In einer bunten Festveranstaltung hat Landrat Joachim Arnold am Montag (3. November) die Naturfreunde Ober-Mockstadt mit dem Umweltschutzpreis des Wetteraukreises 2014 ausgezeichnet.
„Ihr Verein wurde zwar erst vor fünf Jahren gegründet, kann aber heute schon auf eine beachtliche Zahl an Mitgliedern sowie zahlreiche Aktionen zurückblicken“, sagte Landrat Arnold an die Vorsitzende Christiane Meub gewandt. „Das Besondere an dem Verein ist die breite Mitgliederschaft, die vom Knirps bis zum Senior reicht, und alle werden bei den Aktivitäten mitgenommen“, so Arnold.
Eine Belobigung für drei Jahrzehnte lange Engagement wurde Jürgen Lerch zuteil, der sich für Ausbau und Verbesserungen bei Bus und Bahn einsetzt. "Mit Beharrlichkeit und Ausdauer haben Sie Verbesserungen für die Fahrgäste des ÖPNV bewirken können", lobte Arnold. Beispielsweise verbesserte Taktungen von Anschlusszügen oder die Ausstattung von Triebwagen mit Toiletten wurden genannt. Mit dem Umweltschutzpreis und der Belobigung wurde somit inhaltlich ein breiter Bogen zwischen verschiedenen Themenfeldern des Umweltschutzes geschlagen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Musikschule Friedberg.
Artenschutz um seiner selbst Willen
Nach der Begrüßung durch Landrat Arnold stellte Dr. Volkmar Wolters, Professor für Tierökologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, die Frage, warum Arten überhaupt geschützt werden müssten. Statt mit Bildern possierlicher Tiere aufzuwarten, begründete Professor Wolters den Artenschutz mit einem Tausendfüßler. „Alle Arten erbringen im Netzwerk Natur, ihre unverzichtbare Leistung. Sie zersetzen und bestäuben und dienen anderen Tieren zur Nahrung; aber auch um ihrer selbst willen müssten Arten geschützt werden, unabhängig von ihrem Nutzwert für den Menschen“, forderte der Laudator und erntete damit den Beifall im gut gefüllten Plenarsaal des Friedberger Kreishauses. Im Anschluss an die offizielle Preisverleihung lud Landrat und Umweltdezernent Arnold zu einer Talkrunde ein. Neben der Leiterin der Fachstelle Naturschutz und Landschaftspflege, Eva Langenberg, diskutierten Preisträgerin Christiane Meub und Jürgen Lerch auf den beiden Sofas in dem Raum, in dem sonst das Wetterauer Parlament tagt.
In entspannter Atmosphäre wurde so viel über Aktivitäten und Beweggründe der Geehrten deutlich. Zum Schluss durften die Preisträger sich etwas von Landrat Arnold wünschen. Christiane Meub wünschte sich, dass der Landrat auf die Landwirtschaft einwirke, dass diese die Feldränder nicht mehr bis zum Weg beackern. Jürgen Lerch, Mitglied im Fahrgastverband Pro Bus und Bahn e.V., wünscht sich von Landrat Arnold zusätzliche Initiativen für den Ausbau der S 6.
Foto (von links): Landrat Joachim Arnold, Christiane Meub, Jürgen Lerch und Eva Langenberg.
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