Kasernen für Flüchtlinge: Landrat greift Vorschlag der BImA auf

Wetterau

Um die gewaltige Aufgabe 1.000 Flüchtlinge binnen kürzester Zeit aufzunehmen und auch längere Zeit menschenwürdig unterzubringen, hat Landrat Joachim Arnold in der vergangen Woche mehrere Kasernengebäude in Friedberg beschlagnahmt.

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Jetzt zeichnet sich eine einvernehmliche Lösung des Konflikts an.

„Mir ging es von Anfang an nicht um Konfrontation, sondern ich wollte eine vernünftige Lösung die sowohl eine menschenwürdige Unterbringung als auch eine möglichst geringe Belastung der Schulen und Sportvereine mit sich bringt. Aus den Erfahrungen mit dem Kauf eines Kasernengebäudes in Friedberg, hatte ich mich entschlossen gleich „Nägel mit Köpfen“ zu machen und die notwendigen Gebäude zu beschlagnahmen und sofort mit der Herrichtung der Liegenschaften zu beginnen. Meine Fachleute haben mir versichert, dass das bei den beschlagnahmten Kasernen binnen vier bis sechs Wochen möglich ist. Dazu sollte man wissen, dass weder das Land noch der Bund, die den Zugriff auf die Gebäude haben, in den letzten Monaten auch nur einen Federstrich getan haben, um die Gebäude für die sich abzeichnende Flüchtlingssituation vorzubereiten. Das ist vor dem Hintergrund der aktuellen Situation absolut inakzeptabel und es belastet die Bürgerinnen und Bürger auf eine völlig unnötige Weise. Ich hätte gerne auf die Nutzung der Sporthallen verzichtet. Weil die Zuweisung der 1.000 Flüchtlinge sehr kurzfristig mitgeteilt wurde, war das leider nicht möglich“, so Landrat Arnold.

Mittlerweile hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Besitzerin der Kasernen signalisiert, dass die Gebäude binnen kürzester Zeit mietzinsfrei zur Verfügung gestellt würden. Landrat Arnold hat darauf sofort reagiert und teilte der BImA mit heutigen Schreiben mit: „Sofern dies zutrifft, bitte ich hiermit, dem Wetteraukreis Gebäude Nr. 4001, 4002 bis 4005, 4006, 4007, 4008 und 4009 auf dem Gelände der früheren US-Kaserne (Ray Barracks) in 61169 Friedberg mietzinsfrei zur Verfügung zu stellen und mir die sonstigen Rahmenbedingungen zu akzeptablen und der aktuellen Situation entsprechenden Konditionen mitzuteilen. Gleichzeitig stelle ich in Aussicht, dass nach erfolgter Prüfung Ihrer kurzfristigen Rückantwort und Annahme Ihres Angebots, die Verfügung über die Beschlagnahme der betreffenden Gebäude sofort zurückgenommen wird.“

Arnold hofft jetzt, dass der von ihm vorgegebene Zeitplan die Flüchtlinge spätestens in sechs Wochen von den Sporthallen in Nidda in die Kasernen nach Friedberg umziehen zu lassen eingehalten werden kann. „Dazu setzte ich auf die volle Kooperationsbereitschaft von BImA und Land, wir sind dazu bereit!“

Foto: Landrat Joachim Arnold, der sich am Sonntag ein Bild von der Lage in Nidda machte. Mit auf dem Foto ist Ulrich Schäfer vom Kreisauskunftsbüro des DRK. Er erläutert Landrat Arnold die Systematik der Registrierung in Nidda mittels nummerierten Armbändern.


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