„Die wünschenswerte kurzfristige Verlängerung der RMV-Schnellbuslinie 260 Königstein – Karben nach Nidderau scheitert an fehlender Kreativität und Flexibilität beim Straßenbau“, so das Fazit von Landrat Joachim Arnold.
Und er betont: „Die Weiterführung in den Main-Kinzig-Kreis wäre eine wichtige Entlastung im Pendlerverkehr im Berufsverkehr. Da aber die Sanierung der K246 zwischen Karben und Nidderau nicht parallel zum Bau der Nordumgehung Karben erfolgt, sondern erst vermutlich 2017, muss diese Maßnahme erst einmal auf Eis gelegt und kann statt 2016 nicht vor 2019 realisiert werden. Im Gegensatz zum Land Hessen und dem Main-Kinzig-Kreis hatte der Wetteraukreis die größtmögliche Flexibilität an den Tag gelegt, um dieses Straßenbauprojekt zeitgleich mit dem Bau der Nordumgehung Karben umzusetzen. Damit hätte die Beeinträchtigung der Pendler deutlich verringert und die Schnellbuslinie zeitnah nach Nidderau verlängert werden können“, skizziert Landrat Joachim, der auch dem Präsidium des RMV angehört, die verpassten Chancen für die Pendlerströme in der südlichen Wetterau.
Bereits im August 2014 hatte der Landrat in einem Schreiben an das Hessische Wirtschaftsministerium gebeten, die Sanierung und den Ausbau der K 246 zwischen Karben und Nidderau parallel zum Bau der Nordumgehung Karben zu ermöglichen. Das Land Hessen stellt für solche Projekte die notwendigen Zuschüsse für den Straßenbau bereit. Diese sind aber derart limitiert, dass für den Wetteraukreis in der Regel in jedem Jahr nur eine Maßnahme zur Förderung angemeldet werden kann.
„Daher hatte ich signalisiert, dass seitens des Wetteraukreises die in unserer Finanzplanung für Straßenbaumittel entsprechend umzuschichten. Hierdurch sollte vermieden werden, dass es nach Freigabe der Nordumgehung Karben zum Verdruss der Verkehrsteilnehmer kommt, denn die nun zeitlich verzögerte Straßenbaumaßnahme führt zu anschließenden zusätzlichen Beeinträchtigungen“, erläutert Arnold und ergänzt: „Notwendig wäre es gewesen, dass der Main-Kinzig-Kreis in gleichem Maße die notwendige Flexibilität an den Tag gelegt und das Land ebenfalls etwas Kreativität gezeigt hätte“.
Dies ist nicht geschehen. „Denkbar wäre Kreativität dergestalt gewesen, meinem Vorschlag zu folgen und wie beim Bau der Südumgehung Rosbach, die Finanzierung zu bündeln und somit den Weg für den Main-Kinzig-Kreis frei zu machen, die Fördermittel für das gemeinsame Straßenprojekt schon 2015 zu erhalten. Das ist von der Hessischen Landesregierung aber einfach vom Tisch gewischt worden“, hebt Landrat Arnold hervor und zeigt die Folgen auf: „Damit ist auch die Option auf Verlängerung der Schnellbuslinie 260 nach Nidderau derzeit nicht umsetzbar, obwohl die beteiligten Städte und Landkreise, sowie der RMV diese Maßnahme begrüßen und alle Gremien dies wünschen“, so Landrat Arnold abschließend.
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