Textilhändler Bailly fordert Sonntagsöffnungen

am 17 April 2020 13:44

Um Auswege aus der Corona-Krise zu finden, die nun immer mehr zu einer Handelskrise wird, hatte sich der Hanauer Textilhändler Michael Bailly an Verbände, die Industrie- und Handelskammern und die Politik an den Standorten gewandt, an denen er seine 18 Filialen betreibt. Mit über 100 Mitarbeitern hat für ihn die Politik die Bereitstellung von KfW Krediten als Unterstützungsmaßnahme vorgesehen, um weiterhin die Liquidität zu sichern und laufende Kosten begleichen zu können. Um verloren gegangene Verkaufstage aufzuholen, brachte Bailly in seinem Schreiben die Idee von Sonntagsöffnungen ein – nicht in üblicher Form, bei der Verkaufssonntage als Frequenzbringer die gesamte Region in die Innenstädte zu ziehen versuchen, sondern als reguläre Verkaufstage, die die Frequenz von sechs auf sieben Tage entzerren.

Schulen starten am 27. April, Kitas bleiben geschlossen

am 16 April 2020 22:22
Schulen starten am 27. April, Kitas bleiben geschlossen

Fünf Wochen ist es her, dass wegen der Corona-Krise mit den Schulschließungen in Hanau eine Zeit der zunehmenden Einschränkungen und Kontaktverbote begonnen hat. Mit großer Erleichterung haben deshalb alle Beteiligten in Hanau die von der Bundesregierung angekündigten und vom Land Hessen am Donnerstagnachmittag präzisierten Lockerungen, die vom 20. April an gelten sollen, aufgenommen. "Vom kommenden Montag an dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmeter wieder öffnen", freut sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky, dass damit nächste Woche auch in der Hanauer Innenstadt ein großer Teil der Ladengeschäfte den Betrieb wieder aufnehmen darf. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde rechtzeitig erlassen. "Wir werden diesen Schritt in eine neue Zeit mit größtmöglicher Großzügig- und Freizügigkeit zu ermöglichen", verspricht der OB und verweist dabei darauf, dass dafür strenge Regeln zu Hygiene und Abstand notwendig sind. Deshalb wird die Anzahl der Kunden, die gleichzeitig im Geschäft sein dürfen, auf eine Person pro 20 Quadratmeter Ladenfläche beschränkt.

Ein wichtiger Baustein in dem Konzept zur Wiederbelebung der Innenstadt ist zudem die ab Montag in Hanau ebenfalls geltende Maskenpflicht. Während Bund und Land es bisher bei einer "dringenden Empfehlung" zum Tragen einer Maske belassen, ist die Brüder-Grimm-Stadt einen Schritt weitergegangen und hat das seit mehr als zwei Wochen geltende Gebot in eine Tragepflicht verschärft. Diese erlaubt es jedoch nach den Worten von OB Kaminsky, die Wiedereröffnung der Geschäfte maximal liberal zu gestalten. "Bei der Bewertung der Verkaufsfläche wird jeder Laden für sich betrachtet", stellt er klar, dass Einkaufszentren wie das Forum nicht als eine Einheit betrachtet werden. Unabhängig von der Größe des Ladens dürfen ab Montag auch Buchhandlungen sowie Fahrrad- und Kfz-Händler wieder öffnen. Auch Eisdielen erhalten die Erlaubnis, vom 20. April an wieder einen Lieferdienst und einen To-Go-Verkauf aufzunehmen. Auch das Kulturforum Hanau dürfte wieder seine Pforten öffnen. Hier müssen allerdings erst noch die genauen Modalitäten geklärt werden. Klar ist nur, dass ein vollumfänglicher Normalbetrieb bis auf weiteres nicht möglich sein wird.

Geschlossen bleiben dagegen vorläufig bis zum 4. Mai auch die städtischen Einrichtungen, die Volkshochschule, die Museen und die Stadtverwaltung. Weiterhin nicht nutzbar sind auch die Spielplätze, Sportanlagen und Schwimmbäder. "Darüber sind wir alles andere als glücklich", so der OB, aber in der Natur von Freizeitanlagen liege es, dass sich dort viele Menschen treffen und weder das Kontaktverbot, das vorläufig bis zum 3. Mai verlängert wurde, noch der Mindestabstand einzuhalten sind. Wie er weiter ausführt, dürfen die jetzt eingeleiteten Lockerungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Corona-Krise nicht vorbei ist und nach wie vor ein hohes Infektionsrisiko besteht. Schrittweise soll nach den Vorstellungen des Landes der Schulbetrieb wieder anlaufen. Dabei starten am 27. April vorerst nur die Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen, die 4. Klassen der Grundschulen sowie der Unterrichtsbetrieb für die Q2 (12. Klasse). Der Abitursjahrgang kehrt nicht mehr in den Unterricht zurück, sondern soll lediglich die mündlichen Prüfungen absolvieren. Analog sollen auch die beruflichen Schulen einen Modus finden. Noch offen ist die Frage, wie mit den Förderschulen umgegangen wird.

Die Kindertagesstätten und Familientagespflege können bis auf weiteres keinen Regelbetrieb aufnehmen. Doch passend zum Schulstart wird durch das Land Hessen hier der Kreis der Anspruchsberechtigten für einen Notplatz in der Kindertagesbetreuung erweitert. Bisher konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben der Daseinsvorsorge, für Polizei und Rettungsdienste, aber auch für die Kliniken und die Pflegeheime einen Notplatz erhalten. Vom 27. April an können alle berufstätigen Alleinerziehenden, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren wollen oder müssen, ihre Kinder zur Notbetreuung anmelden. Wie bisher wird dies zentral über den Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung koordiniert. Unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Bedarfe angemeldet werden. Der Eigenbetrieb prüft jeden Einzelfall und nimmt direkt Kontakt auf. "Es wird eine besondere Herausforderung für uns alle, die Lockerungen jetzt zu genießen und gleichzeitig alle notwendigen Beschränkungen weiterhin zu beachten", nimmt OB Kaminsky jeden einzelnen in die Pflicht, durch sein verantwortungsbewusstes Verhalten einen Beitrag dafür zu leisten, dass die bisher erreichten Erfolge in der Corona-Krise nicht wieder verloren gehen.

18 neue Corona-Tote in Hessen

am 16 April 2020 21:38
18 neue Corona-Tote in Hessen

In Hessen wurden am Donnerstag 18 neue Corona-Tote gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesfälle hat sich damit auf 192 erhöht.

COVID-19 Fallzahlen

am 16 April 2020 21:34
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit1: 2.069.819 (Vergl. 15.04.2020: + 81.676)
Todesfälle weltweit1: 137.193 (Vergl. 15.04.2020: + 10.381)
Bestätigte Fälle in Deutschland2: 130.450 (Vergl. 15.04.2020: + 2.866)
Todesfälle in Deutschland2: 3.569 (Vergl. 15.04.2020: + 315)
Bestätigte Fälle in Hessen3: 6.590 (Vergl. 15.04.2020: + 256)
Todesfälle in Hessen3: 192 (Vergl. 15.04.2020: + 18)

Aufklärung und Hinweise statt Strafen und Sanktionen

am 16 April 2020 21:12
Aufklärung und Hinweise statt Strafen und Sanktionen

Die Stadt Hanau hat sich dazu entschieden, das Tragen einer "Alltagsmaske" vom  20. April an in Hanau zur Pflicht zu machen. Diese gilt überall dort, wo Menschen auf Mitmenschen treffen und die Abstandsregeln möglicherweise nicht eingehalten werden können, wie im Einzelhandel und im ÖPNV, ebenso in Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen. Die Maskenpflicht gilt ausdrücklich nicht im öffentlichen Raum, also auf der Straße. Eine entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt ist in Arbeit. Wichtig hierbei: Auch Tücher, Schals und Stoffstücke, die als textile Barriere fungieren, erfüllen die Kriterien der Maskenpflicht.

"Jede Maske hilft dabei, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Das sagen inzwischen fast alle Experten und bestätigen damit unsere Haltung in Hanau, die wir schon seit mehr als zwei Wochen ausgeben", erläutert Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der am 30. März ein "Alltagsmasken-Gebot" für die Stadt erklärt hatte. Dank der eingeübten Praxis habe sich die Stadt jetzt dazu entschieden, aus der inzwischen auch von Bund und Land dringenden Empfehlung eine Pflicht zu machen. Kaminsky: "Hanau hat sich für eine Maskenpflicht entschieden, weil die schrittweise Öffnung von Geschäften dadurch liberaler gestaltet werden kann." Die Erfahrungen aus Jena, wo bereits seit gut zwei Wochen eine Maskenpflicht gilt, seien überaus positiv, so der Oberbürgermeister. Er betont, dass auch in Hanau auf Aufklärung und Hinweise statt Strafen und Sanktionen gesetzt werde. "Der Großteil der Hanauerinnen und Hanauer hat längst erkannt, dass eine Maske besser schützt als keine Maske. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass sie sich an die Regeln halten werden und so dazu beitragen, dass wir alle schrittweise ins normale Leben zurückkehren können."

