Drei Kommunen, ein Ziel: "Wir wollen das Obere Niddertal gemeinsam weiterentwickeln", sind sich die Bürgermeister Ulrike Pfeiffer-Pantring (Ortenberg), Timo Tichai (Hirzenhain) und Guido Kempel (Gedern) einig.
Drei Kommunen, ein Ziel: "Wir wollen das Obere Niddertal gemeinsam weiterentwickeln", sind sich die Bürgermeister Ulrike Pfeiffer-Pantring (Ortenberg), Timo Tichai (Hirzenhain) und Guido Kempel (Gedern) einig.
Unterstützung erhalten sie dabei von der Wirtschaftsförderung Wetterau, dem Landkreis und weiteren Experten. Sie alle planen gemeinsam eine Zukunftswerkstatt, um unter dem Dach des Oberen Niddertals die interkommunalen Partner mit einem Zukunftsplan zu vereinen.
Wo kommen wir her, wo stehen wir, und wo wollen wir hin? Welche Vorstellung haben die Bürger von der Entwicklung des Tals von Gedern über Hirzenhain bis Ortenberg? Wo liegen unsere Potenziale, und wie können wir diese heben? Diese Fragen sollen bei einer Zukunftswerkstatt Mitte November, im Buderus-Industriepark in Hirzenhain angegangen werden – mit breiter Bürgerbeteiligung. "Mitmachen erwünscht", lautet das Credo, macht Bürgermeister Tichai deutlich. "Welche Vorstellung haben wir selbst von unserer Region, und wie wollen wir hier zukünftig leben? Diese Fragen sind zu beantworten", sagt seine Kollegin Pfeiffer-Pantring. "Stadtentwicklung kann nicht allein durch die Kommunalverwaltungen praktiziert werden, sondern dafür braucht es Bürger – deren Wissen und Erfahrungen sind gefragt", ergänzt Kempel.
Plattform für Ideen
Bei der Veranstaltung sollen auch frühere Entscheidungsträger aus der Region zu Wort kommen, außerdem sollen Experten eingebunden werden, so dass eine breite Plattform für Ideen und Austausch geschaffen wird. Engagierte, Besorgte, Visionäre, Kritiker, Bodenständige, Macher, Bedenkenträger, Mutige, auch Pessimisten, Hoffnungsvolle und Begeisterungsfähige, kurzum: Alle Bürger sollen sich dabei konstruktiv einbringen können. Die Palette der Meinungen und Haltungen ist groß. Reden alleine helfen nicht weiter, sind sich die Bürgermeister sicher. Neben lokaler Initiative und Engagement braucht der durch den Strukturwandel gebeutelte und zugleich durch die idyllische Nidder geprägte Talstrich auch Lobbyarbeit auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.
Aber vor allem soll zunächst ein nachhaltiger Plan als Orientierungsrahmen für die Zukunft des Tals und der Orte entstehen. Für Bernd-Uwe Domes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wetterau, eine Grundvoraussetzung, "wenn wir die substanzielle Qualität der Orte offenlegen, kommunizieren und profilieren wollen". Stadtentwicklung auf Basis nachhaltiger Prinzipien brauche einen Plan, betont er. Über die Details zur Veranstaltung wird in den kommenden Wochen öffentlich informiert.
Hintergrund
Die Kommunen Ortenberg, Hirzenhain und Gedern wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Ziel des Verbundmodells ist es, die Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im Oberen Niddertal zu verbessern. Dabei soll die Charakteristik der Orte bewahrt, die Gemeinsamkeiten gestärkt, interkommunale Projekte vorangetrieben und Förderung erreicht werden. Bei ihrer Zusammenarbeit müssen Ortenberg, Hirzenhain und Gedern nicht bei null anfangen. So kooperieren die Kommunen bereits im Abwasserverband, der Sozialstation, dem Zweckverband Oberes Niddertal und auf Vereinsebene.
Foto: Gemeinsam heißt die Devise fürs Obere Niddertal. V.l.n.r.: Bernd Euler (Stadt Gedern), Dr. Andrea Soboth (Stadtentwicklung 360 Grad), Rainer Tropp (Architektur TROPP PLAN), Herbert Weber (1. Stadtrat Gedern) , Timo Tichai (Bgm. Hirzenhain), Guido Kempel (Bgm. Gedern), Ulrike Pfeiffer-Pantring (Bgm. Ortenberg), Bernd-Uwe Domes (Wirtschaftsförderung Wetterau), André Haußmann (Stadtentwicklung 360 Grad).
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