Karben: Neues Jahr, neue Enkeltrickanrufe

Wetterau

Auch im neuen Jahr versuchen sogenannte Enkeltrickbetrüger wieder durch fingierte Anrufe Geld zu ergaunern.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

Am Dienstagmittag meldete sich ein Anrufer bei einer 66 - Jährigen in Karben. Der Anrufer wollte offenbar vortäuschen, dass er ein Verwandter ist. Als die Frau weiter nachfragte, gab der Anrufer an, dass er sich verwählt habe.

Der Enkeltrick, der am Dienstag in Karben offensichtlich angewandt wurde, ist ein bundesweites Phänomen, das oftmals durch überörtliche Täter begangen wird. Die Betrüger durchsuchen dazu meist Telefonbücher und halten Ausschau nach "altmodischen" Vornamen. In dem Telefonat täuschen sie geschickt ein verwandtschaftliches Verhältnis vor. Sie schildern anschließend eine Notlage und bitten um finanzielle Hilfe. Hat die Seniorin oder der Senior das Geld nicht parat, wird sie / er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen. Noch während des Telefonates erklären die angeblichen Verwandten, dass sie das Geld nicht abholen können und kündigen einen Freund oder eine Freundin an. Meistens werden die Opfer schon auf dem Weg zum Bankinstitut und bei der Abhebung des Geldes von Mittätern des Anrufers beobachtet. Die Betrüger vergewissern sich dadurch, dass die Senioren das Geld auch tatsächlich abheben und nicht zu lange mit Bankmitarbeitern sprechen. Die Übergabe findet unmittelbar danach meistens an der Haustür oder einem vereinbarten Treffpunkt statt. Die Polizei wendet sich nochmals mit verschiedenen Präventionstipps an vermeintliche Opfer:

a) Reagieren Sie mit Misstrauen, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben.

b) Stellen Sie gezielte Fragen an den Anrufer, die auch nur der "richtige" Anrufer Ihnen beantworten kann.

c) Verständigen Sie andere Familienangehörige und schildern Ihnen den Anruf.

d) Rufen Sie nicht die vom angeblichen Verwandten mitgeteilte Rufnummer zurück.

e) Fremden, die als Vertrauenspersonen angeblicher Verwandter kommen, niemals Geld aushändigen.

f) Anzeigen erstatten und Polizei verständigen, auch wenn  man schon auf den Enkeltrick hereingefallen ist.


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