Eine positive Bilanz hat Landrat Joachim Arnold zur Entwicklung des Tourismus in der Wetterau im Jahr 2012 gezogen.
Eine positive Bilanz hat Landrat Joachim Arnold zur Entwicklung des Tourismus in der Wetterau im Jahr 2012 gezogen.
Die Zahl der Übernachtungen ist weiter gestiegen, insbesondere durch die zunehmende Zahl von Gästen in den Kurstädten Bad Nauheim und Bad Salzhausen. Mehr als 1,1 Mio. Übernachtungen wurden in der Wetterau gezählt.
„Wir wollen diese Entwicklung weiter fördern. Vor allem möchten wir die Kurgäste für die gesamte Wetterau begeistern, denn die Region eignet sich nicht nur hervorragend zur Wiederherstellung der Gesundheit, sondern kann auch mit seinen hochwertigen Naturschutzprojekten und kulturellen Angeboten punkten", so Landrat Arnold.
Deshalb ist ein wichtiger Baustein zur Entwicklung des weiteren Tourismus die Ausbildung von Kultur- und Naturführern in der Wetterau, die insbesondere Tages- und Kurzurlaubstouristen attraktive Touren und Führungen zusammenstellen. "Kelten, Römer, Mittelalter, historische Stadtbilder und gleichzeitig Natur- und Landschaftserleben wandernd, radelnd oder einfach nur besuchend erleben, diese einmalige Kombination von hochwertiger Vielflalt macht die Attraktivität der Wetterau für die Mensche so anziehend und lädt zum Entdecken ein.", ist Arnold vom Erfolg desWetterauer Tourismuskonzept überzeugt.
Die Zahlen von Landrat Arnold basieren auf den Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes, die unlängst herausgegeben wurden. Erfasst wurden in der Statistik Beherbergungsbetriebe, also vor allem Pensionen, Hotels und Gasthöfe mit mehr als zehn Betten, Campingplätze mit mehr als zehn Stellplätzen, Jugendherbergen, Ferien- und Schulungsheime, Ferienhäuser sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen.
Erfreulich für die wirtschaftliche Situation der Gastbetriebe in der Wetterau ist die hohe durchschnittliche Auslastung. Sie lag bei 37,4 Prozent gegenüber dem Landesdurchschnitt von 30 Prozent. Übertroffen wird diese Zahl nur von der Metropole Frankfurt, die auch deutlich die meisten Besucherinnen und Besucher begrüßen konnte.
Unter den 21 hessischen Landkreisen nimmt die Wetterau den fünften Platz nach Waldeck-Frankenberg, Fulda, Main-Kinzig, Hochtaunus und Rheingau-Taunus-Kreis ein. An der Spitze liegt die Wetterau bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer. Sie beträgt 4,5 Tage pro Besucherin und Besucher, im Landesdurchschnitt waren es 2,3 Tage. Insgesamt wurden in den 109 registrierten und geöffneten Beherbergungsbetrieben exakt 251.920 Ankünfte (plus 4.800) mit insgesamt 1.137.488 (plus 16.000) Übernachtungen registriert.
Acht Prozent, oder 20.547 Gäste, kamen aus dem Ausland in die Wetterau. Eine Quote wie Frankfurt, wo vier von zehn Gästen mittlerweile aus dem Ausland kommen ist für die Wetterau vorerst nicht das primare Tourismusziel, Potentiale dafür gibt es aber insbesondere mit unseren internatinalen Marken Keltenfürst Glauberg und Jugendstilensamble Bad Nauheim.
Für die Wetterau gibt es dazu leider keine speziellen Zahlen, diese lassen sich aber vom hessischen Trend auf die Wetterau übertragen lassen. Gut ein Viertel der 13 Millionen Gäste in Hessen kamen aus dem Ausland. Die größte Gruppe kam aus den USA gefolgt von den Briten und den Niederländern. Es folgten Chinesen, Schweizer, Franzosen, Japaner und Italiener. Vergleicht man die aktuellsten Zahlen des Statistischen Landesamtes zur Weterau mit dem Tiefstand Ende der 1990er Jahre, so hat sich die Zahl der Ankünfte in den vergangenen 15 Jahren um mehr als 40 Prozent bzw. um 90.000 erhöht.
