Zensus Ergebnis: Fast 6.000 Wetterauer weniger

Wetterau

Parallel zu den Zensusergebnissen in Bund und Land müssen auch die Einwohnerzahlen in der Wetterau nach unten korrigiert werden.

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Zum Stichtag des Zensus am 09. Mai 2011 hatte der Wetteraukreis exakt 292.573 Einwohner. Das sind knapp 6.000 oder 1,78 Prozent weniger Einwohner als nach der Fortschreibung der Zahlen aus der letzten Volkszählung von 1987. Danach wurde zum Stichtag 30. Juni 2011 mit 298.429 Einwohnern gerechnet.

Grund für den rechnerischen Verlust sind Lücken in den Melderegistern der Städte und Gemeinden. Dort werden Geburten und Sterbefälle genauso wie Zu- und Fortzüge verwaltet. Lücken entstehen insbesondere dadurch, dass nicht alle Um- und Fortzüge den kommunalen Behörden gemeldet werden. „Der rechnerische Durchschnittsminderung in der Wetterau entspricht vom Niveau her dem auf Bundes- und Landesebene“, so Landrat Arnold.

Änderungen im Finanzausgleich

Die Einwohnerzahlen sind vor allem für die kommunalen Finanzen wichtig, weil die Zuweisungen aus dem kommunalen Finanzausgleich sich unter anderem nach der Zahl der Einwohner richten. „Für den Wetteraukreis als Ganzes rechne ich allerdings nicht mit großen Veränderungen, weil die Gesamtverteilungsmasse des Finanzausgleichs im Prinzip erst einmal gleich bleibt. Insofern sollte das für die Kommunen zuständige Land die Gelegenheit nicht dazu nutzen, an dieser Schraube zu drehen“, warnte Landrat Arnold.

Allerdings gibt es innerhalb der 25 Städte und Gemeinden im Wetteraukreis erhebliche Unterschiede. Am gravierendsten sind sie an den Beispielen der Stadt Butzbach und der Gemeinde Rockenberg zu sehen: In Butzbach hat an die Zahl der Einwohner um 4,2 Prozent oder 1.048 zu hoch geschätzt, während in Rockenberg 162 Bürgerinnen und Bürger bislang nicht in den Melderegistern auftauchten (plus 3,97 Prozent).

Gravierende Änderungen gab es auch in Bad Nauheim mit minus 1.001 Bürgern (minus 3,2 Prozent), Nidda minus 699 (minus vier Prozent), Karben minus 637 (minus 2,9 Prozent), Friedberg minus 643 (minus 2,3 Prozent), Bad Vilbel minus 565 (minus 1,8 Prozent) und Rosbach minus 454 (minus 3,7 Prozent).

„Neubürger“ konnten Florstadt plus 128 (plus 1,5 Prozent), Gedern 74 (plus ein Prozent), Hirzenhain 78 (plus 2,8 Prozent), Münzenberg 93 (plus 1,7 Prozent), Niddatal 87 (plus ein Prozent), Ranstadt 17 (plus 0,35 Prozent) verzeichnen. Den genauesten Datensatz hatte übrigens die Stadt Ortenberg, die vier Bürgerinnen und Bürger mehr in den Melderegistern führte als der Zensus ergab = -0,04 Prozent.

Nach den Ergebnissen des Zensus lebten am 09. Mai 2011 143.100 männliche und 149.470 Personen weiblichen Geschlechts in der Wetterau. Mit 22.700 lag der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung bei 7,76 Prozent. Die Fortschreibung zum 30. Juni 2012 auf der Basis der Zensusergebnisses zeigt aber schon wieder einen Aufwärtstrend. Danach lebten Mitte des vergangenen Jahres 293.311 Menschen (plus 738 gegenüber Zensuszahlen) in der Wetterau

Migrationshintergrund

Fast jeder fünfte Einwohner des Wetteraukreises (54.700 Menschen) wies einen Migrationshintergrund auf. Der liegt dann vor, wenn eine Person oder mindestens ein Elternteil der Person eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen oder nach 1955 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugewandert sind. 37,3 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund stammt aus einem der anderen 26 EU-Staaten. 35,6 Prozent aus einem sonstigen europäischen Staat.

Religionszugehörigkeit

Erstmals seit der letzten Volkszählung liegen nun auch wieder aktuelle Ergebnisse zur Religionszugehörigkeit vor. Mit 138.910 Personen oder 47,5 Prozent bildeten 2011 die Mitglieder der evangelischen Kirche die größte Gruppe unter den Religionsgemeinschaften. Der katholischen Kirche gehörten 61.770 Personen oder 21,1 Prozent der Bevölkerung an. 91.890 Menschen oder knapp 32 Prozent der Bevölkerung rechnen sich keiner oder anderen Religionen zugehörig.

Erwerbstätigkeit

In der Wetterau werden 151.040 Erwerbspersonen gezählt. Davon sind allerdings 6.160 derzeit erwerbslos. Interessant ist die Zahl von 5.060 Erwerbspersonen im Alter von 65 und mehr. Der größte Anteil der Erwerbstätigen arbeitet im Dienstleistungsbereich, nämlich 111.190 vor den produzierenden Betrieben mit 36.330. Im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sind noch 2.250 Menschen erwerbstätig.

Schulabschluss

Beim Schulabschluss hat sich eine deutliche Tendenz zum höheren Bildungsweg gezeigt. In der Gesamtzahl ist zwar der Haupt- und Volkschulabschluss noch immer die größte Einzelposition mit 87.670, wovon allerdings fast die Hälfte auf die Menschen über 65 Jahre fällt.

In der Altersklasse der 30- bis 49-Jährigen haben 33.270 die Hochschul-/Fachhochschulreife, 29.740 die Mittlere Reife oder einen gleichwertigen Abschluss, 17.800 den Haupt- /Volksschulabschluss und 3.190 sind ohne Schulabschluss. Bei dem höchsten beruflichen Abschluss überwiegt mit großem Abstand eine berufliche Ausbildung von mindestens einem Jahr (144.370). Allerdings haben auch 68.340 Menschen keinen beruflichen Ausbildungsabschluss; davon immerhin rund 40.000 unter 50 Jahre. 36.440 Wetterauer verfügen über einen Hochschulabschluss.

Detaillierte Informationen zur Bevölkerungsstruktur gibt es auf der Homepage des Hessischen Statistischen Landesamtes unter www.statistik-hessen.de oder www.zensus2011.de

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