Zahlungsunwillige Väter werden in die Pflicht genommen

Wetterau

Knapp 600.000 Euro hat sich der Wetteraukreis im vergangenen Jahr von Vätern zurückgeholt, die ihrem Unterhalt nicht nachgekommen sind.

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Mit der Rückholquote nimmt der Wetteraukreis einen Spitzenplatz in Hessen ein. „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“, heißt ein altes Sprichwort. Das trifft nicht nur auf die Erziehungsarbeit zu, sondern mitunter auch auf die Zahlung von Unterhalt, wenn Vater und Mutter nicht mehr zusammenleben.

„Unterhaltszahlungen für die eigenen Kinder sollten eigentlich selbstverständlich sein“, findet Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Helmut Betschel; dennoch bleibe in vielen Fällen diese Zahlung aus. Die Gründe dafür seien vielfältig. Manchmal fehlt es schlicht an den finanziellen Möglichkeiten, nicht selten aber drücken sich Väter vor ihrer Verantwortung, obwohl sie Unterhalt zahlen könnten. Um den Unterhalt der Kinder sicherzustellen, zahlt der Sozialhilfeträger aus Steuergeldern des Unterhaltsvorschusses an den allein erziehenden Elternteil. Im vergangenen Jahr waren das knapp zwei Millionen Euro; ein Drittel davon hat sich der Wetteraukreis im vergangenen Jahr von säumigen Vätern wieder zurückholen können.

„Das ist ein Erfolg, den ich auf das sehr große Engagement und das hohe fachliche Wissen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückführe“, lobt Sozialdezernent Betschel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Jugend und Soziales. „Die Jugendämter sind verpflichtet, den Unterhalt bei denjenigen Vätern, die ihn auch bezahlen können, zurückzuholen. Väter sind verpflichtet, auch finanzielle Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen, auch wenn sie nicht mehr zusammenleben. Sie können nicht erwarten, dass dies die Allgemeinheit durch Steuerzahler für sie übernimmt. Wir sind deshalb bestrebt, den Unterhaltsvorschuss bei säumigen Elternteilen wieder einzufordern“, so der Sozialdezernent.

„Dem Wetteraukreis gelang es mit einer Rückholquote von knapp 30 Prozent nun bereits zum vierten Mal in Folge, die hessenweit als Zielmarke gesetzten 20 Prozent deutlich zu überspringen. In den Jahren 2008 bis 2014 konnten so rund 3,2 Millionen Euro von säumigen und zahlungsunwilligen Elternteilen zurückgeholt werden. Im Vergleich mit anderen Kommunen in Hessen ist dies ein hervorragendes Ergebnis, das uns einen Spitzenplatz unter den hessischen Landkreisen sichert“, so abschließend Erster Kreisbeigeordneter Betschel.


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