Im Folgenden beantwortet die Stadt Hanau Fragen und Antworten zur Maskenpflicht.

Warum führt die Stadt Hanau eine Maskenpflicht ein?
Das Tragen einer Alltagsmaske schützt vor allem unsere Gegenüber. Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion. Wenn eine infizierte Person niest oder eine feuchte Aussprache hat, kann es schnell zur Übertragung kommen. Eine Alltagsmaske hilft, das Risiko zu verringern. Wenn alle eine Alltagsmaske tragen, schützen wir uns alle gegenseitig. Hanau hat sich für eine Maskenpflicht entschieden, weil die schrittweise Öffnung von Geschäften dadurch liberaler gestaltet werden kann. Und weil sie möglicherweise auch dazu beitragen wird, dass die Bürgerinnen und Bürger schrittweise ins normale Leben zurückkehren können.

Ab wann gilt die Maskenpflicht?
Ab Montag, 20. April, gilt in Hanau eine Maskenpflicht.

Wo gilt die Maskenpflicht?
Eine Alltagsmaske muss überall dort getragen werden, wo Menschen auf Mitmenschen treffen und die Abstandsregeln möglicherweise nicht eingehalten werden können, wie im Einzelhandel und im ÖPNV, ebenso in Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen. Die Maskenpflicht gilt ausdrücklich nicht im öffentlichen Raum, also auf der Straße.

Welche Masken dürfen verwendet werden?
Der medizinische Mund-Nasen-Schutz und die FFP2-Masken sind dem medizinischen Bereich vorbehalten. Alltagsmasken können einfach selbst hergestellt werden. Welche Materialien verwendet werden sollten und wie die Herstellung funktioniert, ist auf Seiten wie www.maskeauf.de oder www.menschen-in-hanau.de ganz einfach nachzulesen. Hier gibt es auch verschiedene Modelle, die ohne Nähmaschine hergestellt werden können. Auch Tücher, Schals und Stoff als textile Barriere sind hilfreich und tragen der Maskenpflicht in Hanau genüge.

Wo bekomme ich Alltagsmasken?
Alltagsmasken können ganz einfach aus unterschiedlichen Materialien selbst hergestellt werden, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen. Anleitungen, wie das funktioniert und was dafür verwendet werden kann, finden Sie auf der Seite www.corona.hanau.de, auf www.maskeauf.de oder www.menschen-in-hanau.de. Außerdem werden z.B. auf dem Hanauer Wochenmarkt Alltagsmasken verkauft.

Verteilt die Stadt Hanau Alltagsmasken?
Nein, nur im Ausnahmefall. Alltagsmasken können ganz einfach aus unterschiedlichen Materialien selbst hergestellt werden, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen. Anleitungen, wie das funktioniert und was dafür verwendet werden kann, finden Sie auf unserer Seite www.corona.hanau.de oder www.maskeauf.de und  www.menschen-in-hanau.de. Auch Tücher, Schals und Stoff als textile Barriere sind hilfreich und tragen der Maskenpflicht in Hanau genüge. Wer sich nicht selber mit einer Maske versorgen kann, kann im Notfall Kontakt zum Bürgertelefon der Stadt Hanau unter der Nummer 06181/67660-2001 aufnehmen.

Was bedeutet die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr?
Die Maskenpflicht gilt ab Montag, 20. April, im gesamten Netz der Hanauer Straßenbahn AG, sowohl in Bussen als auch in Anruf-Sammeltaxis. Bezüglich der Regionalbus-Linien, die nach Hanau verkehren, appelliert die Stadt Hanau auf politischer Ebene an den RMV, das Tragen von Alltagsmasken in allen Verkehrsmitteln im Verbundbereich verpflichtend zu machen. Stadtrat Thomas Morlock sagt dazu: "Mund-Nasen-Schutz in Bussen, Bahnen und Anruf-Sammeltaxen ist unabdingbar, wenn der ÖPNV seiner Funktion als umweltfreundliches und die Verbreitung des Corona-Virus vermeidendes Verkehrsmittel gerecht werden will. Mit der Wiedereröffnung von Geschäften und dem später einsetzenden Teilschulbetrieb nehmen die Fahrgastzahlen und damit das dichtere Beisammensein in Bussen und Bahnen automatisch zu, so dass die Abstandsregel von anderthalb Meter dann nicht mehr umzusetzen ist. Daher ist das verpflichtende Tragen einer Alltagsmaske unabdingbar, damit der ÖPNV seine zunehmend wichtige Bedeutung für die Mobilität nicht verliert und wir einem Umstieg der Kunden zum motorisierten Individualverkehr vorbauen."

Wird die Maskenpflicht in den Bussen kontrolliert?
Ja, die Stadt Hanau setzt dabei auf Aufklärung und Hinweise.

Muss ich eine Alltagsmaske dabei haben, um in den Bus gelassen zu werden?
Ja, Busfahrende sollten eine Alltagsmaske mitführen und sie sich vor dem Einstieg aufziehen. Im Bus wird aus organisatorischen und finanziellen Gründen kein Verkauf stattfinden. Dabei reichen selbstgenähte Masken, aber auch Tücher, Schals oder Stoff als textile Barriere aus.

Gilt die Maskenpflicht auch in Arbeitsstätten?
Nein, hier gilt das vom Land Hessen geforderte Hygienekonzept, das alle Arbeitgeber erstellen sollen. Die Fürsorgepflicht liegt hier beim Arbeitgeber.

Gilt die Maskenpflicht auch für Schulen?
Hier ist die Regelung des Kultusministeriums abzuwarten. Hessens Schulen öffnen voraussichtlich nicht vor Montag, 27. April.

Gilt die Maskenpflicht auch in Kitas?
Hier sind die Hygienevorschriften durch die Kita-Leitung vor Ort sicherzustellen. In der derzeitigen Notbetreuung versuchen die Erzieherinnen und Erzieher, die Kinder spielerisch an das Thema Maske heranzuführen. Grundsätzlich sind Kinder bis zum sechsten Lebensjahr aber von der Maskenpflicht in Hanau ausgenommen. Eltern, die ihre Kinder abholen, müssen aber eine Alltagsmaske tragen.

Welche Strafen folgen bei Nichtbeachtung?
Adressaten der städtischen Allgemeinverfügung sind die Einzelhändler und Institutionen, Ärzte etc. Diese müssen sicherstellen, dass die angeordnete Maskenpflicht eingehalten wird. Wenn es mit Einsicht nicht funktioniert, ist das Nicht-Einhalten der unabdingbaren Regel Stück für Stück schärfer zu ahnden. Grundsätzlich gilt: Wir appellieren an alle Hanauerinnen und Hanauer, dort, wo die Abstandsregeln möglicherweise nicht eingehalten werden können (z.B. im Einzelhandel, im ÖPNV, in Arztpraxen und in öffentlichen Einrichtungen), eine Alltagsmaske zu tragen.

Welche Rechtsform fordert die Maskenpflicht?
Die Maskenpflicht wird in Form einer städtischen Allgemeinverfügung in Kraft gesetzt.

Was ist mit Asthmatikern und anderen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können?
Asthmatiker und weitere Menschen mit Atemwegserkrankungen oder anderen Handicaps, denen das Maskentragen nicht möglich ist, müssen keine Alltagsmasken tragen. Eine entsprechende Bescheinigung erhalten diese Menschen vom Bürgerservice auf Anfrage.

Müssen auch Babys und Kleinkinder eine Alltagsmaske tragen?
Nein, Babys und Kleinkinder müssen keine Alltagsmaske tragen. Kinder unter sechs Jahren sind von der Pflicht entbunden.

Herrscht Maskenpflicht auch beim Arzt?
Ja. Auch hier gilt: andere durch das Tragen einer Alltagsmaske schützen und damit auch sich selber.

Welche Stadt erhebt noch eine Maskenpflicht? Welche Erfahrungen wurden gesammelt?
Bekannt ist die Stadt Jena, die seit gut zwei Wochen eine Maskenpflicht hat und damit sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Verstöße mussten dort bislang nicht geahndet werden, Belehrungen und Ermahnungen haben ausgereicht. Darauf setzt auch die Stadt Hanau. Der Kreis Nordhausen hat zudem eine Maskenpflicht im ÖPNV verfügt.

Muss ich trotz Maskenpflicht weiterhin Abstand halten und Hände waschen?
Ja, weiterhin gelten der Mindestabstand von 1,5 Metern und Hygienemaßnahmen, wie Händewaschen. Die Maskenpflicht ist lediglich eine Ergänzung.

Dürfen Menschen ohne Alltagsmaske ab Montag nicht mehr in den Supermarkt?
Ja, ausgenommen sind nur Menschen, die von der Maskenpflicht befreit sind und eine entsprechende Bescheinigung vorweisen können.

