Offenbach: Keine neuen Infektionen seit Sonntag

am 21 April 2020 20:38

Insgesamt wurden inzwischen 72 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Seit Sonntag, 19. April, wurden keine neuen Infektionen nachgewiesen. Aktuell werden 12 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 60 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. 23 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 87 weitere Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 33 Menschen sind inzwischen wieder genesen. In Offenbach gab es bisher vier Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89, 91 und 102 Jahren. Drei von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet. Unter den genannten Zahlen befinden sich derzeit auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen. Einer der Betroffenen wird im Krankenhaus behandelt, eine Person wurde in ihrer Einrichtung isoliert. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

Ramadan beginnt: Kein Fastenbrechen auf dem Marktplatz

am 21 April 2020 20:01
Ramadan beginnt: Kein Fastenbrechen auf dem Marktplatz

Weiterhin geschlossen in der Corona-Krise sind Kirchen, Synagogen, Moscheen und weitere religiöse Räume. Das hat auch Auswirkungen auf die an diesem Freitag beginnende wichtigste Zeit des Jahres für Muslime, den Fastenmonat Ramadan. Normalerweise würde an drei Abenden während dieser Zeit (16. bis 18. Mai) auf dem Hanauer Marktplatz das Ramadan-Zelt des Islamischen Vereines Hanau stehen, aber wegen der Corona-Pandemie wurde diese Veranstaltung abgesagt, ebenso wie das vom Hanauer Ausländerbeirat veranstaltete Fastenbrechen im Bürgerhaus in Wolfgang am 26. April. Über Religionsgrenzen hinweg galt und gilt, dass für bedeutende Feste und Begegnungen zurzeit andere Formen gefunden werden müssen. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD): "Um die Corona-Epidemie einzugrenzen, gilt derzeit in alltäglichen Situationen, Abstand zu halten. Ich finde es sehr erfreulich, dass die Religionsgemeinschaften allen Gläubigen auf vielen, zum Teil neuen, sehr kreativen Wegen Trost spenden. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite, ob am Telefon, im Internet, mit Hilfsangeboten und vielem mehr." Religion habe für viele Menschen gerade in solch schweren Zeiten eine besondere Bedeutung. Daher begrüßt Kaminsky, dass Vertreter aus Politik, von Religionsgemeinschaften und von Kirchen in diesen Tagen Konzepte für Öffnungen von Gotteshäusern diskutieren. Selma Yilmaz-Ilkhan, Vorsitzende des Hanauer Ausländerbeirats: "Wir haben ein Pessachfest hinter uns, bei dem unsere jüdischen Freunde keine Synagogen besuchen konnten, ein Ostern ohne Gottesdienste. Auch Ramadan wird ohne ein richtiges Zusammenkommen von Menschen durchgeführt." Auch das seit 17 Jahren vom Islamischen Verein Hanau auf dem Marktplatz durchgeführte Ramadan-Zelt wird nicht stattfinden. Ebenso lädt der Ausländerbeirat seit fünf Jahren traditionell zum Fastenbrechen ein. "Das haben wir für dieses Jahr bereits im März abgesagt, denn die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat selbstverständlich Priorität", so Yilmaz-Ilkhan.

Der islamische Fastenmonat Ramadan dauert rund vier Wochen, in denen Muslime tagsüber nicht essen und trinken dürfen sowie enthaltsam leben müssen. Abends treffen sie sich normalerweise in Familienverbänden, bei Freunden und in Moscheen, um gemeinsam zu essen, zu beten und zu meditieren. "Deshalb ist der Ramadan nicht allein eine Zeit der persönlichen Besinnung, der Geduld und der Enthaltsamkeit, sondern auch eine herausragende Zeit der Nachbarschaft, der Solidarität und des Zusammenhalts. In Corona-Zeiten wird es auch in Hanau nicht einfach sein, Ramadan wie gewohnt durchzuführen", sagt Yilmaz-Ilkhan. Die Moscheen in Hanau böten traditionell jeden Tag kostenfreies Essen für Personen, die zu Hause niemanden haben oder für Personen, die in der Gemeinschaft zusammen ihr Fasten brechen wollen. Damit keiner alleine sei, sei das eine wichtige Tradition der Hanauer Moscheen. "Aufgrund von Corona wird dies leider dieses Jahr nicht möglich sein", bedauert Selma Yilmaz-Ilkhan. Über das in diesem Jahr nicht stattfindende Ramadan-Zelt auf dem Marktplatz sagt sie: "Insbesondere nach dem rassistischen Anschlag vom 19. Februar wäre es dieses Jahr umso wichtiger, mit Menschen unterschiedlicher Religionen und Nationalitäten ein Zeichen gegen Rassismus und Hass zu setzen." Die Vorsitzende des Hanauer Ausländerbeirats freut sich daher, dass bereits jetzt die meisten Hanauer Moscheen im Internet aktiv seien, Gottesdienste und Vorträge anböten. Selma Yilmaz-Ilkhan: "Das wird auch im Ramadan beibehalten und die Menschen ein wenig trösten." Sie betont: "Es gibt bei Menschen in Hanau, egal welcher Religionszugehörigkeit, die Sehnsucht, wieder zusammenkommen zu können. Ein sehr wichtiges und entscheidendes Ritual wird durch die Corona-Pandemie wegfallen. Nächstes Jahr werden wir wieder einen gemeinschaftlichen Ramadan, Pessach und Ostern erleben."

