Storch ist fast überall in der Wetterau wieder heimisch

Wetterau

„Der Bestand an Weißstörchen in der Wetterau war in diesem Jahr mit 37 Brutpaaren und 82 Jungen erstmals deutlich höher als in den 1950er Jahren.“

VORSPRUNG - Anruf genuegt

Diese spektakuläre Bilanz zog dieser Tage Landrat und Naturschutzdezernent Joachim Arnold. „Damit wird deutlich, dass die vielfältigen Naturschutzmaßnahmen der vergangenen Jahre speziell in den Auen die erwünschte Wirkung entfalten. Wie kein anderes Tier ist der Weißstorch für jeden erkennbar eine Zeigerart für intakte Auenlandschaften und damit besonders geeignet, den Naturschutzgedanken weiten Bevölkerungskreisen nahe zu bringen“, resümiert Arnold. „Von renaturierten Flüssen und Bächen, neuen Teichen und Feuchtgebieten profitieren darüber hinaus sehr viele weitere gefährdete Tier- und Pflanzenarten, die zwar oftmals weniger spektakulär sind, ebenso wie Meister Adebar aber zum Inventar unserer Kulturlandschaft gehören“.

Störche in 17 von 25 Kreiskommunen

Inzwischen gibt es in 17 der 25 Kreisgemeinden wieder erfolgreiche Bruten. Ganz vorne steht Florstadt mit sechs Paaren, es folgen Echzell und Altenstadt mit fünf und Ranstadt mit vier Paaren. In weiteren 13 Gemeinden haben sich zwei bzw. ein Paar angesiedelt. Da sich ein Großteil der Jungstörche wieder in der Nähe des Geburtsorts ansiedelt, ist ab dem kommenden Frühjahr mit einer „Storchenschwemme“ zu rechnen. Die Lebensbedingungen für den Weißstorch haben sich inzwischen so verbessert, dass es ausreichend Nahrung gibt, mit akuten Engpässen ist jedoch bei den zur Verfügung stehenden Nistmöglichkeiten zu rechnen.

Weitere konzertierte Aktion für neue Storchennester

Nach bewährtem Muster werden daher – rechtzeitig zur Brutsaison 2013 - in einer konzertierten Aktion zwischen Forstamt, Naturschutzbehörde, OVAG, Naturschutzfonds Wetterau, Gemeinden und örtlichen Naturschutzgruppen neue Storchennester an verschiedenen Orten im Kreisgebiet aufgestellt. Die Finanzierung der Nistkränze erfolgt über Artenschutzmittel des Regierungspräsidiums Darmstadt, die Aufstellung der Masten übernimmt die OVAG, indem sie das Personal und die erforderlichen Maschinen zur Verfügung stellt. Der Anfang wurde jetzt in den „Dorfwiesen“ bei Berstadt gemacht. Landrat Joachim Arnold war persönlich gekommen, um der Aktion beizuwohnen. Er zeigte sich sehr optimistisch, dass das Nest bereits im kommenden Frühjahr von einem Storchenpaar angenommen wird. „Die Berstädter Dorfwiesen stellen einen idealen Lebensraum für Störche dar. Es wäre ein Wunder, wenn es nächstes Jahr hier nicht zu einer Brut käme“, so Arnold. Ein weiteres Nest wurde am gleichen Tag in Münzenberg am Rande des Naturschutzgebietes „Salzwiesen“ errichtet. Hier war Bürgermeister Jürgen Zeiß samt Bauhofmitarbeiter zur Unterstützung erschienen.

Auf dem Programm standen außerdem Standorte in Altenstadt/Höchst und Kefenrod/Hitzkirchen. Bei letzterem handelt es ich um das bislang östlichste und höchstgelegene Nest im Wetteraukreis. Im Lauf der kommenden Wochen sollen noch insgesamt sechs weitere Standorte, darunter Florstadt, Karben, Nidda und Büdingen, auf die gleiche Art und Weise bestückt werden.

Foto: Fast ein gemachtes Nest für Meister Adebar präsentieren von links: Landrat Arnold, Ralf Eichelmann (Fachstelle Naturschutz und Landschaftspflege), Dr. Burkhard Olberts (Naturschutzfonds), Walter Schmidt (Forstamt Nidda). Im Hintergrund Mitarbeiter der OVAG beim Bohren des Lochs für den Mast in Berstadt.


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