Wer näht Alltagsmasken? Wie geht das?
Für Versierte haben wir eine Nähanleitung auf www.corona.hanau.de. Das Internet bietet weitere Anleitungen, zum Beispiel unter www.maskeauf.de oder www.menschen-in-hanau.de

Worin bestehen Unterschiede zwischen einer medizinischen Mund-Nase- Schutzmaske und Alltagsmasken?
Einfache, selbst hergestellte Alltagsmasken aus Textilien bzw. Zellstoff oder Baumwolle bieten einen passiven Schutz der Umgebung. Sie sind zu unterscheiden vom Mund-Nasen-Schutz, der vor allem in den medizinischen Berufen verwendet wird. Dieser schützt – je nach Zertifizierung – auch davor, den Virus einzuatmen. Diese medizinischen Masken sollten auch den medizinischen Bereichen vorbehalten bleiben, die für die Arbeit dort immens wichtig sind. In Hanau hat der Oberbürgermeister lediglich dazu aufgerufen, eine einfache Alltagsmaske zu tragen, wenn man in der Öffentlichkeit unterwegs ist.

Kann man Alltagsmasken wiederverwenden?
Ja, selbstgemachte textile Alltagsmasken können in der Regel bei 60 oder 90 Grad gewaschen und wieder verwendet werden.

Was sagen WHO und RKI oder andere Wissenschaftler?
Wir halten uns an die Empfehlung der Bundesregierung, die vom RKI und verschiedenen anderen Experten beraten wird. Hiernach wird dringend dazu geraten, eine Alltagsmaske zu tragen.

Warum geht Hanau schärfer vor als der Bund?
Auch Bund und Land raten dringend dazu, Masken im Alltag zu tragen. Da in Hanau – anders als in fast allen anderen deutschen Städten – schon seit 30. März ein Maskengebot gilt und die Menschen nun schon zweieinhalb Wochen Zeit hatten, sich eine Alltagsmaske zuzulegen, hat sich Hanau dank der eingeübten Praxis dazu entschieden, nun diesen Schritt zu gehen, der möglicherweise auch auf Landes- oder Bundesebene folgen wird. Ziel aller ist und bleibt es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Diesem Ziel folgt auch die Stadt Hanau mit ihrer Maskenpflicht.

Gilt die Maskenpflicht auch für den Taxibetrieb?
Ja – zumindest für Fahrgäste. Für den Fahrer gilt sie nicht, weil er gemäß Straßenverkehrsordnung erkennbar sein muss.

Foto: Ein Auswahl an "Alltags-Masken", die die Maskenpficht der Stadt Hanau erfüllen. Quelle: Stadt Hanau/David Seeger

Keine Maskenpflicht für den ÖPNV ist fahrlässig

am 16 April 2020 20:36
Keine Maskenpflicht für den ÖPNV ist fahrlässig

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe unterstützt die von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) für ab Montag angeordnete Maskenpflicht in Ladengeschäften und für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Gleichzeitig kritisiert Raabe, dass in den Beschlüssen der Bundesregierung und Ministerpräsidenten nur auf Freiwilligkeit gesetzt werde. "Die Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ist für den Einzelhandel und die Kunden sicherlich eine gute Nachricht", lobt Raabe grundsätzlich die Beschlüsse. "Ebenfalls positiv bewerte ich, dass nun "dringend empfohlen" wird, einfache Mund-Nasen-Masken ("Alltagsmasken") beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr zu tragen. Das ist nach der falschen Einschätzung, die das Robert-Koch-Institut bis Anfang April dazu verbreitet hat und die von Teilen der Bundesregierung und Ministerpräsidenten leider übernommen wurde, ein echter Fortschritt."

Harte Kritik übt Raabe aber angesichts des wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesenen Nutzens des allgemeinen Tragens von Masken an der Freiwilligkeit: "Eine dringende Empfehlung, die auf Freiwilligkeit setzt, greift meiner Ansicht nach zu kurz. Gerade in Großstädten wie Berlin oder Frankfurt werden viele Menschen freiwillig keine Mund-Nasen-Maske tragen. Das birgt insbesondere in Bussen sowie U- und S-Bahnen im Berufsverkehr ein großes Infektionsrisiko, weil es in vollen Abteilen keinen Platz zum Ausweichen und für den notwendigen Abstand gibt. Es ist für mich fahrlässig, dass eine Pflicht zum Tragen von Alltagsmasken nicht mindestens für den ÖPNV beschlossen wurde. Es ist unlogisch, dass einerseits Geschäfte über 800 Quadratmeter, in denen viel Platz für Abstand ist, geschlossen bleiben müssen, während gleichzeitig in vollen U- und S-Bahnen Menschen eng gedrängt ohne Mund-Nasen-Masken andere beim Husten, Niesen oder Sprechen anstecken können."

Raabe unterstützt deshalb die Initiative von Claus Kaminsky: "Es ist gut, dass Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ab Montag für die Bürgerinnen und Bürger seiner Stadt eine Maskenpflicht in Ladengeschäften und für den ÖPNV beschlossen hat. Jeder kann in wenigen Minuten selbst eine Maske herstellen. Wenn alle eine Maske tragen, sind alle besser geschützt. Also: Bitte alle mitmachen!"

Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen in Bad Orb und Hanau

am 16 April 2020 20:26

In drei weiteren Einrichtungen im Main-Kinzig-Kreis hat es Covid-19-Fälle gegeben. Das teilte das Gesundheitsamt am Donnerstag mit, nachdem jeweils eine größere Zahl an positiven Testergebnissen eingegangen ist. Betroffen sind die Reha-Einrichtung MediClin (wir berichteten) sowie das Altenpflegeheim St. Martin in Bad Orb und das Haus St. Elisabeth in Hanau. "In der Einrichtung MediClin ist vergangene Woche zunächst eine Bewohnerin positiv getestet und isoliert worden. Sie musste stationär im Klinikum Fulda aufgenommen werden, erlag am Osterwochenende dann der Krankheit. Ein Test bei einer Person aus dem Personal fiel am Dienstag ebenfalls positiv aus. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt sind in der Reha-Einrichtung daraufhin die Isolationsmaßnahmen verschärft und alle Kontaktpersonen aus den Reihen der Patienten wie auch des Personals auf das Coronavirus getestet worden. Ein größerer Teil der Ergebnisse liegt seit Donnerstagmittag vor: Demnach sind nun insgesamt 13 Menschen – vier Mitarbeiter und neun Patienten – positiv getestet worden. Weitere  Ergebnisse der insgesamt rund 40 Tests stehen noch aus", heißt es nun in einer Pressemitteilung des Kreisgesundheitsamtes.

Das Gesundheitsamt hat Kontaktinformationen von insgesamt 58 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übermittelt bekommen. Diese werden sich größtenteils in häusliche Absonderung begeben müssen. Die Grundversorgung der Patienten soll unter hohen Schutzvorkehrungen weiter gewährleistet sein. Aus Altenpflegeheimen in Bad Orb und Hanau liegen darüber hinaus ebenfalls weitere positive Testergebnisse vor. Eine Person aus der Mitarbeiterschaft sowie zwei Bewohner haben sich in St. Martin in Bad Orb mit dem Coronavirus infiziert. In St. Elisabeth in Hanau sind drei Bewohner betroffen. Durch die schnelle Reaktion des Gesundheitsamts konnten in Zusammenarbeit mit den Häusern jeweils weitere Ausbrüche verhindert werden: Die überwiegende Zahl der Tests der Kontaktpersonen in den beiden Häusern fiel negativ aus.

Zwei Bewohner aus Hanau sowie die angestellte Pflegekraft aus Bad Orb werden im Moment stationär behandelt. Für die Betroffenen und deren Kontaktfeld hat das Gesundheitsamt jeweils Isolationsmaßnahmen angeordnet.

Donnerstag: Drei weitere Tote, 27 neue Coronavirus-Fälle

am 16 April 2020 17:17
Donnerstag: Drei weitere Tote, 27 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag drei weitere Tote sowie 27 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Zwei der Toten wohnten in einer Bad Soden-Salmünsterer Einrichtung, die aufgrund eines Covid-19-Ausbruchs seit vergangenem Freitag unter Quarantäne steht, ein weiterer Toter in Gründau. Die Neuerkrankten kommen aus Hanau (11), Bad Orb (4), Großkrotzenburg, Maintal, Nidderau (je 2), Biebergemünd, Bruchköbel, Linsengericht, Rodenbach, Schlüchtern und Schöneck. Damit ist die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle auf 428 gestiegen. Zieht man die 86 als genesen eingestuften Personen sowie die 17 Sterbefälle ab, sind aktuell noch 325 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden derzeit 50 Personen.

