Direkt an der Hauptdurchgangsstraße in Nieder-Wöllstadt ereignete sich am frühen Donnerstagmorgen ein Raubüberfall auf den Mitarbeiter eines Kiosk.
Um 04.50 Uhr stand dieser gerade vor dem Laden in der Frankfurter Straße Ecke Lindenstraße, als plötzlich ein maskierter Täter auftauchte, ihm eine Waffe vorhielt und Geld forderte. Unter erheblicher Gefährdung seiner selbst ging der Kioskmitarbeiter nicht auf die Forderung ein und schüttete stattdessen dem Fremden seinen heißen Kaffee entgegen. Dadurch entwickelte sich ein Gerangel mit dem Täter, der schließlich ohne Beute durch die Lindenstraße zu Fuß die Flucht in Richtung Bahnhof ergriff.
Der Kioskmitarbeiter wurde bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Möglicherweise trug auch der Täter, vor allem am Kopf, Verletzungen davon. Auch eine Verbrühung oder Verbrennung durch den Kaffee kann nicht ausgeschlossen werden. Der Täter wird als etwa 1.75m groß und korpulent beschrieben. Zur Tatzeit trug er einen schwarzen Pullover, eine blaue Jeans, helle Turnschuhe und hatte eine hellblaue Sturmmaske übergezogen. Aufgrund seines Akzentes geht der Überfallene davon aus, dass es sich um einen Mann mit ausländischen Wurzeln handeln könnte.
Die Kriminalpolizei, Tel. 06031-601-0, hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise. Möglicherweise ist der Täter auch weiteren Personen in Nieder-Wöllstadt aufgefallen. Seine durch Kaffee beschmutzte Kleidung könnte einen Anhaltspunkt sein. Insbesondere Pendler am Bahnhof in Nieder-Wöllstadt könnten den Mann - auch ohne Maske - auf seiner Flucht gesehen haben und wertvolle Hinweise zu seiner Person geben. Jede Beobachtung zu dieser frühen Stunde kann für die Ermittler von Bedeutung sein.
Der Kioskmitarbeiter hat durch sein Eingreifen in diesem Fall glücklicherweise nur leichte Verletzungen davon getragen. Da das Verhalten eines Täters nicht berechenbar ist, rät die Polizei grundsätzlich ausdrücklich davon ab, selbst den Versuch zu unternehmen einen Täter in die Flucht zu schlagen. Insbesondere wenn der Täter bewaffnet ist, kann dies lebensgefährlich werden. Erbeutete materielle Güter sind meistens ersetzbar, die eigene Gesundheit einmalig.
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