Bad Nauheim Spitzenreiter
Unangefochtener Spitzenreiter in allen touristischen Disziplinen ist und bleibt sicherlich auch in der Zukunft Bad Nauheim mit 706.758 Übernachtungen (plus 9.000) und einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 7,5 Tagen. Damit liegt die Wetterauer Kur- und Gesundheitsstadt nach der Rhein-Main-Metropole Frankfurt, der Landeshauptstadt Wiesbaden, der documenta-Stadt Kassel, dem Wintersportort Willingen und nach Bad Wildungen an sechster Stelle hessenweit und noch vor berühmten anderen Kurorten wie Bad Schwalbach, Bad Homburg, Bad Orb oder dem Rhein-Tourismusmagneten Rüdesheim.
Auf Platz zwei im Wetterauer Ranking landet der zweite Wetterauer Kurort Nidda/Bad Salzhausen. Hier wurden im vergangenen Jahr knapp 122.000 Übernachtungen gezählt, 5.000 mehr als ein Jahr zuvor. Bad Vilbel hat mit 58.563 Übernachtungen den dritten Platz von Butzbach mit 58.390 Übernachtungen zurückgeholt. Danach folgt Gedern mit 51.500 Übernachtungen, erneut ein starkes Plus gegenüber dem Vorjahr mit 47.500 Übernachtungen.
Landrat Arnold zeigte sich mit der Steigerung der Übernachtungszahlen höchst zufrieden und führt dies gleich auf drei Faktoren zurück: "Die Strahlwirkung des vor knapp zwei Jahren eröffneten Keltenmuseums auf dem Glauberg, die interkommunale Kooperation unter dem Dach der in den letzten Jahren von uns gegründeten touristischen Arbeitsgemeinschaft ArchäologieLandschaft Wetterau und die vielen flankierenden Maßnahmen im Zuge unseres LEADER Projektes "Region Oberhessen" befördern die stark zunehmende Attraktivität der Wetterau für Besucher und Einheimische."
Tourismus als Wirtschaftsfaktor
Das Hessische Wirtschaftministerium hat errechnet, das Gäste in gewerblichen Betrieben pro Übernachtung durchschnittlich 149 Euro ausgeben, in Privatquartieren sind es 74 Euro und auf Campingplätzen 41 Euro (ohne Ausgaben für Transport). Bei angenommen Ausgaben von 100 Euro über alle Übernachtungsarten hinweg ergibt sich für die Wetterau somit ein Betrag von 100 Millionen Euro jährlich, den Übernachtungsgäste hier ausgeben. Hinzu kommen freilich noch die Ausgaben der Tagestouristen die das Wirtschaftsministerium mit täglich 29 Euro beziffert. Das ist ein starker Wirtschaftsfaktor, den wir noch ausbauen werden, so Landrat Arnolds klare Zielsetzung.
Nachhaltiger Tourismus
Hinzu kommt, dass die Wetterau dem zunehmenden Trend in der Tourismusbranche entspricht. Die dieser Tage zu Ende gegangene Internationale Tourismusbörse, die weltweit größte Tourismusausstellung, bestätigte den Trend hin zum umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismus. Ein wichtiger Beitrag dazu ist der Verzicht auf weite Flugreisen. Wer in der Region bleibt und womöglich mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, dazu sich in Landgasthöfen regional verpflegen lässt, ist schon von vornherein ein umweltbewusster Tourist. Rad- und Wanderwege gibt es in der Wetterau wie kaum in einem anderen Landkreis. Insofern sind wir hervorragend aufgestellt für die Wünsche der Touristen", so abschließend Landrat Arnold.
Foto: Landrat Arnold: “Die Wetterau ist mit seinen mehr als 1000 Kilometern Rad -und Wirtschaftswegen ideal zum Radeln!”
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de