Zukunftsweisende Chance für Ilbenstadt

Wetterau

Auf Teilen des ehemaligen Klostergeländes in Ilbenstadt soll ein genossenschaftlicher Neubau mit bezahlbarem, barrierefreiem und für alle zugänglichen Wohnraum geschaffen werden.

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Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch informierte sich bei dem Leiter Joerg Weber über den derzeitigen Sachstand.

„Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft. Wir wollen Räume für Begegnungen schaffen, ob durch Gemeinschaftsräume, Kulturangebote oder einen eigenen Hofladen. Wir wollen mit dem Wohnprojekt sowohl Familien mit Kindern, Seniorinnen und Senioren, Single-Haushalte oder Paare ansprechen. Aber auch für Menschen mit Behinderung werden entsprechende Wohnungen angeboten“, so Joerg Weber, Leiter des Regionalbüros Frankfurt der Oekogeno eG, einer Beratungs- und Finanzierungsgenossenschaft für nachhaltiges Wirtschaften.

Das Projekt entsteht in Form einer Genossenschaft, bei der die Mieterinnen und Mieter als Genossenschaftsmitglieder gleichzeitig Miteigentümer sind und somit ein Mitspracherecht haben. Auch die ökologische Nachhaltigkeit wird groß geschrieben. Wo immer wirtschaftlich möglich, sollen beim Bau Baustoffe mit geringem ökologischem Fußabdruck verwendet werden. So viel wie möglich soll dabei aus der Region kommen. Auf Kunststoffe wie beispielsweise PVC wird verzichtet. Doch damit nicht genug: die Energieversorgung des Komplexes soll weitgehend autonom erfolgen, Fahrradabstellplätze und Stromtanksäulen sind ebenfalls Teil des Baukonzepts.

Geplant sind mindestens 31 Wohnungen. Der bestehende Altbau - ehemaliger Kutscherbau, Pächterhaus und Basalthaus- soll durch einen Neubau erweitert werden, unter Berücksichtigung der besonderen Belange des Denkmalschutzes. Hier gilt es, die Außenwirkung der beiden Bauten einander anzugleichen, um eine homogene Wirkung zu erzielen. Wie Weber im Gespräch mit Erster Kreisbeigeordneter Becker-Bösch mitteilt, ist der Baubeginn noch für 2020 geplant.

„Von Anfang an begleite ich das Projekt und bin sehr begeistert von den Ideen dieses Wohnkonzeptes“, sagt Stephanie Becker-Bösch. Aus Altem wird Neues geschaffen, das der Gesellschaft zu Gute kommt. Es ist ein einzigartiges Konzept, das es bisher so hessenweit nicht gibt. Soziale und ökologische Nachhaltigkeit treffen hier aufeinander und schaffen Innovation. Zusammen Wohnen und zusammen Wirken ist mehr als ein reines Generationenwohnprojekt, hier ist auch der gemeinschaftliche Geist handlungsleitend. Wichtig ist dabei, die Gesamtheit des Umfeldes und die Gemeinwesenstruktur zu beachten. Es ist ein bestes Beispiel dafür, dass zukunftsfähige Projekte in der Wetterau gerade im ländlichen Raum planbar, machbar und umsetzbar sind.“

Foto: Erste Kreisbeigeordnete Becker-Bösch informiert sich über den Stand des Wohnprojektes bei Leiter Joerg Weber. (Hinweis: Das Foto entstand vor den beschlossenen Hygiene- und Abstandsregeln.)


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