Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch hat in einer Presseerklärung erneut für eine Grippeschutzimpfung geworben.

„Bisher kam es nur vereinzelt zu Grippefällen. Das kann sich aber durchaus noch ändern“, sorgt sich die Wetterauer Gesundheitsdezernentin. Auch Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs empfiehlt dringend eine Grippeschutzimpfung, insbesondere sollten sich Personen über 60 Jahre und solche mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens. Auch wird eine Impfung für Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen empfohlen.
Der in diesem Jahr erstmals flächendeckend eingesetzte Vierfach-Impfstoff schützt wesentlich besser als der frühere Dreifach-Impfstoff. Zudem verringert eine Grippeschutzimpfung die Gefahr, dass es infolge einer Grippe zu schweren Lungenentzündungen und anderen Komplikationen kommt. Je regelmäßiger man sich alljährlich gegen die Grippe immunisieren lässt, desto besser ist man vor solchen Infektionen geschützt. „Die jährlichen Impfungen haben eine additive Wirkung“, erläutert die Wetterauer Gesundheitsdezernentin.
Bislang noch keine Grippewelle
Von einer Grippewelle wie im vergangenen Jahr oder etwa im Jahre 2012/2013, wo allein in Deutschland zwischen 20.000 und 30.000 Menschen an den Folgen der Grippe starben, ist bisher noch nichts zu sehen. „Wir registrieren derzeit nur Einzelfälle, kaum mehr als ein Dutzend in der laufenden Saison. Im Vergleich dazu hatten wir an manchen Tagen im vergangenen Jahr zehn und mehr Neuerkrankungen“, berichtet Amtsarzt Dr. Merbs.
Die Grippewelle nimmt gerade Anlauf
Im vergangenen Jahr wurden in der Wetterau 719 im Labor gemeldete Influenzafälle registriert. In der laufenden Saison sind es bis dato 53 mit aktuell stark steigender Tendenz. „Wir bekommen aktuell regelmäßig neue Influenzafälle gemeldet – allein acht am vergangene Wochenende- , das könnte auf eine späte Grippewelle hindeuten“, berichtet Dr. Merbs.
Zu den gemeldeten Influenzafällen kommt eine Dunkelziffer hinzu, denn nur etwa ein Drittel aller Grippeerkrankungen gehen mit den bekannten dramatischen Symptomen, wie hohem Fieber, Schüttelfrost und Ähnlichem, einher. Ein weiteres Drittel der Influenzaerkrankungen ist mit deutlich geringeren Auswirkungen verbunden und ein Drittel verläuft ohne spürbare Auswirkungen für die Erkrankten.
Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, gibt es einige wichtige Tipps:
Präventive Maßnahmen
- Der beste Schutz gegen Grippe ist die Impfung. Diese sollte jährlich verabreicht werden, am besten in den Monaten Oktober und November. Eine Grippe-Impfung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) insbesondere für Menschen, bei denen Risikofaktoren vorliegen, die einen schweren Verlauf der Erkrankung annehmen lassen (wie z.B. Menschen über 60 Jahre, Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung [z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Diabetes oder erworbenen Störungen des Immunsystems]) sowie Personal aus medizinischen, pädagogischen oder publikumsintensiven Bereichen. Ihre Hausärztin / Ihr Hausarzt berät Sie diesbezüglich gerne.
- Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife. Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen sorgfältig mit einem Einwegtuch ab und entsorgen Sie dieses anschließend.
- Berühren Sie so wenig wie möglich mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase.
- Meiden Sie bei Grippewellen möglichst Händeschütteln und halten Sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen.
- Vermeiden Sie nach Möglichkeit engen Kontakt zu Erkrankten, auch im häuslichen Umfeld.
Hat einen die Grippe dann doch erwischt gibt Amtsarzt Dr. Merbs folgende Tipps
- Um eine Weiterverbreitung zu vermeiden, sollten Sie den Kontakt zu anderen Menschen möglichst einschränken, besonders zu Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren sowie Senioren und Menschen mit geschwächter Immunabwehr oder mit Grunderkrankungen.
- Meist werden bei der echten Grippe nur die Symptome behandelt. Im Einzelfall und nach ärztlicher Verordnung können auch spezielle antivirale Medikamente gegen die echte Grippe zum Einsatz kommen. Antibiotika sind wirkungslos bei Erkrankungen, die (wie die Influenza) durch Viren verursacht werden.
- Bleiben Sie in der akuten Krankheitsphase zu Hause und halten Sie Bettruhe ein.
- Sorgen Sie durch Öffnen der Fenster für eine regelmäßige Durchlüftung des Krankenzimmers bzw. Aufenthaltsraumes.
- Niesen und husten Sie nicht Ihre Mitmenschen an. Wenden Sie sich ab und husten oder niesen Sie in ein Einmaltaschentuch oder in die Ellenbeuge. Wenn Sie beim Niesen oder Husten doch die Hand vor dem Gesicht hatten, waschen Sie sich möglichst direkt danach die Hände. Gleiches gilt auch nach der Benutzung von Einmaltaschentüchern.
Foto: Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch hat sich schon im Herbst des vergangenen Jahres gegen Grippe impfen lassen, eine Impfung, die sich auch heute noch empfiehlt.
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