„Die gute Form“ im Friedberger Kreishaus

Wetterau

Noch bis zum 22. Juni 2018 sind die besten Gesellenstücke der Tischler-Innung Wetterau im Foyer des Friedberger Kreishauses zu sehen.

Morgenpost

Gleich fünf junge Leute wurden mit ihren herausragenden Arbeiten für die Ausstellung nominiert: Der erste Platz ging an die einzige weibliche Teilnehmerin. Anabel Emmerich aus Altenstadt hat einen Zeichentisch aus Eiche gefertigt. Der zweite Platz ging an Leon Pohlner (Gießen), der mit einer Anrichte aus geölter Kastanie dabei. Platz drei belegt Samuel Huth (Gründau) der ein Schränkchen aus alten Eichenbrettern und einem lackierten Korpus gebaut hat.

Ein Belobigung für ihre Arbeiten ging an Jan Büchner (Butzbach) für einen in Nussbaum geölten Sessel und an Till Scheinig (Butzbach) der sich mit einem TV-Möbel aus Esche weiß geölt und Linoleum präsentiert.

Handwerk von der Pike auf gelernt

Landrat Jan Weckler zeigte sich beeindruckt von der hohen Qualität der gezeigten Gesellenstücke. „Sie zeigen mit diesen Arbeiten, dass Sie Ihr Handwerk nicht nur von der Pike auf gelernt haben, sondern es verstehen, es auch kunstvoll umzusetzen.“ Weckler nutzte die Gelegenheit, die hervorragende Ausbildungsqualität des dualen Ausbildungssystems in Deutschland hervorzuheben. „Da wird eine ganz großartige Arbeit in den Handwerksbetrieben geleistet.“

Der zunehmenden Akademisierung vieler Berufe stellt Weckler entgegen, dass es auch Fachleute braucht, die das, was sich andere im Kopf oder am Computer ausdenken, in die Tat umsetzen und daraus etwas werden lassen. Manchmal sei es sogar besser, dass die, die mit den Händen etwas schaffen können, es sich auch selber ausdenken. „Denn die Praktiker sind die mit dem geschärften Sinn für das Realistische.“

Harald Schnierle, Obermeister der Tischler-Innung Wetterau, lobte ebenfalls die hohe Qualität der gezeigten Arbeiten, die auch auf die Qualität der ausbildenden Betriebe verweisen. Handwerk biete noch immer hervorragende Chancen und junge Leute werden dringend gesucht. Den Preisträgern sagte der Innungsmeister eine sichere Karriere voraus.

Juryvorsitzender Daniel Brehm bekannte, dass sich die Jury schwer tat, unter den eingereichten Vorschlägen tatsächlich die besten herauszusuchen. „Die Qualität war allenthalben sehr gut, das ist eine erfreuliche Entwicklung.“

Foto (von links): Landrat Jan Weckler, Samuel Huth, Leon Pohlner, Anabel Emmerich, Till Scheinig, Harald Schnierle, Obermeister der Tischler-Innung Wetterau und  Daniel Brehm, Vorsitzender der Jury für die Ausstellung „Die gute Form“, Jan Büchner fehlt auf dem Bild.


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