Offenbach: Zahl der positiv Getesteten bleibt bei 59

am 16 April 2020 16:39

Die Zahl der auf Covid-19 getesteten Menschen in Offenbach ist seit Mittwoch nicht gestiegen. Nach wie vor gibt es insgesamt 59 bestätigte Fälle. 15 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich weiterhin vier Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. 17 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 96 Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 24 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher drei Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89 und 102 Jahren, zwei hatten Vorerkrankungen. Unter den genannten Zahlen befinden sich derzeit auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen, die im Krankenhaus behandelt werden. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

Bad Orb: Corona-Ausbruch in Reha-Zentrum

am 16 April 2020 16:24

Im MediClin Reha-Zentrum Bad Orb ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Zehn Patienten sollen laut bisherigen Informationen positiv getestet worden sein, außerdem drei Mitarbeiter. Ein Patient ist bereits am Ostermontag nach einer Verlegung ins Klinikum Fulda verstorben. Laut Kreisgesundheitsamt wurden am Dienstag große Teile der Mitarbeiterschaft und Patienten, die möglicherweise Kontakt hatten, abgestrichen. Von den ersten rund 20 Tests liegen demnach jetzt die Ergebnisse vor, zwölf seien positiv. Laut weiterhin vorliegenden Informationen soll bereits am Ostermontag eine Mitarbeiterin positiv getestet worden sein. In der Klinik soll inzwischen eine Isolationsstation eingerichtet worden sein. Die betroffenen Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne, den positiv getesteten Patienten sollen momentan ohne Symptome sein.

12.661 Betten in hessischen Kliniken frei

am 16 April 2020 16:23

Die Zahl der positiv auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 getesteten Menschen steigt in Hessen weiter moderat an. Ebenso steigt die Zahl der an COVID-19 erkrankten und stationär Aufgenommenen. „Unser wichtigstes gemeinsames Ziel bleibt, die Zahl der Menschen, die schwer erkranken und stationär versorgt werden müssen, so niedrig wie möglich zu halten, damit unser Gesundheitssystem sie alle versorgen kann“, betont der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose.

Übersicht bestätigter SARS-CoV-2-Fälle in Hessen
Die Zahl der bestätigten Infektionen ist hessenweit, Stand 16. April, 14 Uhr, auf 6.590 Personen gestiegen, das entspricht einem Zuwachs von 4 % oder 256 Personen im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Corona-Virus SARS-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg in Hessen auf 192 Personen, das sind 18 Todesfälle mehr als am Vortag.

Überblick Belegungsanzahl COVID-19 in Krankenhäusern
Mit Stand vom 16. April 2020, 11:00 Uhr, sind in den hessischen Krankenhäusern 12.661 Betten frei (stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und Intensiv-Überwachungsbetten). Dies sind 611 Betten weniger als noch am 6. April (13.272). Die Gesamtzahl der COVID-19 Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt bei 917 Patienten, davon sind 253 Personen beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Betten mit Beatmung konnte erneut erhöht werden und liegt jetzt bei 2.187 Betten – 626 mehr als noch am 23. März (1.561 Bestand aller Plankrankenhäuser in Hessen). Derzeit gibt es 844 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern.

Die Basisreproduktionszahl R0
Die Basisreproduktionszahl R0 ist hilfreich, um die mögliche weitere Ausbreitung einer Epidemie einzuschätzen. Diese Maßzahl gibt an, wie viele weitere Menschen im Schnitt von einer einzelnen infizierten Person angesteckt werden. In Hessen liegt diese Zahl aktuell schätzungsweise bei 1,1.

Schneller testen mit der „Pool-Methode“
Bei dem sogenannten „Pool-Test“ handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Abstriche von mehreren Testpersonen zusammen untersucht werden können. Bei einem negativen Ergebnis gilt dies zuverlässig für sämtliche Teilnehmer der Kleingruppe, die zusammen getestet wurde. Ist der „Pool-Befund“ positiv, werden Einzeltests mit allen vorher genommenen Rückstellproben der Kleingruppe durchgeführt. Hierzu spezifiziert Prof. Dr. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie der Uniklinik Frankfurt: „Auch wenn Laborkapazitäten begrenzt sind, bietet die Pool-Testung die Möglichkeit zu einer deutlichen Ausweitung der Tests. Die Testkapazitäten können dadurch mindestens mit dem Faktor zehn gesteigert werden – damit sind deutlich flächendeckendere Tests möglich.“

COVID-19 Fallzahlen

am 15 April 2020 21:18
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit1: 1.988.143 (Vergl. 14.04.2020: + 63.265)
Todesfälle weltweit1: 126.812 (Vergl. 14.04.2020: + 7.046)
Bestätigte Fälle in Deutschland2: 127.584 (Vergl. 14.04.2020: + 2.486)
Todesfälle in Deutschland2: 3.254 (Vergl. 14.04.2020: + 285)
Bestätigte Fälle in Hessen3: 6.334 (Vergl. 14.04.2020: + 155)
Todesfälle in Hessen3: 174 (Vergl. 14.04.2020: + 27)

Hanau führt Maskenpflicht im Einzelhandel und ÖPNV ein

am 15 April 2020 19:39

Die Richtung von Bund und Land ist seit Mittwochabend klar und eröffnet damit auch der Stadt Hanau die Chance, die Einschränkungen für Teile des öffentlichen Lebens auslaufen zu lassen. Entsprechende Grundsatzbeschlüsse durch Bund und Land erlauben solche Lockerungen unter anderem für Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern und damit scheint sicher, dass nächste Woche auch in der Hanauer Innenstadt ein großer Teil der Ladengeschäfte wieder öffnen darf. "Um diesen Schritt in eine neue Zeit mit größtmöglicher Großzügig- und Freizügigkeit zu ermöglichen, sind jedoch strenge Regeln zu Hygiene und Abstand notwendig", kündigt Oberbürgermeister Claus Kaminsky an. Nach seinen Worten will die Brüder-Grimm-Stadt die Interpretationsspielräume so weit wie möglich im Interesse der Einzelhändler auslegen. Dies werde aber nur mit sehr klaren Absprachen und gut durchdachten Schutzkonzepten funktionieren. Dazu gehört neben einer Begrenzung der Personenzahl im Laden und einer Überwachung eventueller Warteschlangen auch die Vorgabe, einen Mundschutz zu tragen. "Die dringende Empfehlung der Bundes- und Landesregierung, sich mit einem Mund-Nasen-Schutz verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll in der Öffentlichkeit zu verhalten, haben wir dahingehend erweitert, dass ab Montag in Hanau jeder, der ein Ladengeschäft betritt, eine solche Behelfs- oder Alltagsmaske tragen muss", präzisiert Kaminsky und ergänzt, dass die Stadt hier auf die guten Erfahrungen zurückgreife, die sie auf dem Hanauer Wochenmarkt mit einem klaren Reglement und strikter Überwachung der geforderten Maßnahmen gemacht habe. Die Maskenpflicht soll darüber hinaus auch im Öffentlichen Personennahverkehr gelten.

"Im Interesse der Wiederbelebung unserer Wirtschaft ist die Öffnung zu diesem Zeitpunkt richtig und konsequent", so der OB und betont, dass trotzdem das oberste Ziel der Gesundheitsschutz bleibe. "Wir müssen weiterhin mit allen Mitteln darum kämpfen, dass die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamt wird", macht er deutlich, dass das Risiko einer Infektion nach wie vor besteht. "Dass wir schrittweise Lockerungen zulassen, darf nicht den falschen Eindruck wecken, dass die Corona-Krise beendet ist." Deshalb begrüßt Kaminsky ausdrücklich, dass die Kontaktsperre bis zum 4. Mai verlängert wurde. Geschlossen bleiben vorläufig bis zum 4. Mai die städtischen Einrichtungen und die Stadtverwaltung. "Wir haben uns entschieden, uns die nächsten zwei Wochen darauf zu fokussieren, den Einzelhandel bei der Wiedereröffnung zu unterstützen, indem wir durch Aufklärung und Begleitung für möglichst hohe Akzeptanz und Verständnis bei der Kundschaft sorgen," erläutert OB Kaminsky die Pläne, die darauf basieren, dass Kundschaft und Einzelhandel von der Notwendigkeit der Schutz- und Hygienekonzepte überzeugt werden.

Das Vorgehen stößt beim Hanau Marketing Verein auf große Zustimmung. Mehmet Kandemir, erster Vorsitzender des HMV, erklärt, eine erste Kurzumfrage unter den Hanauer Einzelhändlern habe eindeutig ergeben, dass man "mit den Auflagen gut leben kann, wenn dafür die Geschäfte wieder geöffnet werden dürfen". Der HMV begrüßt ausdrücklich die Entscheidung der vorsichtigen Lockerung. Dass die Stadt die Durchsetzung der unerlässlichen Vorschriften durch flankierende Maßnahmen erleichtern wird, sorgt für Erleichterung bei den Einzelhändlern des HMV. "Wir freuen uns über jeden Tag, den wir früher damit anfangen können, die Auswirkungen der mehrwöchigen Schließung aufzuarbeiten," erinnert Kandemir daran, dass die Einnahmeausfälle für den Einzelhandel schnell existenziell bedrohlich werden können.