Dienstag: 23 neue Coronavirus-Fälle, zwei weitere Tote

am 21 April 2020 16:31
Dienstag: 23 neue Coronavirus-Fälle, zwei weitere Tote

Das Gesundheitsamt hat am Dienstag 23 neue laborbestätigte Covid-19-Fälle sowie zwei Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Verstorbenen wohnten in Bruchköbel und Maintal. Die Neuinfizierten kommen aus Rodenbach, Schöneck (je 5), Bad Orb (3), Erlensee, Hanau (je 2), Bruchköbel, Großkrotzenburg, Maintal, Neuberg, Niederdorfelden und Wächtersbach. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle ist damit auf 501 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 119 als genesen eingestuften Personen sowie die 23 Sterbefälle ab, so sind aktuell noch 359 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden 51 Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Montag: Acht Neuinfektionen, elf Genesene, ein Todesfall

am 20 April 2020 16:49
Montag: Acht Neuinfektionen, elf Genesene, ein Todesfall

Das Gesundheitsamt hat am Montag zum insgesamt erst zweiten Mal seit der Ausbreitung von Covid-19 im Kreisgebiet mehr Genesene ermittelt als neue Infizierte gemeldet. Acht Neuinfizierte stehen elf als nun genesen eingestufte Bürgerinnen und Bürger gegenüber. Darüber hinaus meldete der Kreis einen Verstorbenen aus Hammersbach im Zusammenhang mit Covid-19. Die Neuinfizierten kommen aus Freigericht (2), Erlensee, Rodenbach, Hanau, Bruchköbel, Maintal und Hammersbach. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle ist damit auf 478 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 111 als genesen eingestuften Personen sowie die 21 Sterbefälle ab, so sind aktuell noch 346 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden 50 Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Maskenpflicht: "Situation in der Innenstadt ist entspannt"

am 20 April 2020 16:29
Maskenpflicht: "Situation in der Innenstadt ist entspannt"

"Die Situation in der Innenstadt ist sehr entspannt. Es ist offensichtlich, dass die Menschen die vorsichtige Lockerung der Einschränkungen und das damit einhergehende Gefühl von beginnender Normalität sehr genießen, und dafür auch gern die geforderte Maske in den Läden tragen." Auch wenn es am ersten Tag nach Einführung natürlich den einen oder anderen Einzelfall gegeben hat, bei dem gegen die Maskenpflicht verstoßen wurde, ist Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) insgesamt zufrieden mit den Rückmeldungen. "Nachdem wir die Bürgerinnen und Bürger durch das seit drei Wochen geltende Maskengebot bereits umfassend über die Notwendigkeiten und Hintergründe informiert haben, stößt die Verpflichtung zur Maske jetzt überwiegend auf große Zustimmung." Stichprobenartige Überprüfungen in zentralen Hanauer Einkaufsstraßen am Montag haben ergeben, dass die meisten der Kundinnen und Kunden von der Maskenpflicht wussten und sich entsprechend ausgestattet hatten. Auch in den Bussen der Hanauer Straßenbahn GmbH haben sich nach Augenschein mehr als 80 Prozent der Fahrgäste an die Vorgabe zur Nutzung einer Gesichtsbedeckung gehalten. Das Konzept der Stadt, anfangs weniger auf drohende Strafe und mehr auf einsichtsfördernde Aufklärung zu setzen, ist aufgegangen. Kaminsky kündigt dennoch an: "Wir werden die Einhaltung der Pflicht von nächster Woche an durch unsere Stadtpolizei aber auch kontrollieren."

