Von einem unschönen Ende einer Reise in die Tschechische Republik kann ein 37-jähriger Bad Vilbeler berichteten.
Gestern erstattete er Anzeige bei der Polizei, nachdem er am Sonntag bei Prag Betrügern auf den Leim gegangen war. "Autobahngold" ist das Stichwort unter dem die Betrugsmasche umgangssprachlich bekannt ist. An einer Autobahnraststätte, an Anschlussstellen oder auf vielbefahrenen Bundesstraßen steht am Straßenrand ein PKW, dessen Insassen sich auf den ersten Blick in einer Notlage befinden.
Hilfsbereite Verkehrsteilnehmer halten an, oder werden angehalten, und bekommen eine mitreißende Geschichte erzählt. Findet dies dann noch an einem Urlaubsort mit entsprechender Grundstimmung des avisierten Opfers statt, dann kommt es schnell zu einem Diel, der schlicht als Betrug bezeichnet werden muss. Dem Opfer wird ein minderwertiges Metall, lackiert und mit einem falschen Stempel - um einen hochwertigen Eindruck zu vermitteln, gegen direkte Zahlung von Bargeld angeboten. So sind die Täter angeblich wieder flüssig, um sich selbst aus ihrer Notlage zu befreien. Doch der veräußerte Schmuck ist so gut wie wertlos, billige Ramschware die auch aus dem nächsten Kaugummiautomat sein könnte. Ganze Banden haben sich auf diese Betrugsform organisiert, die sie in verschiedenen Abwandlungen immer wieder durchführen. Eines ist ihnen allen gemein: Der Käufer macht richtig Miese. Oft sind es mehrere hundert Euro Bargeld, wie im Fall des Bad Vilbelers.
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