Dass die eingeleiteten Hygiene- und Schutzmaßnahmen eher vertrauensbildend bei der Kundschaft ankommt, davon geht Martin Bieberle, Geschäftsführer der Hanau Marketing GmbH, aus. "Sowohl die Maskenpflicht als auch die Vorgaben für die Anzahl der Kundinnen und Kunden im Ladengeschäft geben ein eindeutiges Signal, dass uns die Gesundheit der Menschen wichtig ist." Er sieht auch in der praktischen Umsetzung kein Problem. "Wir haben in Hanau durch die dringende Empfehlung zur Maske schon sehr frühzeitig einen klaren Kurs vorgegeben, der dazu geführt hat, dass vielerorts selbstgenähte Masken entstehen und angeboten werden." Auch die Schneiderei der Brüder Grimm Festspiele biete samstags auf dem Wochenmarkt regelmäßig wiederverwendbare Baumwollmasken an. "Im Internet gibt es unzählige kreative Ideen, wie man zu einer Maske kommen kann", macht Bieberle darauf aufmerksam, dass im Zweifelsfall ein quadratisches Nickituch und zwei Haargummis reichen, um sich mit einer Behelfsmaske auszustatten. "Das Video dazu ist auf unserer Internetseite www.corona.hanau.de zu finden."

Corona-Krise: Das sind die neuen Beschlüsse

am 15 April 2020 19:29

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben sich am Mittwoch auf das weitere Vorgehen zur Eindämmung des Coronavirus verständigt. Leitschnur für die angepassten Regeln ist das Ziel, die Erfolge der letzten Wochen zu sichern. Die seit Mitte März geltenden Kontaktbeschränkungen werden grundsätzlich bis zum 3. Mai 2020 verlängert. 

  • Der Schulbetrieb soll ab 4. Mai schrittweise wieder aufgenommen werden - zunächst prioritär für Abschlussklassen und qualifikationsrelevante Jahrgänge sowie die letzte Klasse der Grundschule.
  • Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen wieder stattfinden können.
  • Die Kultusministerkonferenz wird beauftragt, bis zum 29. April ein Konzept für weitere Schritte vorzulegen, wie der Unterricht insgesamt wieder aufgenommen werden kann.
  • Die Notbetreuung wird fortgesetzt und auf weitere Berufs- und Bedarfsgruppen ausgeweitet.
  • Geschäfte bis zu 800 qm Verkaufsfläche sowie, unabhängig von der Verkaufsfläche, Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen können wieder öffnen. Dabei müssen sie Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen beachten.  
  • Friseurbetriebe sollen sich darauf vorbereiten, unter den gleichlautenden Auflagen sowie unter Nutzung persönlicher Schutzkleidung ab dem 4. Mai den Betrieb wieder aufzunehmen. 
  • Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sowie religiöse Feierlichkeiten und Veranstaltungen sollen zunächst weiter nicht stattfinden. 
  • Die Bürgerinnen und Bürger bleiben aufgerufen, auf private Reisen und Besuche weiterhin zu verzichten.
  • Großveranstaltungen bleiben mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt.

Rechtzeitig vor dem 4. Mai werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder die Entwicklung erneut bewerten und weitere Maßnahmen beschließen.

Mittwoch: 15 neue Coronavirus-Fälle und ein weiterer Toter

am 15 April 2020 18:33
Mittwoch: 15 neue Coronavirus-Fälle und ein weiterer Toter

Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch 15 neue laborbestätigte Coronavirus-Infektionen sowie einen weiteren Toten aus Hanau gemeldet. Die 15 an Covid-19 Erkrankten kommen aus Bad Orb, Hanau (je 5), Maintal (je 2), Biebergemünd, Freigericht und Nidderau. Damit liegt die Zahl der laborbestätigten Fälle nun bei über 400. „Auch die Zahlen im Main-Kinzig-Kreis machen deutlich, dass die Verlängerung der Kontaktverbote, auf die sich die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten geeinigt haben, richtig ist. Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht überwunden“, erklärte Landrat Thorsten Stolz (SPD) in einer Stellungnahme zu den ersten durch Bund und Land veröffentlichten Informationen.

Im Vergleich zu anderen Ländern sei es Deutschland bis jetzt gut gelungen, die Corona-Pandemie zu bekämpfen und vor allem die ambulante und stationäre medizinische Versorgung durchgehend aufrecht zu erhalten, so Stolz weiter: „Alle ergriffenen Maßnahmen zielen darauf ab, dass der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt wird und es zu keiner Überforderung des Gesundheitssystems kommt. Auch mit Blick auf den Main-Kinzig-Kreis ist uns dies – trotz steigender Fallzahlen – gut gelungen. So gesehen ist es hier nur konsequent, Kurs zu halten.“

Der Landrat betont aber auch, dass alle Maßnahmen immer eine Gratwanderung zwischen Eindämmung der Pandemie einerseits und ersten Lockerungen andererseits seien, um schrittweise in das öffentliche und wirtschaftliche Leben zurück zu kehren. „Die heute getroffenen Entscheidungen von Bund und Land unterstreichen, dass es sinnvollerweise kein Hochfahren von null auf hundert geben darf und wir vor allem weiterhin eines brauchen: Geduld, Verständnis, Disziplin und Zusammenhalt“, so Thorsten Stolz. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle aus dem Main-Kinzig-Kreis ist mit den 15 neuen auf nun 401 gestiegen*. Zieht man die mittlerweile 86 als genesen eingestuften Personen sowie 14 Sterbefälle ab, sind aktuell noch 301 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden derzeit 50 Bürgerinnen und Bürger. 

*Hinweis: Die Gesamtzahl der Coronavirus-Erkrankungen umfasst alle laborbestätigten Fälle von Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis seit Beginn der Verbreitung. Gelegentlich muss die Statistik angepasst werden, etwa bei zunächst nicht eindeutigen Adressmeldungen aus den Laboren, einer erst nachträglichen Aufklärung über den Erstwohnsitz durch die Patienten oder gar einem Irrtum bei der Ergebnisfeststellung.

 

209 Wetterauer mit Corona-Virus infiziert

am 15 April 2020 13:29
209 Wetterauer mit Corona-Virus infiziert

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis liegt am Mittwoch (15. April) bei 209, 94 Menschen sind von der Krankheit wieder genesen. Eine 87jährige erkrankte Frau ist an COVID-19 gestorben, somit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf sechs. Das teilt Landrat Jan Weckler nach der heutigen Sitzung des Führungsstabes mit. Die Zahl der Kranken liegt damit um drei höher als gestern, die der Genesenen stieg in diesem Zeitraum um sieben. Insgesamt befinden sich 14 Menschen (gestern: 19) mit der Diagnose COVID-19 in stationärer Behandlung. Sechs (gestern: acht) von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.

Jede Wetterauer Kommune betroffen

Die 209 Krankheitsfälle verteilen sich auf alle 25 Wetterauer Städte und Gemeinden. Die Stadt Bad Vilbel hat mit 34 Fällen den höchsten Stand (davon 19 genesen), gefolgt von Karben mit 28 (davon 13 genesen) und Bad Nauheim mit 26, von denen 14 wieder genesen sind, Ortenberg mit 17 Erkrankten, davon sechs Genesenen. Im niedrigen zweistelligen Bereich liegen Büdingen mit 13, Butzbach und Friedberg mit je zwölf Fällen.

Die weitere Verteilung der bestätigten Corona-Fälle

Nidda: Neun
Altenstadt: Sieben
Kefenrod, Limeshain: Jeweils sechs
Florstadt: Fünf
Glauberg, Münzenberg, Ober-Mörlen, Rosbach, Wölfersheim: Jeweils vier
Echzell, Reichelsheim: Jeweils drei
Gedern, Rockenberg: Jeweils zwei
Hirzenhain, Niddatal, Ranstadt, Wöllstadt: Je ein Fall.

Die Kapazität an Krankenhausbetten

In den fünf Krankenhäusern im Wetteraukreis (Bürgerhospital Friedberg, Hochwald-Krankenhaus Bad Nauheim, Kerckhoff-Klinik, Krankenhaus Schotten, Mathildenhospital Büdingen) sind von den 1.004 zur Verfügung stehenden normalen Betten 344 frei. Intensivbetten ohne Beatmung gibt es insgesamt 28, wovon 15 frei sind, und von den insgesamt 89 Intensivbetten mit Beatmung sind 41 frei.

Foto: Die Grafik mit der Anzahl der bestätigten Corona-Fälle und der bereits wieder Genesenen.

