Tauber lud zu Berliner Abend nach Büdingen ein

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Wie ist es am Kabinettstisch zu sitzen? Wie laufen Regierungskonsultationen ab? Welche Folgen hat der Dieselkompromiss? Was ist Gegenstand des Irak-Einsatzes der Bundeswehr?

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Diese und zahlreiche weitere Fragen, unter anderem zum Einwanderungsgesetz, beantwortete der heimische Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung Dr. Peter Tauber bei einem „Berliner Abend“ in Büdingen. Mehr als 50 Zuhörer hatten sich in der gut gefüllten Naumanns CAFÉzeit versammelt, um den Ausführungen Taubers zu lauschen und im Anschluss kräftig mitzudiskutieren.

Tauber konnte bei der Beantwortung der Fragen aus den Vollen schöpfen, war er doch in der vergangenen Woche im Bundeskabinett dabei, als die Eckpunkte für das Einwanderungsgesetz verabschiedet wurden, er den Einsatz der Bundeswehr im Irak im Kabinett begründen musste und vor allem Bundesministerin von der Leyen bei den deutsch-israelischen Regierungskonsultationen in Jerusalem vertreten durfte.

Es sei ein schöner Moment gewesen, in gerade jener Kabinettssitzung dabei zu dürfen, in welcher die Eckpunkte für das Einwanderungsgesetz auf den Weg gebracht wurden, meinte Tauber, der sich seit langer Zeit für ein solches Gesetz einsetzt. „Ein Einwanderungsgesetz ist ein großer Fortschritt. Die Zuwanderung von Fachkräften ist notwendig für das Funktionieren der Wirtschaft und der Gesellschaft in unserem Land. Nicht nur die hochqualifizierten Menschen stehen dabei im Mittelpunkt, sondern es geht gerade auch um Facharbeiter, die wir in so vielen Bereichen dringend brauchen“, so Tauber.

Tauber nahm zudem die jüngsten Regierungskonsultationen mit Israel zum Anlass, um den Zuhörern beispielhaft zu beschreiben, wie andere Länder auf Deutschland schauen. „Deutschland wird als wohlhabendes Land wahrgenommen, welches fair und kompromissbereit mit seinen Partnern und Freunden umgehe“, meint Tauber, der zudem feststellte, dass für viele seiner ausländischen Gesprächspartner gerade angesichts des Wohlstandes, des Friedens und der Einheit Deutschlands nicht nachvollziehbar sei, wie die Deutschen miteinander umgehen.

Daran anknüpfend stellte Tauber fest, dass die Formulierungen, die Sprache und der Umgang in Deutschland ein anderer geworden seien: „In den wesentlichen Fragen gab es in unserer Gesellschaft immer wieder Streit. Wenn es um die Westbindung, Wiederbewaffnung, die 68er-Zeit, den Nato-Doppelbeschluss ging, war unser Land immer gespalten und es wäre auch seltsam, wenn in der zentralen Frage ‚Wer darf kommen, wer darf bleiben, wer muss wieder gehen?‘ unser Land sich einig wäre. Allerdings wurden in der Sprache und im Umgang Grenzen überschritten. Unsagbares wurde sagbar.“

Abschließend mahnte Tauber, dass man trotz aller aufgeheizten politischen Debatten, gut daran tue, sich des Wohlstandes und der Errungenschaft bewusst zu sein, in keine Hysterie zu verfallen und vor allem nicht in Untergangsszenarien zu denken, sondern mit Zuversicht in Zukunft zu schauen.

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