Altenstadt: „Ladestraße“ wird touristischer Knotenpunkt

Wetterau
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Auf dem 4.000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen „Ladestraße“ in der Nähe des Altenstädter Bahnhofs wird ein touristischer Knotenpunkt entstehen.

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Eine Begegnungsstätte für Einheimische und Gäste und ein Informationspunkt für Durchreisende. Für den Bau des touristischen Knotenpunktes erhält die Gemeinde Altenstadt einen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro, aus Mitteln des LEADER-Projekts. Kreisbeigeordneter Matthias Walther hat Norbert Syguda, Bürgermeister von Altenstadt, den Bewilligungsbescheid überreicht.

Limes-Radweg, Regionalparkroute Limes, Vulkanradweg, Bahnradweg Hessen, Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute, Bonifatiusroute. Mit interessanten Rad- und Wanderwegen ist die Gemeinde Altenstadt reich gesegnet, fünf Themenradwege und ein Wander- und Pilgerweg kreuzen sich hier. Dieses Rad-und Wanderwegekreuz liegt an den Bahngleisen neben landwirtschaftlich genutzten Flächen und grenzt direkt an ein rund 4.000 Quadratmeter großes Gelände: die ehemalige „Ladestraße“. Dieses Gelände soll als Begegnungsstätte für Einheimische und Gäste sowie als Infopunkt für Durchreisende gestaltet werden.

„Das regionale und überregionale Rad- und Wanderwegenetz wird immer weiter ausgebaut und so nutzen natürlich auch in zunehmendem Maß Einheimische und Gäste diese Wege. Für Naherholung und Tagesausflüge werden die Wetterau und die Region Oberhessen hauptsächlich von Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet aufgesucht“, sagt Kreisbeigeordneter Matthias Walther. Viele Besucher der Region „betreten“ die Wetterau über Altenstadt. Sie kommen mit dem Auto, mit Bussen und Wohnmobilen über die Anschlussstelle Altenstadt der A45, mit dem Zug, dem Fahrrad oder „per pedes“: zu Fuß, auf dem Wanderweg. Altenstadt ist also ein optimaler Knotenpunkt und hat den Vorteil, dass das Rad- und Wanderwegekreuz nicht an einem stark von Autoverkehr frequentierten Punkt liegt.

Rund 490.000 Euro wird der touristische Knotenpunkt kosten, davon sind 323.000 Euro zuwendungsfähig. Von diesem Betrag werden 65 Prozent, das heißt 200.000 Euro, aus LEADER-Mitteln gefördert. Die Arbeiten sollen im Juli beginnen und in zwei Jahren abgeschlossen sein.

Welche Aufgaben wird der Knotenpunkt wahrnehmen?

Die Region Wetterau und Oberhessen vorstellen
Besucher und Einheimische über die lokalen und regionalen Besonderheiten, Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele informieren: zum Beispiel das Kloster Engelthal, das Keltenmuseum Glauberg oder die Altstadt Büdingen.
Touristische Anfragen nach Unterkunft und Verpflegung beantworten
Kommunikationstreffpunkt und Veranstaltungsort
Angebot von Ruhezonen
Boule-Bahn
Abstellplätze für Fahrräder und Pkw
Fahrradreparatursäule
Drei Stellflächen für Wohnmobile
Ladestationen für E-Bikes und Elektro-Autos

Am Knotenpunkt des „Rad- und Wanderwegekreuzes Altenstadt“ wird es außerdem einen Outdoor-Infopunkt mit einem Touch-Screen geben: als Wegweiser zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort und in der Umgebung sowie zu den Übernachtungs- und Gastronomieangeboten in der Gemeinde Altenstadt. Über Social Media, aber auch in einschlägigen Fachzeitschriften und Tourismusbörsen, wird für die Wohnmobil-Stellplätze geworben werden.

Hintergrund: Regionalentwicklung im Wetteraukreis

LEADER steht für die "Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft" und ist ein Entwicklungsprogramm der Europäischen Union und des Landes Hessen zur Stärkung und Weiterentwicklung ländlich geprägter Regionen. Wesentliche Grundlage ist das Engagement der Regionen, ihrer politischen Entscheidungsträger und ihrer gesellschaftlichen Gruppierungen.

Für die neue Förderperiode 2014 bis 2020 sind 17 Wetterauer-Kommunen als LEADER-Region „Wetterau/Oberhessen“ anerkannt worden: Altenstadt, Büdingen, Butzbach, Echzell, Florstadt, Gedern, Glauburg, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain, Münzenberg, Nidda, Ortenberg, Ranstadt, Reichelsheim, Rockenberg und Wölfersheim. In diesem Förderzeitraum stehen für die Region rund 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld wird im Wesentlichen von der Europäischen Union bereitgestellt. Ergänzt werden diese Gelder durch geringe Anteile von Bund und Land Hessen.

Basis für die Anerkennung war das in 2014 in einem mehrmonatigen Beteiligungsprozess erarbeitete Regionale Entwicklungskonzept (REK), das nun umgesetzt werden soll. Über Projekte, die mit Hilfe dieses Förderprogramms in der Region umgesetzt werden sollen, entscheidet ein ehrenamtliches Gremium aus Wirtschaft, Verbänden, Vereinen und Politik.

Foto (von links): Susanne Blei, Projektbeauftragte der Gemeinde Altenstadt, Carsten Krätschmer, Bürgermeister von Glauburg, Volker Matthesius, Leiter der Fachstelle Strukturförderung des Wetteraukreises, Norbert Syguda, Bürgermeister von Altenstadt, Kreisbeigeordneter Matthias Walther und Klaus Karger, Wirtschaftsförderung Wetterau.

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