Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Helmut Betschel hat dieser Tage die Träger der Freien Jugendhilfe zum Meinungsaustausch ins Friedberger Kreishaus geladen.
Thema war die wachsende Zahl von unbegleiteten minderjährigen Ausländern (umA), die untergebracht und betreut werden müssen. Teilgenommen an dem Gespräch haben Vertreterinnen und Vertreter folgender Organisationen mit denen der Wetteraukreis bisher bei der Unterbringung von umA zusammenarbeitet. Dies sind Schottener Soziale Dienste gGmbH, Caritasverband Gießen, Jugendberatung und Jugendhilfe e.V., Arbeiterwohlfahrt Jugendhilfe Wetterau, Mission Leben, Möwe Jonathan, BBW Südhessen, AWO Hessen/Süd und Projekt PETRA.
Für das vierte Quartal werden dem Wetteraukreis 287 unbegleitete minderjährige Ausländer zugewiesen, eine gleichhohe Zahl wurde für das erste Quartal 2016 vom Land avisiert. Deutlich wurde bei dem Gespräch, dass der derzeitige Betreuungsschlüssel nicht zu halten sei. „Deshalb fordern wir das Land auf, diesen Schlüssel zu verändern“, sagte Sozialdezernent Betschel nach dem Gespräch.
Suche nach pädagogischen Fachkräften
Der Wetteraukreis sucht für die Betreuung von 300 unbegleiteten minderjährigen Ausländern pädagogische Fachkräfte. Gleichzeitig bittet er die Freien Träger der Jugendhilfe, ebenfalls weitere Angebote zu entwickeln, um die Jugendlichen, die hier ohne Eltern und Verwandte alleine in ein fremdes Land kommen, aufzunehmen und angemessen zu betreuen.
Mehr Lehrer für Flüchtlinge gefordert
In diesem Zusammenhang wurde auch an das Kultusministerium appelliert, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, dass diese Jugendlichen auch zur Schule gehen können. „Dafür muss das Land zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer bereitstellen“, so Betschel. Der Wetteraukreis wird in den kommenden Wochen und Monaten Immobilien anmieten und gegebenenfalls auch kaufen, um die Voraussetzungen für den Aufenthalt der unbegleiteten minderjährigen Ausländer zu schaffen.
Foto: Suchen dringend nach pädagogischen Mitarbeitern für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Ausländer. Sozialdezernent Helmut Betschel und die Vertreter der Freien Träger der Jugendhilfe.
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