Umweltschutzpreis für Hans-Dieter Stehr

Wetterau
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„Im Wetteraukreis ist der Naturschutz gut aufgestellt. Der volle Saal zeugt von dem vielfältigen Engagement“, sagte Landrat Jan Weckler anlässlich der 39. Verleihung des Umweltschutzpreises des Wetteraukreises.

In der Tat war der Plenarsaal am vergangenen Mittwoch mit rund 150 Gästen proppenvoll. Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung der Tätigkeiten der Preisträger. Beim traditionellen „Interview auf dem Sofa“ sprachen Landrat Jan Weckler und Naturschutzdezernent Matthias Walther mit den Preisträgern.

Weckler: „Blick auf das gesamte Lebensraumgefüge!“

Hans-Dieter Stehr aus Büdingen kam über die Jagd zum Naturschutz, engagiert sich seit über 30 Jahren in Sachen Umweltbildung, Lebensraumgestaltung und Biotopverbund. „Ich möchte ein Botschafter sein für die Natur und die Jagd“, sagte er. Als Jäger wolle er gestalten zum Wohle der Natur und dafür die ihm zustehenden gesetzlichen Möglichkeiten nutzen. Er zeigte Fotos aus seinem Jagdrevier im Stadtteil Wolf, wo er gemeinsam mit Landwirten artenarme Graswege zu einem blühenden Netzwerk umbauen will. „Wenn jeder ein bisschen was für die Natur macht, ergibt das in der Summe viel“, rief Stehr zur Nachahmung auf.

Für sein Wirken erhielt Stehr den Umweltschutzpreis. „Ihm gelingt es vielfach, einen Konsens zwischen allen Beteiligten zu finden, scheut es aber auch nicht, Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Hans-Dieter Stehr zeichnet sich in seinem Wirken durch eine hohe Aufgeschlossenheit gegenüber ökologischen Zusammenhängen aus. Sein Blick richtet sich nicht nur auf die jagdbaren Wildarten, sondern er betrachtet das gesamte Lebensraumgefüge“, sagte Landrat Weckler in seiner Laudatio. Der Umweltschutzpreis ist mit 2.000 Euro dotiert. Der Peisträger überreichte Insektenhotels an denLandrat, den Naturschutzdezernenten und an Eva Langenberg, die als Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde durch das Programm führte.

Zwei Jahrzehnte praktische Naturschutzarbeit

Auch Karl-Hermann Heinz und Egon Luckey, von der NABU-Gruppe Glauburg, hatten Fotos im Gepäck, um Erfolge von rund zwei Jahrzehnten praktischer Naturschutzarbeit vorzustellen. Gerade die kontinuierliche Pflege und das Abmagern von Wiesen ist einer der Schwerpunkte der NABU-Gruppe. Der Erfolg zeigt sich im Vorkommen von Orchideen und Schmetterlingen. „Wo Schmetterlinge fliegen, da ist die Welt noch in Ordnung“, sagte Heinz, der ein Auge für die kleinen Schönheiten in der Natur hat und es schafft, sie in brillanten Fotos zu dokumentieren. „Manchmal bin ich mehr auf der Wiese gewesen, als zu Hause.“

Die NABU-Gruppe Glauburg erhielt in diesem Jahr die mit 500 Euro dotierte Belobigung. „Vor 60 Jahren zählte Bernhard Grzimek in Afrika Großtiere. Heute zählen wir in Deutschland Insekten und stellen fest: Es werden weniger“, sagte Egon Luckey und formulierte den Wunsch nach einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen amtlichem und ehrenamtlichem Naturschutz: „Damit das Zählen wieder aufhören kann.“

Kreisbeigeordneter Walther: „Artenschutz ist Lebensraumschutz!“

Naturschutzdezernent Walther überreichte die Urkunde: „Unabhängig von auf Papier gedruckten Nachhaltigkeits- und Biodiversitätsstrategien haben die Aktiven der NABU-Gruppe Glauburg schon lange erkannt, dass Schutzmaßnahmen nicht nur zielorientiert, sondern auch kontinuierlich und nachhaltig gestaltet sein müssen: Artenschutz ist Lebensraumschutz.“

Die beiden Belobigten überraschten den Naturschutzdezernenten mit einem Buchgeschenk. Vor dem gemütlichen Ausklang des Abends sprachen Bürgermeister Erich Spamer und Stadtverordnetenvorsteher Reiner Marhenke aus Büdingen, der Glauburger Bürgermeister Carsten Krätschmer, Dieter Mackenrodt, Vizepräsident des Landesjagdverbandes Hessen, sowie Doris Jensch, von der NABU-Umweltwerkstatt Wetterau.

Foto: Landrat Jan Weckler mit Umweltschutzpreisträger Hans-Dieter Stehr, den Vertretern der belobigten NABU-Gruppe Glauburg, Egon Luckey und Karl-Hermann Heinz, sowie Naturschutzdezernent Matthias Walther.

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