Landrat Joachim Arnold und Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel haben heute im Rahmen eines Ortstermins das Kasernengebäude in Friedberg besichtigt, das im ersten Quartal 2016 für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden soll.
Landrat Joachim Arnold und Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel haben heute im Rahmen eines Ortstermins das Kasernengebäude in Friedberg besichtigt, das im ersten Quartal 2016 für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden soll.


Wie Sozialdezernent Betschel mitteilte, zogen sich die Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) über Monate hinweg. „Wir hätten gerne schon viel früher angefangen, sind aber froh, dass wir endlich einen unterschriftsreifen Vertrag hatten und jetzt mit den Umbauarbeiten beginnen können.“
Dafür müssen sämtliche Zuleitungen neu gelegt werden. Die Einrichtungen der US-Armee waren unabhängig von der deutschen Strom-, Gas- und Wasserversorgung, auch das Abwasser wurde in eigener Regie geklärt. Eine Heizungsanlage muss ebenso eingebaut werden, wie Küchen und Sozialräume. Der Zustand der Schlafräume hingegen ist recht ordentlich und auch die Sanitäreinrichtungen sind zum Teil in einem guten Zustand. „Hier werden vielleicht Malerarbeiten notwendig sein, die unter Umständen von den Flüchtlingen in Eigenregie gemacht werden können“, gibt sich Kreisbeigeordneter Betschel zuversichtlich. Nach den Worten des Sozialdezernenten investiert der Wetteraukreis knapp 1,5 Millionen Euro für den Kauf und die Sanierung des Gebäudes.
Die Kapazitäten für das Kasernengebäude in Friedberg sind mit etwa 120 Plätzen bei der Zahl der Flüchtlinge, die derzeit in Deutschland Asyl beantragen, sehr gering. „Wir rechnen in diesem Jahr mit bis zu 3.000 Menschen, die wir in der Wetterau aufnehmen müssen. Vor diesem Hintergrund brauchen wir hier noch deutlich mehr Unterkünfte“, so abschließend Sozialdezernent Betschel.
Foto: Toiletten und Duschen sind den Zimmern zugeordnet, drei Personen teilen sich ein Zimmer, so wie einst die US Soldaten auch.
Foto: Die Zimmer in der Kaserne aus den achtziger Jahren sind in einem guten Zustand, davon überzeugten sich von links Landrat Arnold, Erster Kreisbeigeordneter Betschel und Thomas Lori vom Fachbereich Bildung und Gebäudewirtschaft.
Foto: 120 Flüchtlinge sollen in der Kaserne in Friedberg eine Unterkunft finden.
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