Sozialpreis geht an Arbeitskreis Demenz

Wetterau
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„Der mit 2.000 Euro dotierte Wetterauer Sozialpreis 2019 geht an den Arbeitskreis Demenz.“

Das teilte Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch in einer Presseerklärung mit. Der Arbeitskreis Demenz wurde 2007 gegründet. Rund 40 Institutionen arbeiten hier unter Mitwirkung von Kommunen, Fachärzten, Kirchen, ambulanten Pflegediensten und Ehrenamtlichen für Menschen, die an Demenz erkrankt sind und deren Angehörige. Im Wetteraukreis sind etwa 3.000 Menschen an Demenz erkrankt.

Demenz beschreibt einen Sammelbegriff für chronische Erkrankungen des Gehirns, die mit einem schleichenden Verfall geistiger, emotionaler und sozialer Fähigkeiten zusammenfallen. Demenzpatienten leiden insbesondere unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, also einer erhöhten Vergesslichkeit, die im weiteren Krankheitsverlauf bis zum Verlust der Sprach- und Rechenfähigkeiten gehen kann. Pflegebedürftigkeit ist die Folge.

Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit, die rund zwei Drittel aller Demenzfälle ausmacht. „Bis zum Jahre 2030 wird eine Verdopplung der Demenzkranken erwartet, was auch mit der gestiegenen Lebenserwartung der Menschen zu tun hat. Gerade deshalb ist das Wirken des Arbeitskreises Demenz für die Menschen, die an dieser Krankheit leiden und ihre Angehörigen so wichtig“, unterstricht Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch die Bedeutung  der Arbeit des Arbeitskreises.

Der Arbeitskreis hat mehrere Betreuungsgruppen schon installiert, organisiert Gesprächsrunden für Angehörige, Fachvorträge und Qualifizierungsangebote für Demenzbegleiter und Informationsmessen. „Gerade die Vernetzung der Angebote sorgt für eine bessere Beratung und Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. Auch die Verleihung der SOS-Rettungsdosen, die mit allen wesentlichen Informationen im Kühlschrank aufbewahrt werden, ist ein wichtiger Beitrag, um das Leben von Menschen mit Demenz in ihrer gewohnten Umgebung zu erleichtern“, so Becker-Bösch

Belobigung für Franz Hagenmaier

Mit einer mit 500 Euro dotierten Belobigung wird Franz Hagenmaier aus Karben geehrt. Franz Hagenmaier, selbst betroffen, hat vor mehr als zehn Jahren die „virtuelle“ Selbsthilfegruppe Blasenkrebs Hessen gegründet und unterstützt seitdem Betroffene und Angehörige telefonisch, per E-Mail und im Internet. Bis heute hat er zehn weitere Selbsthilfegruppen in ganz Hessen aufgebaut, die er als Landesbeauftragter des Selbsthilfebundes Blasenkrebs intensiv betreut und koordiniert.

Auch im medizinischen Bereich ist er als Ansprechpartner und als Autor rund um das Thema Blasenkrebs bekannt. Außerdem arbeitet er als Projektleiter am Aufbau einer Internet-Wissensplattform zur fachlichen Unterstützung aller Selbsthilfegruppenleiter bundesweit.

Die Verleihung des Sozialpreises Wetteraukreis findet im November 2019 statt.

Wetterauer Sozialpreis seit 2010

Der Wetterauer Sozialpreis wird seit dem Jahre 2010 verliehen. „Damit wollen wir ein sichtbares äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung für ein beispielhaftes ehrenamtliches Handeln im sozialen Bereich setzen. Oft findet dieses Engagement ja ganz unbemerkt von der Öffentlichkeit statt. Mit diesem Preis wollen wir genau diese Aufmerksamkeit erzeugen und damit Vorbilder präsentieren, die anderen zur Nachahmung dienen mögen“, erläutert Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch.

Bisherige Preisträger waren:

  • 2010 - Verein für soziales Engagement und Nachbarschaftshilfe e.V. Bad Vilbel,
  • 2011 – Hubertus Ellerhusen und Frauen Selbsthilfe nach Krebs,
  • 2012 - Eltern-Kind-Verein Wölfersheim,
  • 2013 - Grüne Damen Bad Nauheim,
  • 2014 - Antifaschistische Bildungsinitiative,
  • 2015 - Maria Beuth, Butzbach,
  • 2016 - Brigitte Sonntag, Friedberg,
  • 2017 – Hospizvereine im Wetteraukreis,
  • 2018 – Kinderfarm Jimbala Friedberg.

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