Seit heute gilt es in der Brüder-Grimm-Stadt: Während im öffentlichen Straßenraum darauf verzichtet werden kann, müssen beim Einkaufen in den Geschäften und auf dem Wochenmarkt, in den Bussen der Hanauer Straßenbahn oder auch in Arztpraxen Mund und Nase bedeckt sein. Diese Pflicht kann mit einer sogenannten Alltagsmaske erfüllt werden, es reicht aber auch ein Tuch oder ein Schal, um den unteren Teil des Gesichts zu verhüllen. Auf gar keinen Fall sollen professionelle Masken verwendet werden, denn die sollten unbedingt weiterhin medizinischem und Pflege-Personal vorbehalten bleiben. Dem Hanauer Oberbürgermeister ist an dieser Stelle wichtig, dass es sich bei der Maskenpflicht in Hanau nach seinem Rechtsverständnis nicht um einen Sonderweg oder eine Insel-Lösung handelt. Sogar die hessische Landesregierung selbst habe über ihre jüngsten Verordnungen die dringende Empfehlung zum Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften ausgesprochen. Die dort formuliere Hinwirkungspflicht lasse sich gar nicht anders handhaben als mit einer Maskenpflicht, wie Hanau sie eingeführt habe. "Unsere Regelung ist konsequent und stellt sicher, dass die ‚dringende Empfehlung‘ des Landes auch beachtet und umgesetzt wird."

"Wir waren uns sicher, dass jeder zuhause einen Stoffgegenstand besitzt, der die Vorgaben unserer Maskenpflicht erfüllt", unterstreicht Kaminsky, dass niemand gezwungen sei, sich eine Maske zu kaufen. Trotzdem hat die Stadt auch Sorge dafür getragen, dass waschbare Mehrweg-Stoffmasken in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen und beispielsweise in verschiedenen Apotheken im Stadtgebiet zum Selbstkostenpreis von fünf Euro angeboten werden. Wie der OB ausführt, erhalten bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger, zum Beispiel Kundinnen und Kunden der Hanauer Tafel, Masken kostenlos zur Verfügung gestellt. Zudem engagieren sich seit dem Beginn des Maskengebots auch viele private Initiativen und nähen Masken, die sie verteilen. Der OB und der Krisenstab der Stadt Hanau sind überzeugt davon, dass die jetzt beginnenden Lockerungen auch mit erheblichen Risiken verbunden sind, die mit dem Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung reduziert werden können. Darüber sei es auch in der kommenden Zeit unbedingt notwendig, so Kaminsky, neben dem Tragen einer Maske auch weiterhin unnötige soziale Kontakte zu vermeiden und die Abstandsregeln sowie Hygienemaßnahmen, wie etwa Händewaschen, zu beachten.

15 weitere Corona-Tote in Hessen

am 20 April 2020 16:20
15 weitere Corona-Tote in Hessen

In Hessen wurden am Montag 15 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Die Gesamtzahl erhöht sich damit auf 246.

COVID-19 Fallzahlen

am 20 April 2020 16:18
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit1: 2.415.370 (Vergl. 19.04.2020: + 77.035)
Todesfälle weltweit1: 165.903 (Vergl. 19.04.2020: + 4.873)
Bestätigte Fälle in Deutschland2: 141.672 (Vergl. 19.04.2020: + 1.775)
Todesfälle in Deutschland2: 4.404 (Vergl. 19.04.2020: + 110)
Bestätigte Fälle in Hessen3: 7.228 (Vergl. 19.04.2020: + 81)
Todesfälle in Hessen3: 246 (Vergl. 19.04.2020: + 15)
1 Johns Hopkins University (abgerufen 10:30 Uhr)
2 Robert Koch-Institut (Meldedaten, Stand 00:00 Uhr)
3 HLPUG (Meldedaten, Stand 10:30 Uhr – Hinweis: Zahlen können von denen, die durch das RKI veröffentlicht werden abweichen. Ursachen sind verschiedene Auslesezeitpunkte sowie die Verwendung eines geänderten Auswertungs-Tools durch das RKI. Das HLPUG sowie die Landesstellen der anderen Bundesländer haben dieses geänderte Tool durch das RKI zur Verfügung gestellt bekommen und werden künftig die Auswertung darauf umstellen.)

