Finalspiel zu erzeugen, wird in einem solchen Fall das nächste Spiel direkt angehängt. Dieses ging mit 1:1 unentschieden aus und es kam zum Penaltywerfen – dem Äquivalent zum Elfmeterschießen im Fußball. Nach einem derart spannenden und langen Finalspiel eine Situation, die die Nerven der Spieler und Zuschauer strapaziert.
Hierbei standen sich zwei Nationaltorhüterinnen gegenüber – in Fabienne Thöle die der deutschen Mannschaften auf Berliner Seite, und in Nina Luginbühl die der Schweizer Mannschaft auf der Hanauer Seite. Nach diesem langen und spannenden Kampf musste sich das Hanauer Team mit einem Tor Rückstand nach jeweils fünf Würfen geschlagen geben. Trotzdem hat die Mannschaft gezeigt, dass sie zu den besten in Deutschland gehört und weiterhin mit ihr zu rechnen ist. Als Vizemeister haben sich die Spielerinnen außerdem für die European Club Championships – der Championsleague des Kanupolos – qualifiziert. Diese finden am 22./23. September in Duisburg statt und hier kann das Team zeigen, ob es auch zu einem der besten in Europa gehört.
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