Covid-19: 59 Personen in Offenbach positiv getestet

am 15 April 2020 13:25

Insgesamt wurden inzwischen 59 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Seit Dienstag ist die Zahl der bestätigten Fälle um drei gestiegen. Aktuell werden 14 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich vier Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen weiterhin in einem kritischen Zustand. 20 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. 22 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher drei Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89 und 102 Jahren, zwei hatten Vorerkrankungen.

56 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 14 April 2020 21:47

Insgesamt wurden inzwischen 56 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Damit ist die Zahl der bestätigten Fälle seit gestern um zwei gestiegen.  Aktuell werden 16 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich vier Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen weiterhin in einem kritischen Zustand. 16 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. 21 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher drei Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89 und 102 Jahren. Zwei von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet.

„Frühzeitig richtig reagieren und zu Hause auskurieren“

am 14 April 2020 21:42

Der Main-Kinzig-Kreis hat alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des medizinischen wie auch des pflegerischen Bereichs erneut dazu aufgerufen, in der Corona-Pandemie nicht nur sensibel auf Krankheitssymptome bei Patienten und Einrichtungsbewohnern zu achten, sondern auch bei sich selbst. „Die aktuelle Situation fordert von den Frauen und Männern in den Praxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen viel ab, und für diese Leistungen können die Bürgerinnen und Bürger zurecht dankbar sein. Der Gesundheitsschutz der Bürgerschaft beginnt aber bei der Gesundheit des Personals. Bleiben Sie bei ersten Krankheitssymptomen bitte daheim, trotz der natürlich schwierigen Situation am Arbeitsort“, appellierte Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). Auch an die Arbeitgeber in diesen Bereichen wandte sich Simmler und forderte dazu auf, gerade jetzt auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu achten. Die Gesundheit des Personals, nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie, gelte es „zu schützen, präventiv zu erhalten und gerade jetzt im Sinne aller in den Vordergrund zu stellen“.

Der Main-Kinzig-Kreis wird erneut alle sensiblen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen über die geltenden Hygiene- und  Schutzauflagen informieren. Sämtliche Kliniken und Arztpraxen erhalten in den nächsten Tagen eine Nachricht des Gesundheitsamts. Die Pflegestützpunkte des Main-Kinzig-Kreises versenden diese Hinweise auch an die stationäre wie auch ambulante Pflege. Das kreiseigene „Schulungsteam Corona“, das in dieser Woche seine Beratung für rund 50 Alten- und Pflegeheime fortsetzt, wird zudem auf das Thema Gesundheit des Personals gezielt hinweisen. Das Gesundheitsamt weist aus gegebenem Anlass auch darauf hin, dass auch eine milde Symptomatik ohne eigentlichen Krankheitswert schon Anzeichen einer Infektion sein können und bittet vor allem in Verbindung damit um sehr sensible Beobachtung.

Hintergrund sind mehrere Meldungen von Covid-19-Infektionen aus dem medizinischen und pflegerischen Personal in Kliniken oder auch Pflegeheimen. Nachdenklich stimmen Susanne Simmler ebenfalls Gespräche mit Pflegepersonal, „das sich aus Sorge um Kollegen oder auch um den eigenen Arbeitsplatz nicht krankmeldet“: „Uns geht es darum, dass auch das Personal aufeinander aufpasst. Der starke Wille zum Arbeiten und Mithelfen darf nicht dazu führen, dass am Ende eine Einrichtung schließen oder quarantänisiert werden muss. Frühzeitig richtig reagieren heißt fürs Personal nämlich auch, sich umgehend auszukurieren, wenn man Erkrankungs- oder Erkältungssymptome verspürt“, erklärte Simmler. Insgesamt hat der Main-Kinzig-Kreis nun Covid-19-Fälle aus vier Einrichtungen im Westkreis und zwei aus dem Ostkreis gemeldet. Das Gesundheitsamt informiert erneut, dass sich medizinisch-pflegerisches Personal bei Beschwerden direkt zur Vereinbarung eines Abstrichtermins an das Gesundheitsamt wenden soll. Hierzu diene vor allem auch das Angebot auf CoroNetz, auf der Internetseite des Kreises www.mkk.de, unter der Rubrik „Gesundheit“.

„Leopoldina-Vorschläge nur begrenzt hilfreich“

am 14 April 2020 20:17
„Leopoldina-Vorschläge nur begrenzt hilfreich“

"Dass wir uns alle eine rasche Rückkehr in unser normales Leben wünschen, ist unstrittig. Die Hoffnungen, die mit diesem Papier bei vielen Bürgerinnen und Bürgern erweckt wurden, halte ich für absolut verfrüht. Die zentrale Schwäche ist im Übrigen, dass es für all die Maßnahmen, von denen eine gewisse Zahl sinnvoll sein können, keinen Zeitplan gibt. Ich setze große Hoffnungen in die Gespräche der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Damit Realismus und Praktikabilität Einzug halten. Es muss weiterhin in höchster Priorität gelten, was wir doch gemeinsam in den vergangenen Wochen gelernt haben: Wann können wir tatsächlich davon sprechen, dass wir die Neuinfektionen deutlich reduziert haben, wann können wir sicherstellen, dass die klinischen Kapazitäten für den noch vor uns liegenden Peak ausreichen. Und, dass alle derzeitigen Maßnahmen von Abstandhalten über Händewaschen bis zu Mund-Nasen-Schutz gegriffen haben", sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky über die Diskussion um die aktuelle "Leopoldina"-Stellungnahme zur Corona-Krise. Er mahnt: "Was den Wissenschaftlern in den Elfenbeintürmen einfällt, muss für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar und für uns Politikerinnen und Politiker auf allen Ebenen umsetzbar sein. Gerade wir vor Ort brauchen einen Vorlauf, um realistische Zeitpläne umzusetzen – die Leopoldina-Vorschläge sind nur begrenzt hilfreich."

Er erinnert sich an die Leopoldina-Thesen von vor vier Jahren, als behauptet wurde, dass von den mehr als 1600 Krankenhäusern in Deutschland ein Großteil wegkönne und sich eine bessere Versorgung mit bundesweit nur 330 Kliniken erreichen ließe. Kaminsky quittiert diese Diskussion: "Gut, dass wir heute noch so viele und funktionierende Kliniken haben." Er hoffe ohnehin, dass die in den letzten Jahren vorangetriebene Ökonomisierung im Gesundheitswesen sowie im Alten- und Pflegeheimbereich nach der Corona-Krise in neuem Licht betrachtet wird. Auch heute ist das Tagesgeschäft von Hanaus Oberbürgermeister und dem städtischen Krisenstab geprägt von der Corona-Krise. "Krisenzeiten sind Zeiten der Exekutive. Für unsere Brüder-Grimm-Stadt treffen wir seit Wochen direkte und aktuelle Entscheidungen, die in unserem Verantwortungsbereich liegen. Wir geben unseren Bürgerinnen und Bürgern Hilfestellungen, wo wir können. Klar, deutlich, unmissverständlich. Und wir setzen Bundes- und Landes-Verfügungen um", so Kaminsky, der sich vehement gegen asoziale Hamsterkäufe eingesetzt hatte und sich für das Nähen und Tragen von Masken engagiert. Dabei hat er immer betont, dass Profi-Schutz nur für medizinisches und Pflege-Personal vorgesehen ist und darauf hingewiesen, dass "für uns alle Abstands- und Hygieneregeln in der Corona-Krise einzuhalten" sind.

Dienstag: Zwölf neue Coronavirus-Fälle, drei weitere Tote

am 14 April 2020 17:04
Dienstag: Zwölf neue Coronavirus-Fälle, drei weitere Tote

Das Gesundheitsamt hat am Dienstag zwölf neue laborbestätigte Coronavirus-Infektionen sowie drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Alle drei Verstorbenen sind dem Ausbruch in einer Bad Soden-Salmünsterer Einrichtung zuzurechnen. Eine der Personen war vor mehr als einer Woche in ein Krankenhaus eingeliefert und seither dort stationär behandelt, die anderen beiden in der Pflegeeinrichtung häuslich isoliert worden. Die zwölf neuen Coronavirus-Fälle kommen aus Hanau (8), Bad Soden-Salmünster, Maintal, Nidderau und Rodenbach. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle ist damit auf 387 gestiegen, die Zahl der Verstorbenen kreisweit auf 13. Zieht man die mittlerweile 84 als genesen eingestuften Personen sowie die Sterbefälle ab, sind aktuell noch 290 mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden derzeit 48 Menschen.

Corona: 133 Todesopfer in Hessen

am 13 April 2020 20:22
Corona: 133 Todesopfer in Hessen

Am Ostermontag meldete das Hessische Sozialministerium drei weitere Corona-Todesopfer in Hessen. Die Gesamtzahl hat sich damit auf 136 erhöht.