72 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 20 April 2020 13:55

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in Offenbach ist seit Sonntag um zwei auf 72 gestiegen. Aktuell werden 14 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 60 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. 24 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 94 Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 29 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher vier Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89, 91 und 102 Jahren. Drei von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet. Unter den genannten Zahlen befinden sich auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen. Einer der Betroffenen wird im Krankenhaus behandelt, eine Person wurde in ihrer Einrichtung isoliert. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

Wetteraukreis: 244 bestätigte Infektionen, 7 Todesfälle

am 20 April 2020 13:42
Wetteraukreis: 244 bestätigte Infektionen, 7 Todesfälle

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis liegt am Montag (20. April) bei 244. Das sind 35 mehr als am vergangenen Mittwoch. 120 Menschen sind als geheilt aus der Quarantäne entlassen (plus 26). Insgesamt befinden sich 39 Menschen in stationärer Behandlung, 13 von ihnen bedürfen einer intensivmedizinischen Behandlung. Die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen liegt bei sieben. Der beigefügten Statistik ist die Zahl der Corona-Fälle in den einzelnen Kommunen des Wetteraukreises zu entnehmen. In den Krankenhäusern des Wetteraukreises (Bürgerhospital Friedberg, Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, Kerckhoff-Klink Bad Nauheim, Krankenhaus Schotten, Mathilden-Hospital Büdingen) sind von den 1.003 zur Verfügung stehenden Normalbetten 335 frei. Das sind neun weniger als am vergangenen Mittwoch. Intensivbetten ohne Beatmung gibt es insgesamt 28, von denen 15 frei sind (keine Veränderung zur Vorwoche). Von den 89 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit sind derzeit 44 frei (plus 3).

Besonderes Augenmerk auf Pflegeeinrichtungen

Nach mehreren Fällen von Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes verstärkt im Einsatz, um die weitere Verbreitung in den Einrichtungen zu verhindern.

Landrat Weckler: Neue Freiheiten mit Abstand genießen

Die in Kraft tretenden Lockerungen, insbesondere die Öffnung vieler Geschäfte, nimmt Landrat Jan Weckler zum Anlass, an die Bürgerinnen und Bürger zu appellieren, die neugewonnenen Freiheiten mit Maß und Abstand zu genießen. „Abstandsregelungen müssen unbedingt eingehalten werden. Achten Sie auf die Nies- und Husten-Etikette und waschen Sie sich gründlich vor und nach dem Einkauf die Hände, um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Wir müssen noch lange auf einander aufpassen. Die Lockerung der Beschränkungen ist nur ein Zwischenschritt. Bis ein Impfstoff für alle Menschen bereitgestellt werden kann, wird sicherlich noch einige Zeit vergehen.“

Foto: Grafik mit der Anzahl der bestätigten Corona-Fälle in den einzelnen Kommunen des Wetteraukreises.

Märchenhafte Aktion erhält drei Zugaben

am 20 April 2020 13:34
Märchenhafte Aktion erhält drei Zugaben

„Wollt ihr wissen, woher ich das so genau sagen kann? Nun, ich war zu dem Fest eingeladen! Ihr leider nicht….“ Mit einem Augenzwinkern beendete die Steinauer Märchenerzählerin Brigitte Uffelmann ihre Erzählung vom Brüder Grimm Märchen „Die Bienenkönigin“ und damit die 21. und letzte Folge der MKK-Märchenzeit. „Die vorerst letzte Folge!“, korrigierte dann Detlef Heinichen (Theatrium Steinau) alias Jacob Grimm in seiner Abmoderation. Er ahnte bereits, dass viele Kinder auf seine abschließende Frage „Wollt Ihr noch eine Zugabe?“ mit „Ja“ antworten würden. Und tatsächlich sind daraufhin über 100 E-Mails beim Fachbereich Kultur des Main-Kinzig-Kreises eingegangen, fast genauso viele wie an jedem der 20 Tage zuvor. „Wir waren überrascht von den vielen Rückmeldungen auf die MKK-Märchenzeit und haben uns sehr darüber gefreut, dass die Kinder und ihre Eltern diese Aktion so gut bewertet haben“, sagt Kulturamtsleiter Matthias Schmitt. Landrat Thorsten Stolz (SPD) hatte die Idee, eine regelmäßige wertvolle Unterhaltung für Familien mit kleinen Kindern anzubieten und dabei das Bewusstsein für die Brüder Grimm und ihre Märchen zu stärken. „Das haben wir gerne umgesetzt. Die Märchenzeit war ein gutes Projekt, bei dem alle Beteiligten hervorragend zusammengewirkt haben“, berichtet Schmitt.

