Die umfangreichen Brückenbauarbeiten im Büdinger Stadtteil Wolferborn sind weitestgehend abgeschlossen.
Ulrich Hansel, Regionaler Bevollmächtigter von Hessen Mobil für die Region Mittelhessen hat daher heute gemeinsam mit Erich Spamer, Bürgermeister der Stadt Büdingen die Ortsdurchfahrt offiziell wieder für den Verkehr freigegeben. Durch Optimierungen im Bauablauf war eine zügige Fortführung der Arbeiten möglich, so dass die umfangreichen Maßnahmen alles in allem nunmehr deutlich früher als ursprünglich geplant abgeschlossen werden konnten. Bei den letzten Brückenprüfungen wurden erhebliche Schädigungen an den drei Brückenbauwerken "Seemenbachbrücke", "Grabenbrücke" und "Mühlgrabenbrücke" im Zuge der L 3010 "Im Helgengarten" festgestellt.
Die "Seemenbachbrücke" entsprach nicht mehr den heutigen Verkehrsanforderungen. Sie war mindertragfähig und dadurch bereits nur noch eingeengt befahrbar. Da eine Sanierung und Verstärkung nicht von längerer Dauer und unwirtschaftlich gewesen wäre, erfolgte ein Neubau der Brücke über den Seemenbach als Ersatzneubau, bei dem die Lage des neuen Bauwerks gegenüber dem vorhandenen nicht wesentlich verändert wurde.
Auch für die "Grabenbrücke" wurde ein Ersatzneubau erforderlich. Das alte Bauwerk aus Naturstein-Gewölbe wurde bereits mit einem Stahlbetonrahmen verstärkt und befand sich ebenfalls in einem schlechten baulichen Zustand. Für die Verkehrsteilnehmer auf der Landesstraße ist die "Grabenbrücke" nicht ohne weiters als eigenständiges Bauwerk erkennbar und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur "Seemenbachbrücke". Da eine Instandsetzung auch hier unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ebenfalls nicht zielführend gewesen wäre, erfolgte ein Neubau in Form eines Durchlasses.
Um weiteren Substanzverlusten an der "Mühlgrabenbrücke" entgegenzuwirken, wurden hier umfangreiche Instandsetzungsarbeiten notwendig. Neben der Erneuerung der schadhaften Mauerwerkssteine und -fugen, erfolgte zusätzlich eine Sanierung der Schadstellen am Betonrahmen einschließlich der Aufbringung eines Oberflächenschutz-Systems. Damit kann der Stahlbeton nachhaltig vor äußeren Schädigungen, wie insbesondere durch Tausalze, geschützt werden. Ferner erhielt die "Mühlgrabenbrücke" neue Brückenkappen. Eine neue Stahlbetonplatte über dem Gewölbe trägt darüber hinaus zur dessen Entlastung bei und schützt das Gewölbe gleichzeitig vor Durchfeuchtung.
In diesem Zusammenhang wurden im Baubereich die vorhandenen Geländer und Schutzplanken entfernt und durch neue Füllstabgeländer, nicht nur auf den Brückenbauwerken, sondern auch auf der gesamten Länge ersetzt. In dem betroffenen Bereich der Landesstraße wurden zudem die Bordanlagen und Entwässerungseinrichtungen saniert und die Fahrbahndecke sowohl in den Anschlussbereichen der Brücken als auch im Kreuzungsbereich L 3010 "Im Helgengarten"/"Wehrtbornstraße" / K 221 "Am Kasperberg" erneuert.
Damit Synergieeffekte ausgenutzt werden konnten und um weitere, zeitlich versetzte Sperrungen für die Verkehrsteilnehmer zu vermeiden, wurden alle Bauarbeiten in einer Maßnahme zusammengefasst.
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