Die Vorwürfe des Vereins Pro Wildlife aus München gegen die Veterinärbehörde des Wetteraukreises sind haltlos und beruhen vor allem auf der Grundeinstellung des Vereins, der das Halten von Elefanten in Zoos oder Zirkussen prinzipiell ablehnt.
„Diese grundsätzliche moralisch-ethische Frage ist aber nicht von der Veterinärbehörde des Wetteraukreises oder dem Landrat zu beantworten, sondern von der Rechtssprechung und dem Gesetzgeber“, so Landrat Arnold, der persönlich Verständnis für die Haltung der Tierschützer hat. Im Internet gibt es darüber eine leidenschaftliche Diskussion, ob die Haltung von Elefanten in Zoos und Zirkussen artgerecht sein kann oder Tierquälerei darstellt.
„Im Falle des in Estland verstorbenen Elefanten Mädi stelle ich zunächst einmal fest, dass dem Hinweis auf einen kranken Elefanten sofort und unverzüglich von meinem Veterinäramt nachgegangen wurde. Die Tatsache, dass der Besuch angekündigt wurde, hat etwas mit den Örtlichkeiten zu tun. Man kommt schlichtweg nicht in das abgesperrte Areal hinein, wenn man nicht angekündigt ist. Zwischen dem Anruf und dem Besuch lagen nur zehn Minuten. In dieser Zeit ist ein ausgewachsener Elefant nicht zu verstecken, auch nicht auf dem großen Zirkusareal“, erläutert Landrat Arnold.
„Tatsache ist, der Elefant wurde nicht auf dem Gelände vorgefunden. Ob sich der Elefant überhaupt im Besitz der Zirkusfamilie befand ist noch zu klären. Wir werden insbesondere diesem Sachverhalt sehr intensiv nachgehen.“, so Arnold zum aktuellen Stand der Ermittlungen.
„Da ein Fehlverhalten des Veterinäramtes nicht zu erkennen ist, habe ich kein Verständnis für die Anschuldigungen von Pro Wildlife und weise sie deutlich zurück“, so abschließend Landrat Arnold.
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