Neuer Wolfsrüde im Wetteraukreis sesshaft

Wetterau
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In Hessen hat sich ein neuer Wolfsrüde niedergelassen. Das Tier mit dem Laborkürzel GW2554m wurde seit Mitte März 2022 mehrfach im Bereich Wetterau- und Hochtaunuskreis genetisch nachgewiesen und gilt dort nun als sesshaft. Geboren wurde der Rüde in dem Territorium Leuscheid in Rheinland-Pfalz. Nach ein bis zwei Jahren wandern Jungtiere in der Regel aus ihrem elterlichen Rudel ab, um auf Partnersuche zu gehen und in einem anderen Gebiet sesshaft zu werden.

Die Territoriumsgröße liegt zwischen 150-350 km². Im Wetteraukreis wurde der Wolf in Butzbach und Ober-Mörlen nachgewiesen.

Auch neue Wolfswelpen konnten in Hessen nachgewiesen werden: Anhand von Kamerabildern konnte in Rüdesheim eine Reproduktion für dieses Jahr bestätigt werden. Zudem wurde durch einen genetischen Nachweis ein neuer Welpe entdeckt. Allerdings ist bisher unklar, ob er aus dem Wurf von letztem Jahr oder dem diesjährigen Wurf stammt und ob es sich um denselben Welpen wie auf den Kamerabildern handelt. Somit ist mindestens ein neuer Welpe in Rüdesheim bestätigt. 

Zudem gibt es eine erste Videoaufnahme von den Welpen des Rudels in Wildflecken: Auf diesem Video sind vier Welpen zu sehen. Somit sind mindestens vier Jungwölfe für die Reproduktion 2022 im Gebiet Wildflecken bestätigt. In Lautertal wurde am 2. September ein Schaf von einem Wolf gerissen (siehe Pressemitteilung vom 16. September 2022). Nun ist klar, wer die Verursacherin ist: Es handelt sich um die Wölfin GW2812f. Sie wurde bereits im Juli 2022 in der Gemeinde Schotten über eine Losungsprobe genetisch erfasst.

Zudem wurde ein bereits aus dem Stölzinger Gebirge bekannter Rüde GW2571m bei Schenklengsfeld im Kreis Hersfeld-Rotenburg an einem Rehriss vom 3. November nachgewiesen. In ganz Hessen sind die Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter dazu aufgerufen, ihre Tiere sachgerecht zu schützen. Zu geeigneten Herdenschutzmaßnahmen berät der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Tierhalterinnen und Tierhalter können unter bestimmten Voraussetzungen für nachweislich von Wölfen verursachte Schäden an Nutztieren einen finanziellen Ausgleich erhalten.

Hintergrund
In Hessen und länderübergreifend gab es im Monitoringjahr 2021/2022 fünf nachgewiesene Wolfsterritorien. In ganz Hessen ist zusätzlich mit durchziehenden Wölfen zu rechnen.


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