COVID-19-Fallzahlen

am 13 April 2020 20:19
COVID-19-Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit
1.850.966 (Vergl. 12.04.2020: + 69.839)

Todesfälle weltweit
114.269 (Vergl. 12.04.2020: + 5.275)

Bestätigte Fälle in Deutschland
123.016 (Vergl. 12.04.2020: + 2.799)

Todesfälle in Deutschland
2.799 (Vergl. 12.04.2020: + 148)

Bestätigte Fälle in Hessen
6.093 (Vergl. 12.04.2020: + 90)

Todesfälle in Hessen
136 (Vergl. 12.04.2020: + 3)

Montag: Drei Corona-Tote und vier neue Infektionen

am 13 April 2020 16:55
Montag: Drei Corona-Tote und vier neue Infektionen

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat am Ostermontag zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Die Verstorbenen aus Maintal und Gelnhausen waren zuletzt stationär in Kliniken in Hanau beziehungsweise Frankfurt behandelt worden. Darüber hinaus meldete der Kreis vier neue Coronavirus-Infektionen von Menschen, die in Hanau (2), Hasselroth und Schlüchtern wohnen. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle liegt damit bei 375. Stationär behandelt werden derzeit 44 Menschen. Die Lage in der Pflegeeinrichtung Curata in Bad Soden-Salmünster, das mit einem der beiden Häuser seit Karfreitag unter Quarantäne steht, bleibt unverändert angespannt. Eine der an Covid-19 erkrankten Personen ist am Ostermontag gestorben.

Das Gesundheitsamt hatte am Karfreitag aufgrund eines Covid-19-Ausbruchs Quarantäne verhängt: Nach Coronavirus-Tests aller Bewohnerinnen und Bewohner sowie des gesamten Personals, rund 40 Tests an der Zahl, konnte am Wochenende bei insgesamt 20 Frauen und Männern eine Covid-19-Infektion nachgewiesen werden. Vor allem aufgrund des hohen individuellen Betreuungs- und Pflegebedarfs der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der bei mehreren Betroffenen eher milden Symptome hatte das Gesundheitsamt jeweils häusliche Isolierung und eine Versorgung unter strengen Hygiene- und Schutzauflagen angeordnet. Der Main-Kinzig-Kreis hat das Haus als Ganzes dazu quarantänisiert, die ärztliche Versorgung sicherstellen lassen und auch den Rettungsdienst und die Kliniken vorbereitet.

„Es ist eine der härtesten Belastungsproben für eine Einrichtung, die man sich nur vorstellen kann. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, unsere Gedanken sind aber auch bei denen, die in der Einrichtung gerade um jedes Menschenleben kämpfen“, erklärte Landrat Thorsten Stolz (SPD) am Montag. Auch weiterhin stünden die Heimleitung, der Kreis und die Ärzteschaft in enger Abstimmung über das weitere Vorgehen. Dabei werde genauso der individuell formulierte Wille der Menschen respektiert.

Neben Curata im Ostkreis sind Coronavirus-Infektionen noch in insgesamt einer Einrichtung im Ostkreis sowie drei Pflegeeinrichtungen im Westkreis nachgewiesen worden. Zwei der Einrichtungen kamen dabei am Wochenende hinzu. Im Westkreis wurde ein Bewohner eines Seniorenheims positiv auf das Virus getestet, im Ostkreis eine Angestellte einer Pflegeeinrichtung. Für die Infizierten wie auch die Kontaktpersonen hat das Gesundheitsamt umgehend Isolationsmaßnahmen angeordnet. Weitere positive Testergebnisse liegen bisher aus keiner der Einrichtungen vor. Die Einrichtungen informieren die Bewohnerinnen und Bewohner beziehungsweise deren Angehörige eigenständig über die Situation vor Ort.

Ruhiges Oster-Wochenende in Hanau

am 13 April 2020 15:09

Ein positives Fazit zum Verhalten der Hanauerinnen und Hanauer an den Ostertagen hat der Krisenstab der Stadt gezogen. "Die Menschen haben sich weitgehend an die Regeln und Vorgaben gehalten und sind trotz des schönen Wetters vornehmlich zuhause geblieben", bilanziert Thorsten Wünschmann, Leiter des Ordnungsamts. Vorbildlich sei das Verhalten vor allem am Mainufer und im Kurpark Wilhelmsbad gewesen, die beide gut frequentiert gewesen seien. Dort hätten sich die Menschen sehr rücksichtsvoll und der aktuellen Situation angemessen verhalten.
Von Karfreitag bis Ostersonntag führte die Stadtpolizei insgesamt 79 Kontrollen durch – dabei wurden sieben Verstöße gegen geltende Regelungen  registriert. Am Freitag waren eine Shisha-Bar und ein Kiosk unerlaubterweise geöffnet und wurden geschlossen. Die anderen Beanstandungen betrafen kleinere Gruppen, die sich zum Sportmachen oder Beisammensein auf unterschiedlichen Grünflächen der Stadt versammelt hatten. Die Kontrollen und Präsenzstreifen wurden am Ostermontag fortgesetzt, dabei wurde eine weitere Bar geschlossen. Alle Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz wurden zur Weitverfolgung und Ahndung an den dafür zuständigen Main-Kinzig-Kreis gemeldet. Private Sicherheitskräfte unterstützten – wie schon in den Vorwochen – bei der Kontrolle auf dem Hanauer Wochenmarkt. Trotz eines erhöhten Besucheraufkommens lief das Marktgeschehen sehr geordnet ab – die Abstands- und Hygieneregeln wurden weitgehend eingehalten. "Ein großes Lob geht insbesondere an die Beschicker, die sich wirklich sehr bemühen, alle Auflagen einzuhalten", so Wünschmann. Deshalb habe man sich auch dazu entschlossen, ab kommendem Mittwoch probeweise wieder einen Imbissbetrieb auf dem Markt zuzulassen – allerdings mit der klaren Vorgabe, dass die Speisen nur zum Mitnehmen verkauft werden dürfen. Das Essen direkt auf dem Wochenmarkt bleibt untersagt.

77-Jähriger in Offenbach verstorben

am 13 April 2020 13:50

Insgesamt wurden 54 Menschen in Offenbach bislang positiv auf Covid-19 getestet. Damit ist die Zahl der bestätigten Fälle seit Donnerstag um sieben Menschen gestiegen. Aktuell werden 15 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich vier Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen weiterhin in einem kritischen Zustand. Mittlerweile sind 17 Personen in häuslicher Quarantäne. 19 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher drei Todesfälle. Zuletzt starb ein 77 Jahre alter Bewohner einer Pflegeeinrichtung im Krankenhaus. Zuvor waren ein 89-Jähriger und ein 102-Jähriger gestorben.

COVID-19-Fallzahlen

am 12 April 2020 20:18
COVID-19-Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit: 1.781.127 (Vergl. 11.04.2020: + 81.637)
Todesfälle weltweit:  108.994 (Vergl. 11.04.2020: + 6.194)
Bestätigte Fälle in Deutschland:  120.479 (Vergl. 11.04.2020: + 2.821)
Todesfälle in Deutschland: 2.673 (Vergl. 11.04.2020: + 129)
Bestätigte Fälle in Hessen: 6.003 (Vergl. 11.04.2020: + 188)
Todesfälle in Hessen: 133 (Vergl. 11.04.2020: + 13)

Sonntag: Sechs neue Coronavirus-Fälle

am 12 April 2020 15:22
Sonntag: Sechs neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat am Ostersonntag sechs neue Coronavirus-Infektionen von Menschen gemeldet, die in Bad Orb (2), Brachttal, Bruchköbel, Gelnhausen und Hanau wohnen. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle liegt damit bei 371. Zieht man die 83 als mittlerweile wieder genesen geltenden Fälle sowie sieben Sterbefälle ab, sind aktuell 281 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, darunter die meisten in Hanau (79), Bad Soden-Salmünster (33) und Maintal (27). Stationär behandelt werden derzeit 38 Menschen. Die Lage in der Pflegeeinrichtung Curata in Bad Soden-Salmünster, die mit einem der beiden Häuser seit Freitag unter Quarantäne steht, hat sich nicht verändert. Das Gesundheitsamt hatte am Karfreitag diese drastische Maßnahme aufgrund eines Covid-Ausbruchs verhängt: Mittlerweile sind 13 Bewohnerinnen und Bewohner sowie sieben Angestellte des Hauses positiv auf das Coronavirus getestet worden.

