Staupe wütet unter Waschbären

Wetterau

In der Waschbärpopulation im Raum Nidda grassiert derzeit die Staupe. Bis zum 4. Januar 2017 wurden bereits 13 Waschbären aufgefunden, die entweder erlegt werden mussten oder bereits verendet waren.

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Alle noch lebend angetroffenen Tiere litten unter derselben Symptomatik und bei einem dieser Tiere konnte durch die virologische Untersuchung im Landesbetrieb Hessisches Landeslabor in Gießen das Virus der Staupe als Erkrankungsursache festgestellt werden. Neben Waschbären betrifft sie viele andere Tiere wie Hunde, Füchse, Wölfe, Frettchen, Marder, Otter oder Seehunde. Die Staupe ist eine gefährliche Viruserkrankung, die allerdings nur noch selten auftritt, da die Population der Hunde in der Regel dagegen geimpft ist und so das Virus zurückgedrängt wurde.

Für den Menschen ungefährlich

Die Infektion mit dem Virus führt zu ganz unterschiedlichen Symptomen, die hauptsächlich die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt sowie das Nervensystem des betroffenen Tieres betreffen. Da sie sich in verschiedenen Organe manifestieren kann, treten völlig unterschiedliche Symptome auf: Erbrechen, Fressunlust, Durchfall, eitriger Nasenausfluss, Husten und Atemnot. Ist das Gehirn betroffen, treten epileptische Anfälle und Lähmungen auf. Die Symptome treten gemeinsam, einzeln oder nacheinander auf; ein genauer Verlauf lässt sich nicht voraussagen. Zusätzlich kommen oftmals hohes Fieber und Abgeschlagenheit hinzu. Eine Staupe-Erkrankung verläuft unterschiedlich schwer. Besonders stark betroffen sind ungeimpfte oder geschwächte Welpen. Nicht selten endet die Staupe beim Hund tödlich, wohingegen sie für den Menschen völlig ungefährlich ist.

Dr. Isabell Tammer, Leiterin der Fachstelle Veterinärwesen des Wetteraukreises, rät daher allen Hundehaltern, die Impfpässe ihrer Tiere zu überprüfen, ob eine gültige Staupe-Impfung vorhanden ist. Besteht Unsicherheit bezüglich des Impfstatus sollte bei dem Tierarzt, der die Impfung durchgeführt hat, nachgefragt werden. Impfungen werden bei allen praktizierenden Tierärzten durchgeführt. Für weitere Rückfragen stehen die Amtstierärzte und Amtstierärztinnen der hiesigen Veterinärbehörde, Dr. Rudolf Müller, Dr. Isabell Tammer, Dr. Cerstin Blaß, Dr. Veronika Ibrahim und Dr. Tanja Twardawa, zur Verfügung (Tel. 06031-83-2401).


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