Von Freitag bis Dienstag wurde traditionell der Kalte Markt in Ortenberg veranstaltet.
Die Polizei ist aufgrund der Vielzahl der Besucher in jedem Jahr auch mit einer Vielzahl an Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Zum diesjährigen Verlauf des Marktes zieht die Polizei insgesamt ein positives Fazit. Der Großteil der Besucherinnen und Besucher feierte friedlich. Ausnahmen zeigten sich leider bei einigen Marktbesuchern aufgrund eines zu umfangreichen Alkoholkonsums. Insbesondere am Montag nahmen die auf dem Markt eingesetzten Polizisten mehrere Personen in Gewahrsam, die aufgrund eines übermäßigen Alkoholkonsums in aggressiver und provozierender Weise auf dem Festgelände auffielen. Atemalkoholwerte von deutlich über 1,5 Promille waren dabei leider nicht die Ausnahme, sondern die Regel.
Folgende Fälle, zu denen die Polizei in Büdingen, Tel. 06042-9648-0, noch Zeugen sucht, seien an dieser Stelle erwähnt: Gegen einen 23-jährigen und ein 20-jährigen Büdinger ermittelt die Polizei wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Am Freitagabend, gegen 22.55 Uhr, sollten die beiden Männer, die Teil einer Gruppe waren, kontrolliert werden, nachdem sie auf dem Marktgelände mehrfach durch Provokationen aufgefallen waren. In stark alkoholisiertem Zustand griffen die Männer dabei die Beamten an, spukten nach ihnen und versuchten nach den Polizisten zu schlagen. Nachdem sie trotz allem festgenommen werden konnten, mussten sie die Polizei zur Ausnüchterung begleiten. Während der polizeilichen Maßnahmen wurden die Beamten von weiteren alkoholisierten Jugendlichen unter anderem als Hurensöhne und Missgeburten beschimpft.
Durch einen Kopfstoß gegen 00.45 Uhr in der Nacht zum Sonntag zog sich ein 22-jähriger Glauburger einen Nasenbeinbruch zu. In der Laubacher Straße in Höhe des Licher-Standes geriet ein ihn begleitender Freund in einen alkoholbedingten Streit mit einem anderen Marktbesucher. Dadurch kam es zur Auseinandersetzung, bei der der Glauburger von dem Fremden einen Kopfstoß erhielt. Zu dem Täter liegen bislang keine weiteren Hinweise vor, weshalb Zeugen gesucht werden.
Verletzungen erlitt nach eigenen Angaben auch eine 25-jährige Ortenbergerin, als sie am frühen Sonntagmorgen, gegen 01 Uhr im Festzelt von einem 26-jährigen Altenstädter aus unbekannten Gründen zu Boden gestoßen und geschlagen wurde. Ein Begleiter der Ortenbergerin griff ein, woraufhin der Täter von ihr abließ und im Gedränge des Festzeltes verschwand. Die 25-Jährige zog sich mehrere leichte Verletzungen dabei zu. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.
Einen Schlag aufs Auge bekam ein 22-Jähriger aus Kassel am Montagabend, gegen 17.05 Uhr, im Festzelt verpasst. Mit einigen Begleitern hielt er sich im Bereich der Stehtische am Seitenausgang auf, als er ohne ersichtlichen Grund unvermittelt von einer ihm unbekannten Person geschlagen wurde. Da bislang keine Zeugen der Körperverletzung ermittelt werden konnte und keine Hinweise auf den Täter vorliegen, bittet die Polizei um Hinweise.
Am Montagabend, gegen 23.55 Uhr, soll ein 24-Jähriger aus Nidda vor dem Festzelt mindestens zweimal den Hitlergruß gezeigt haben. Der alkoholisierte Mann tätigte darüber hinaus bei der folgenden Ingewahrsamnahme weitere rassistische und rechtsradikale Äußerungen. Gegen einen ihm bekannten 31-Jähriger aus Nidda ermittelt die Polizei ebenfalls wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Er störte zunächst die Ingewahrsamnahme des 24-Jährigen, zeigte dabei ebenso den Hitler-Gruß und beleidigte einen Polizisten mit rassistischen und antisemitischen Äußerungen. Auch er wurde in Gewahrsam genommen.
Eine Standbetreiberin vom Kalten Markt verließ am Dienstagabend, gegen 21 Uhr, ihr Wohnmobil, welches in der Wilhelm-Leuschner Straße geparkt war, als ihr von einem Fremden die mitgeführte Handtasche entrissen wurde. Neben Bargeld und Papieren befanden sich auch Handys und Tablets in der schwarzen Umhängetasche, die an den Griffen mit Sternchen verziert ist. Der Täter stieß die 68-jährige Frankfurterin zu Boden und floh mit seiner Beute durch die Hecke auf ein Nachbargrundstück und von dort in unbekannte Richtung. Beschrieben wird er als etwa 1.70m groß, schlank, mit dunkelblonden Haaren und möglicherweise grüner Jacke. Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Hausnummer 23 /24. Die Frau blieb unverletzt.
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