Um 14:25 Uhr gingen heute (Dienstag, 19. August) in Bad Nauheim und Friedberg die Lichter aus.
Um 14:25 Uhr gingen heute (Dienstag, 19. August) in Bad Nauheim und Friedberg die Lichter aus.
Betroffen waren neben den Kernstädten die Stadtteile Friedberg Fauerbach und die Bad Nauheimer Stadtteile Nieder Mörlen und Schwalheim. Ursache hierfür war ein sogenannter ‚doppelter Erdschluss’ der für einen kompletten Stromausfall sorgte.
Hintergrund waren Bauarbeiten am Umspannwerk der OVAG bei der Warth. Deshalb wurde die Stromversorgung der beiden Wetterauer Städte auf das Umspannwerk in Friedberg Fauerbach gelegt. Dabei kam es dann zu einem sogenannten ‚Erdschluss’, das bedeutet, dass eines der drei 20.000 Volt führenden Kabel einen Erdkontakt hatte. Ob das an einem defekten Kabel oder durch eindringende Feuchtigkeit geschehen ist, muss noch geklärt werden. Normalerweise ist so ein einzelner Erdschluss nur eine Fehlermeldung für den Stromversorger, ohne dass die Kunden davon etwas bemerken. Dann aber gab es einen zweiten Erdschluss, woher dieser gekommen ist, muss noch mithilfe eines Kabelmesswagens ermittelt werden. Dieser doppelte Erdschluss führte schließlich zu einem Ausfall des versorgenden Umspannwerkes. Danach mussten aufwändige Arbeiten zur Sicherung der Stromversorgung auf anderem Wege müssen getroffen werden.
In der Zwischenzeit ist der Katastrophenschutz in der Wetterau aktiv geworden. Der Krisenstab des Katastrophenschutzes unter Leitung von Landrat Arnold wurde einberufen und neben dem kreiseigen großen Notstromaggregat vier weitere aus den Nachbarkreisen zum Bereitstellungsraum nach Bad Nauheim beordert. „Das alles ging sehr schnell, binnen einer Stunde hätten wir die Stromversorgung der Bad Nauheimer und der Friedberger Kliniken wirksam und sicher gewährleisten können, über die bestehenden Notstromversorgung hinaus“, sagte Landrat Joachim Arnold.
Um 16:48 Uhr gab dann die OVAG Entwarnung „Die Stromversorgung ist sichergestellt!“, die Kräfte des Katastrophenschutzes mussten zum Glück nicht eingesetzt werden. „Es ist aber gut zu wissen, dass die Stromversorgung für die Kliniken im Ernstfall sichergestellt werden kann“, so abschließend Landrat Arnold.
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