Hahn und Pfarrer Jung tauschen sich über Erzieherausbildung aus

Wetterau
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Anlässlich seines Antrittsbesuchs bei der Kita St. Nikolaus hat der Sozialdezernent der Stadt Bad Vilbel, Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, sich für ein Neben- und Miteinander von konfessionellen und freien Trägern einerseits und der Stadt andererseits ausgesprochen.

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In seinem Gespräch mit Pfarrer Herbert Jung sowie der Kitaleiterin, Christine Herget, und deren Stellvertreterin, Annika Clemens, machte er deutlich, gerade die verschiedenen Angebote seien für Eltern sehr interessant. „Jede Einrichtung hat Ihren speziellen Ansatz für die Kinder in unserer Stadt. Und Wettbewerb kann immer Kreativität auslösen“, so Hahn weiter.

In Bad Vilbel gibt es derzeit fünf Kitas von konfessionellen Trägern, sieben Kitas der Freien Träger und neun in eigener Verantwortung der Stadt. In Begleitung des Leiters des städtischen Sozialamts, Jörg Heinz, besichtigte Hahn die fast fertiggestellte Baustelle, bei welcher das undichte Dach beseitigt wurde. „Die Stadt wird von den Baukosten von weit über 200.000 Euro 50 Prozent übernehmen, damit in dieser katholischen Kita wieder die von uns dringend benötigten 100 Plätze angeboten werden können“, erinnert der Sozialdezernent an die Verpflichtung der Kommune, genügend Kitaplätze zur Verfügung zu stellen. Pfarrer Jung verdeutlichte, dass es immer wieder große Probleme bei der Rekrutierung neuer Erzieherinnen und Erzieher gebe. „Die Art und die Organisation der Ausbildung muss erheblich verbessert werden. Alle Kitas können den Kindern und ihren Eltern nur dann eine gute Betreuung versprechen, wenn wir genügend gut ausgebildete Erzieherkräfte haben“, stellt Pfarrer Jung fest.

Die Stadt Bad Vilbel hat auf diese Situation bereits reagiert und bietet verschiedene Möglichkeiten zur Ausbildung an. Seit zwei Jahren können angehende Erzieher ein Stipendium erhalten, bei welchem sie bereits während der Ausbildung ein Gehalt bekommen. Seit diesem Jahr bietet die Stadt zudem die sogenannte praxisintegrierte vergütete Ausbildung an, die die Erzieherausbildung grundsätzlich einer dualen Ausbildung angleicht und bei welcher bereits angehende Erzieherinnen und Erzieher ein Gehalt erhalten. „Wir kooperieren hier mit entsprechenden Schulen und haben schon jetzt positive Erfahrungen mit diesen Ausbildungsmodellen gemacht. Diese ermöglichen uns, unseren eigenen Erziehernachwuchs selbst auszubilden und somit auch ein stückweit unabhängiger vom schwierigen Erziehermarkt zu werden“, so Hahn abschließend.

Foto: Sozialdezernent Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn besuchte mit dem Fachbereichsleiter Soziale Sicherung, Jörg Heinz, die Kita der katholischen St. Nikolaus Gemeinde.

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