Einer Streife der Polizeiautobahnstation aus Butzbach fiel am Dienstag den 17.7. ein offensichtlich überladener Holztransporter auf.
Der Laster der mit ganzen Holzstämmen beladen war, befuhr die Bundesstraße von Lich in Richtung Gießen. Die erfahrenen Polizisten erkannten sofort: "Der ist zu schwer!" Der Verstoß bezüglich der Fahrzeuglänge war leicht mit dem Maßband festzustellen. Das Fahrzeug war knapp zwei Meter länger als erlaubt. Die offensichtliche Überladung nachzuweisen, fiel mangels einer entsprechenden Waage im Umkreis schon schwieriger aus. Die Polizisten lotsten den Fahrer des Holztransports zunächst auf das Polizeigelände in der Karl-Glöckner-Straße. Nachdem eine Achslastwaage organisiert werden konnte, wurden mehrere Einzelmessungen der Achsen durchgeführt. Bei diesen Wiegungen kann die Handbremse nicht betätigt werden, weil das Ergebnis damit verfälscht werden könnte. Um das Wegrollen des Lasters mitsamt schwerer Ladung zu verhindern, verkeilten die Polizisten die Räder des Gespanns. Schließlich konnte das Fahrzeug verwogen werden.
Erlaubt waren 40.000 Kg. Tatsächlich wog das Gespann aber über 61.000, was eine Überladung von 53% ergab. Der Fahrer und der Chef der beauftragenden Firma zeigten sich zunächst nicht einsichtig und stellten die polizeilichen Maßnahmen in Frage. Um zu Ermessen, was eine solche Überladung für Bremsen und Karosserie bedeutet und welche Gefährdung von einem derart überladenen LKW für andere Verkehrsteilnehmer ausgeht muss man kein Experte sein. Dem Fahrer des Holzlasters versagten die Polizisten die Weiterfahrt. Er musste einen Teil der Stämme abladen und durfte ihn vor Ort zwischenlagern, um sie bei der nächsten Tour abzuholen.
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