„Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“

Wetterau

Am heutigen Vormittag eröffnete Landrat Arnold gemeinsam mit der Wetterauer Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl die Ausstellung „Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen“, die bis zum 30. Januar 2015 im Friedberger Kreishaus gezeigt wird.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis

Im Beisein von Bürgermeistern aus Nidda und Echzell, Hans-Peter Seum und Wilfried Mogk, den Ersten Stadträten aus Nidda und Reichelsheim, Reimund Becker und Dieter Falzmann, Vertretern der Antifaschistischen Bildungsinitiative (Antifa-BI) sowie des Kreisschülerrates, eröffnete Landrat Joachim Arnold die Ausstellung mit den Worten: „Das ist eine wichtige Ausstellung  zur richtigen Zeit.“

Die zunehmenden Flüchtlingszahlen in Deutschland, allein in die Wetterau sollen dieses Jahr weitere 1200 bis 1500 Flüchtlinge kommen, und die Reaktionen von PEgidA  und die lautstarken Prototeste gegen die Erstaufnahmeeinrichtung in Büdingen, machten es umso notwendiger, die „Grundwerte“ Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Willkommenskultur energisch zu betonen und zu verteidigen. „Seit über 70 Jahren herrscht nun Frieden und Wohlstand in unserem Land. Diese sind eng mit unseren Grundwerten verknüpft. Sie sind jedoch nicht selbstverständlich und müssen immer wieder neu mit Leben gefüllt werden. Ich würde mich deshalb freuen, wenn möglichst viele Menschen, gerade auch die jungen, sich diese Ausstellung ansehen und sich über das Thema ‚Demokratie stärken – Rechtsextremismus‘ bekämpfen informieren“, so Landrat Arnold.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Demokratie ausgehöhlt wird“

Die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl, auf deren Initiative hin die Ausstellung im Kreishaus gezeigt wird, freute sich über die Ausstellungseröffnung: „Der Wetteraukreis verdeutlicht mit dieser Ausstellung, dass Rechtsextremismus auch auf kommunaler Ebene bekämpft werden muss.“ Die massive Kritik gegen das Erstaufnahmelager in Büdingen und die Erfolge von PEgidA verdeutlichten, dass es ein rechtes Weltbild auch „in der Mitte der Gesellschaft“ gebe. Deshalb müsse man sich immer wieder klar gegen Rechtsextremismus positionieren. „Gemeinsam müssen alle demokratische Kräfte verhindern, dass unsere Demokratie ausgehöhlt wird“, so Gnadl. Andreas Balser von der Antifa-BI nutzte die Gelegenheit auf eine Informationsveranstaltung zur Erstaufnahmeeinrichtung in Büdingen am 26. Januar hinzuweisen. Der Kreisschülersprecher Marius Mundhenk kündigte eine Demonstration am 8. Februar an. Dort werden die Wetterauer Schülerinnen und Schüler für Weltoffenheit und Toleranz auf die Straße gehen.

Zur Ausstellung: Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ wird in der Zeit vom 19. bis 30. Januar 2015 im Foyer (Gebäude B) des Friedberger Kreishauses zu den regulären Öffnungszeiten, montags bis mittwochs 7.30 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr gezeigt. Auf 16 Ausstellungstafeln weist die Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung auf die Gefahren hin, die vom Rechtsextremismus für die Demokratie und die Menschenrechte ausgehen. Sie informiert über die verschiedenen Facetten der Demokratie   sowie über den Rechtsextremismus mit einem speziellem Fokus auf die Entwicklungen in Hessen.

Foto: Landrat Joachim Arnold, , Rieke Thomas und Andreas Balser von der Antifa-BI, Lisa Gnadl MdL, Thomas Gniza von der Antifa-BI, Kreis-Schulsprecher Marius Mundhenk, Bürgermeister Wilfried Mogk, Bürgermeister Hans-Peter Seum, Erster Stadtrat Reimund Becker und Erster Stadtrat Dieter Falzmann.


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