Der legendäre Rennfahrer und Konstrukteur Friedel Münch ist mittlerweile 86 Jahre alt geworden.
Der legendäre Rennfahrer und Konstrukteur Friedel Münch ist mittlerweile 86 Jahre alt geworden.

Aber seine gewaltigen Motorräder sind und bleiben unvergessen. Der Minister der Justiz, für Integration und Europa und stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn ehrte den großen Veteranen des Motorradbaus mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande. Friedel Münch nahm die Auszeichnung in der Seniorenresidenz Elisabeth Selbert in Altenstadt im Herzen der Wetterau entgegen, wo er heute mit seiner Frau Lieselotte lebt.
„Als Oberstufenschüler der Augustinerschule in Friedberg haben wir einen Klassenausflug ganz bewusst nach Ockstadt zu Friedel Münch gemacht. Fasziniert haben wir Jungs und die Maedels den begeisterten Worten Friedel Münchs zugehört. Sie waren ein Idol meiner Jugendzeit“, bekannte Justizminister Jörg-Uwe Hahn: „Ihr Name ist mit großer Motorradgeschichte verbunden. Der Name Friedel Münch steht nicht nur für Mut, schnelle Rennen und starke Motoren. Friedel Münch steht für Erfindergeist, für Konstruktion, für Erfindergeist, für Genialität.“ Minister Hahn berichtete, wie fasziniert er als Jugendlicher gelesen habe, dass ein Konstrukteur den Motor eines NSU Prinz TT in ein Motorrad eingebaut habe. „Der Prinz TT war damals mit sagenhaften 55 PS ein Symbol für Kraft und Schnelligkeit. Ihm verdanken wir die Münch-Mammut. Sie war das größte, schwerste, schnellste und teuerste Zweirad der Welt. Davon haben wir Jungs geträumt. Ein solches Motorrad zu fahren, das wär’s gewesen. Heute darf ich den Mann ehren, der es gebaut hat. Hessen ist stolz auf seinen Friedel Münch.“
„Sein Name ist verbunden mit einem weiteren, legendären Motorradmarke. Es war die Firma Horex, die ihn 1954 in ihre Versuchs- und Rennabteilung übernahm. Friedel Münch konstruierte, verbesserte, verfeinerte. Er entwickelte eine völlig neue Trommelbremse, die ersten Grußräder, die erste Benzineinspritzung und den ersten Turbolader am Motorrad“, erinnerte der stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn: „Friedel Münch war Rennfahrer, Erfinder, Techniker, Unternehmer. Das besondere an ihm war, er hatte Erfolg. Aber er hat auch Niederlagen erlebt und immer wieder eisernen Willen gezeigt. Auch einen Schlaganfall hat er weggesteckt und wieder laufen gelernt. Friedel Münch hat sich nie unterkriegen lassen.“
Die Wunderwerke des Friedel Münch sind heute im Technikmuseum in Speyer zu bewundern.
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