Freibad Bad Vilbel: Das Konzept ist aufgegangen

Wetterau
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Es ist 16:15 Uhr am Mittwoch, den 5. August. Ein Gong ertönt und die Stimme des diensthabenden Schwimmmeisters ist zu hören: „Meine Damen und Herren, liebe Schwimmgäste. Es ist 16:15 Uhr, wir bitten Sie nun, aus dem Wasser zu kommen und bis 16:30 Uhr auch das Freibad zu verlassen, damit wir alle Bereiche für das nächste Zeitfenster desinfizieren können.“

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Keine Widerworte oder Geraune sind zu hören. Im Gegenteil, alle Gäste, die das Zeitfenster bis 16:30 Uhr gebucht haben, verlassen ruhig das Bad. Zur Halbzeit der Freibadsaison 2020 in Bad Vilbel zeigt sich: Das Konzept für diese so besondere Situation ist aufgegangen.

Gemeinsam mit der zuständigen Fachdienstleiterin Allgemeine Verwaltung, Elke Bär, machte sich Erster Stadtrat Sebastian Wysocki am besagten Mittwoch ein Bild vor Ort. Beide Verantwortlichen können ein positives Fazit für die erste Halbzeit der Saison ziehen. „Als wir am 17. Juni unser Freibad unter Auflagen für den allgemeinen Publikumsverkehr öffneten, konnte keinem der Beteiligten klar sein, wie das gut geplante Konzept in der Realität angenommen wird. Heute zeigt sich, dass dieses Konzept nicht nur problemlos umsetzbar für die Kolleginnen und Kollegen im Bad ist, sondern dass es auch von den Gästen im Freibad gut und geräuschlos angenommen wird. Wir sind sehr froh, dass wir den Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbelern so einen Freibadsommer ermöglichen konnten“, freut sich Sebastian Wysocki über eine positive Halbzeitbilanz.

Auch die Kolleginnen und Kollegen, die im Freibad eingesetzt werden, könnten bislang nur positive Erfahrungsberichte abgeben, wie Elke Bär zu berichten weiß. „Wir haben einen Bademeisterturm mehr aufgestellt, um auf wirklich jeden Wasserbereich besten Blick zu haben. Die Abläufe haben sich schnell eingespielt und so kann jeder Badegast unbedenklich sein Zeitfenster im Freibad genießen. Die Kolleginnen und Kollegen im Freibad setzen alle Vorgaben punktgenau um und berichten, dass dies bei den Badegästen sehr gut ankommt“, erläutert Bär.

Der Tag im Freibad ist in insgesamt vier Zeitfenster eingeteilt, pro Zeitfenster können jeweils 492 Personen gleichzeitig ins Freibad, wobei dies nur mit vorab gekauften Tickets möglich ist. Diese gibt es online bei Frankfurt Ticket RheinMain oder im städtischen Kartenbüro. „Die Badegäste haben dies sehr schnell akzeptiert. Der Großteil der Tickets wird online bestellt, wobei auch der Anteil an Tickets, die Kartenbüro gekauft werden, durchaus groß ist. Mit dem System gibt es keinerlei Probleme und es hat sich bewährt, dass man lediglich für zwei Wochen im Voraus Tickets erwerben kann“, weiß Bär zu berichten.

Da der Sommer bislang weniger heiß war, als in den vergangenen beiden Jahren, gab es bislang auch weniger ausverkaufte Tage. Dies könne sich jedoch in den kommenden Tagen ändern, denn die Wettervorhersage sagt bekanntlich hohe Temperaturen voraus. „Wir hatten im Juni und Juli einige eher kalte Tage, dazu auch Regen. Selbst, wenn darauf ein sehr warmer Tag folgt, zeigt die Erfahrung, dass es gut zwei Tage braucht, bis die Badegäste dann auch wieder in Strömen ins Bad kommen. Das hat jedoch gar nichts mit dem Konzept für dieses Jahr zu tun, sondern war auch in den vergangenen Jahren stets der Fall“, gibt Bär Einblick in die Halbzeitbilanz. Auch von den Badegästen seien bislang viele positive Rückmeldungen zu vernehmen.

Sebastian Wysocki ist sich jedoch sicher, dass die Besucherzahlen nun noch einmal anziehen werden. „Das Wetter scheint in der letzten Ferienwoche mitzuspielen und unser Bad ist bestens vorbereitet. Ich konnte mich nicht nur dienstlich, sondern auch privat davon überzeugen, dass es wirklich sehr gut läuft. Daher kann ich nur alle Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler einladen, rechtzeitig die Tickets für das passende Zeitfenster zu buchen“, so Wysocki abschließend.

Eine Bitte haben die Freibadmitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch. Da aufgrund des Hygiene- und Abstandskonzepts nur ein Teil der Duschen nutzbar ist, sollten alle Badegäste, die im Freibad duschen möchten, frühzeitig daran denken und nicht erst kurz vor Ende des Zeitfensters zu den Duschen gehen, da hier ansonsten längere Schlangen entstehen könnten, die zum einen Probleme bei den gängigen Abstandsregelungen bereiten könnten und zum anderen durch die entsprechenden Wartezeiten dazu führen, dass die Pausen zwischen den Zeitfenstern kürzer würden. In den Pausen jedoch müssen alle Bereiche des Freibads desinfiziert und für das nächste Zeitfenster vorbereitet werden.

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