COVID-19 Fallzahlen

am 11 April 2020 21:22
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit: 1.699.490 (Vergl. 09.04.2020: + 96.160)
Todesfälle weltweit: 102.800 (Vergl. 09.04.2020: + 7.042)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 117.658 (Vergl. 09.04.2020: + 4133)
Todesfälle in Deutschland: 2.544 (Vergl. 08.04.2020: + 171)
Bestätigte Fälle in Hessen: 5.815 (Vergl. 08.04.2020: + 138)
Todesfälle in Hessen: 120 (Vergl. 08.04.2020: + 8)

Samstag: 29 neue Coronavirus-Fälle, ein weiterer Toter

am 11 April 2020 14:56
Samstag: 29 neue Coronavirus-Fälle, ein weiterer Toter

Am Samstag hat das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreis insgesamt 29 Coronavirus-Infektionen von Menschen gemeldet, die in Bad Soden-Salmünster (14), Hanau, Maintal (je 4), Bruchköbel (3), Erlensee (2), Gründau und Neuberg wohnen.* Damit stieg die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle auf 365. Da ein im Klinikum Hanau intensivmedizinisch behandelter Patient, wohnhaft in Hanau, verstorben ist, stieg die Zahl der an Covid-19 Gestorbenen auf sieben. Zieht man davon die mittlerweile 83 Genesenen und die sieben Sterbefälle ab, liegt die Zahl der Menschen, die aktuell noch mit dem Coronavirus infiziert sind bei 275. Davon wohnen die meisten in Hanau (78), Bad Soden-Samünster (33) und Maintal (27). Stationär behandelt werden müssen derzeit 42 Menschen.

Die Zahl der erkrankten Bewohner und Angestellte in der Bad Soden-Salmünsterer Einrichtung Curata ist auf 20 gestiegen. Das Gesundheitsamt erreichten am Samstag weitere Testergebnisse, wonach sich nun insgesamt 13 Bewohnerinnen und Bewohner sowie sieben Frauen und Männer aus dem Personal mit dem Virus infiziert haben. Im Main-Kinzig-Kreis liegt die Gesamtzahl an laborbestätigten Fällen nun bei 365, die Zahl der Verstorbenen stieg auf sieben. Der Main-Kinzig-Kreis hatte am Karfreitag für eines der Häuser von Curata in Bad Soden-Salmünster aufgrund eines Covid-19-Ausbruchs Quarantäne angeordnet. Der Gesundheitszustand sowohl der Bewohnerschaft wie auch des Personals wird permanent überwacht. Aufgrund der überwiegend milden Symptomatik der Infizierten derzeit sowie des hohen individuellen Pflegebedarfs werden die meisten positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb der Einrichtung versorgt. Eine stationäre Behandlung ist derzeit nur für eine Bewohnerin notwendig, die bereits in der vergangenen Woche mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Sämtliche Personen in der Einrichtung sind bereits auf das Coronavirus getestet worden. Elf positive Testergebnisse wurden dem Main-Kinzig-Kreis am Donnerstagabend übermittelt, womit der Ausbruch zunächst 18 Personen umfasste, weitere zwei am Karsamstag. „Es ist eine zweifellos schwierige Situation für die Einrichtung, mit der wir in regem Austausch stehen. Die Zahlen des Ausbruchs zeigen nun, dass die angeordnete Quarantäne absolut angemessen ist. Auch die Kliniken und den Rettungsdienst halten wir über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden, um gegebenenfalls kurzfristig auf eine Veränderung der Lage reagieren zu können“, erklärte Landrat Thorsten Stolz am Samstag.

Einreise-Meldungen ans Gesundheitsamt online übermitteln

Seit dieser Woche gilt für Einreisende in die Bundesrepublik, dass sie sich 14 Tage in Quarantäne zu begeben sowie eine Meldung ans Gesundheitsamt zu machen haben. Diese Meldung ist im Main-Kinzig-Kreis bequem online möglich. Seit Karfreitag steht ein entsprechendes Formular im CoroNetz auf der Internetseite des Kreises, www.mkk.de, zur Verfügung.

*Hinweis: Die meisten Fälle des Ausbruchs in der Bad Soden-Salmünsterer Einrichtung sind entweder bereits gemeldet gewesen oder konnten noch am Karfreitag gemeldet werden. Wie gestern aber schon in der Kreis-PM  mitgeteilt ließen sich – feiertagsbedingt – erst mit dem heutigen Tag auch alle anderen Infektionsfälle von Freitag und Samstag abschließend melden.

Neun weitere Corona-Tote in Hessen

am 10 April 2020 21:42
Neun weitere Corona-Tote in Hessen

In Hessen sind am Freitag neun weitere Corona-Tote gemeldet worden. Die Gesamtzahl beläuft sich jetzt laut Hesssischem Sozialministerium auf 112.

COVID-19 Fallzahlen

am 10 April 2020 21:33
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit: 1.603.330 (Vergl. 09.04.2020: + 117.349)
Todesfälle weltweit: 95.758 (Vergl. 09.04.2020: + 7.191)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 113.525 (Vergl. 09.04.2020: + 5.323)
Todesfälle in Deutschland: 2.373 (Vergl. 08.04.2020: + 266)
Bestätigte Fälle in Hessen: 5.677 (Vergl. 08.04.2020: + 239)
Todesfälle in Hessen: 112 (Vergl. 08.04.2020: + 9)

Neue Regelungen zur Bewältigung der Corona-Situation

am 10 April 2020 21:24

Am 11. März hat die WHO die weltweite Ausbreitung von SARS-Co-V-2 zur Pandemie erklärt. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Fälle weiter. Das wichtigste Ziel ist deshalb weiterhin, die weitere Verbreitung des Virus zu verlangsamen und so eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. „Die in den letzten Wochen ergriffenen Maßnahmen, insbesondere die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen in sämtlichen Bundesländern, zeigen Wirkung. Es ist gelungen, den exponentiellen Anstieg der Infektionen zu verlangsamen, Entwarnung kann aber nicht gegeben werden“, erklärt der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose. „Wir bewerten die Situation weiterhin ständig neu.“

Quarantänebestimmungen für Rückreisende
Die „Fünfte Verordnung zur Anpassung der Verordnung des Corona-Virus“ ergänzt die neu Einreisebestimmungen der Bundesregierung in die Bundesrepublik Deutschland und trägt dazu bei, dass keine neuen Infektionsherde durch Ein- und Rückreisende entstehen. Aus diesem Grund wird ab dem 10. April 2020 für Einreisende eine generelle 14-tägige häusliche Absonderung festgelegt. Die Verordnung sieht vor, dass Einreisende aus dem Ausland nach Hessen zudem verpflichtet sind, unverzüglich das für ihren Wohnort zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren und über die Rückkehr zu informieren. Sie sind außerdem verpflichtet, beim Auftreten von Symptomen einer Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der jeweiligen Kriterien des Robert Koch-Instituts unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren. Für bestimmte Personen- und Berufsgruppen gibt es Ausnahmen. Insbesondere für solche, die für die Versorgung der Bevölkerung mit Waren, dem Personentransport oder das Gesundheitswesen wichtig sind und auch für Einsatzkräfte, wie zum Beispiel Polizisten. Ebenso nicht erfasst sind der Transit oder kurzzeitige Aufenthalte in Hessen sowie im Ausland. Saisonarbeitskräfte sind von den Quarantänereglungen unter bestimmten Bedingungen ausgenommen.

Zugang zur Notbetreuung für weitere Berufsfelder
Die Gruppe der Berufsgruppen, die die Notbetreuung nutzen können, wurde erweitert. Hinzu kommen Personen, die hauptberuflich Beratungsdienste der psychosozialen Notfallversorgung, sicherstellen, Mitarbeiterinnen von Schutzeinrichtungen für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt, Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Personen, die Beratungen in anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen durchführen. Ebenfalls Zugang zur Notbetreuung haben ab 10. April auch Kinder von Beschäftigen in Einrichtungen der Jugendhilfe. Dazu zählen Einrichtungen der Erziehungshilfe, aber auch Internate, Schüler- oder Auszubildendenwohnheime.

Bürgertelefon in acht weiteren Sprachen

am 10 April 2020 20:47
Bürgertelefon in acht weiteren Sprachen

Schon zu Beginn der Krisen-Kommunikation wurden Botschaften auf der städtischen Seite in verschiedene Sprachen übersetzt und immer wieder aktuelle Informationen sowie nützliche Links angeboten. Ab Samstag sitzen Hanauerinnen und Hanauer mit besonderen Sprachkenntnissen jeweils mittwochs, freitags und samstags zwischen 16 und 19 Uhr am Bürgertelefon. Sie können in ihren Landessprachen Antworten geben und weiterhelfen: Bosnisch (06181-67660-2121), Italienisch (06181-67660-2122), Bulgarisch (06181-67660-2123), Arabisch (06181-67660-2124), Russisch (06181-67660-2125), Türkisch (06181-67660-2126), Rumänisch (06181-67660-2127) und Paschtu (06181-67660-2128). Die Erfahrungen der vergangenen Wochen zeigen, dass Hanauerinnen und Hanauern, die anderen Sprachfamilien angehören, präzise an den verschiedenen Corona-Hotlines der Stadt Hanau geholfen werden konnte: Meist übersetzten Familienangehörige, Verwandte und Nachbarn, wenn es um allgemeine, Wirtschafts- oder soziale Fragen ging. Daher wird der neue Service nur zu besonderen Zeiten angeboten.



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