Die Aktion ist nun nach 21 gedrehten und täglich zwischen 15 bis 19 Uhr auf www.mkk.de  gesendeten Folgen abgeschlossen. Zwei Staffeln wurden im Brüder Grimm-Haus in Steinau, eine im GrimmsMärchenReich im Schloss Philippsruhe in Hanau produziert. „Wir danken den beiden Museumsleitungen Burkhard Kling und Nina Schneider, dass wir ihre musealen Räumlichkeiten nutzen durften. Sie bildeten einen wunderbaren Rahmen für die spannenden Märchenerzählungen“, sagt Landrat Thorsten Stolz. „Gefreut hat mich besonders die Auswahl der Märchen: Es wurden bekannte Stoffe wie ‚Dornröschen‘ oder ‚Der gestiefelte Kater‘ präsentiert, aber auch weniger bekannte wie ‚der Arme und der Reiche‘ oder ‚die Bienenkönigin‘. Ich habe von vielen Familien die Rückmeldung erhalten, dass die Kinder stets gebannt vor den Bildschirmen saßen und die Geschichten verfolgten. Da haben die Märchenerzählerinnen und -erzähler großartige Arbeit geleistet“, freut sich Thorsten Stolz und fügt bei hinzu: „Es war für die Meisten von ihnen eine neue Situation, anstatt lebendiger Zuhörer nur zwei Kameras vor sich zu haben. Das hat man beim Zuschauen aber kaum gemerkt.“ Als Erzählerinnen und Erzähler fungierten Margot Dernesch, Brigitte Uffelmann, Mariéle Syllwasschy und John Rogers (Steinau) sowie Irmgard Ketzel, Hanne-Liese Weng und Christa Serfling (Hanau). Viele kleine und große Fans konnte Detlef Heinichen durch seine sympathische Darstellung des Jacob Grimm gewinnen. Zu jeder Folge empfing er die Zuschauer auf der Bühne seines Steinauer Theatriums und stimmte sie auf das kommende Märchen ein. Dabei vermittelte er auch Wissenswertes zum Leben und Wirken der Brüder Grimm. Zum Ende jeder Sendung stellte er dann eine Frage, die sich auf das vorangegangene Märchen bezog und leitete damit das tägliche Gewinnspiel ein. Die Antworten sollten per E-Mail an den Fachbereich Kultur des Main-Kinzig-Kreises gesendet werden. Nach jeder Folge wurden drei Gewinner gezogen, die dann ein Märchenbuch geschickt bekamen.  „Die Antworten auf die täglichen Rätselfragen waren fast immer richtig und meist noch mit Erklärungen und Ausschmückungen versehen. Man spürte, wie die Kinder von den Märchen regelrecht vereinnahmt worden sind“, erklärte die Auszubildende Maja Solero. Sie hatte die Aufgabe, die E-Mails zu sichten, zu bearbeiten und die täglichen Gewinner zu ermitteln. Insgesamt sind durch das Gewinnspiel fast 2.500 E-Mails zusammen gekommen. An Ostern haben alle, die bis dahin mindestens fünf richtige Antworten eingereicht hatten, einen Preis erhalten.

Landrat Thorsten Stolz zeigt sich am Ende der Aktion begeistert: „Es waren tolle Märchen, hervorragende Erzählerinnen und Erzähler und wir haben viele Zuschauer erreicht. Dies waren nicht nur Familien mit Kindern sondern auch Seniorinnen und Senioren, die sich oft an ihre eigene Kindheit zurück erinnerten. Ich danke der Videofirma Pregondo aus Linsengericht für die professionelle Produktion der Filme und Carollina Fabinger, dass ihre Illustrationen für den Vor- und Abspann verwendet werden durften.“ „Lieber Jacob Grimm, gibt es nun die versprochene Zugabe?“, fragte der 7-jährige Marvin per E-Mail. Landrat Thorsten Stolz übernimmt selbst die Antwort: „Nicht nur eine, sondern gleich drei.“ Und er löst das Rätsel auf: „An den folgenden drei Sonntagen werden wir auf www.mkk.de/maerchenzeit.html die Zugaben präsentieren. Es werden jedoch keine Märchenerzählungen sein, sondern eine etwas andere Art der Märchendarstellung. Damit haben wir am Ende 24 Folgen zusammen – und so können wir im Advent die MKK-Märchenzeit als ‚MKK-Märchen-Adventskalender‘ wiederholen. Dann darf es auch wieder ein neues  Gewinnspiel geben. Um im Anschluss daran könnt Ihr die Märchen rund um die Uhr auf Youtube ansehen.“

Am Montag startet die Maskenpflicht in Hanau

am 19 April 2020 20:40
Am Montag startet die Maskenpflicht in Hanau

Ab Montag, 20. April, gilt in Hanau eine Maskenpflicht. Menschen, die sich in Geschäften oder Bussen der Hanauer Straßenbahn AG aufhalten, sind dann dazu angehalten, Mund und Nase zu bedecken.

"Hierzu sind auch Tücher oder Schals geeignet", stellt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) klar. Alle textilen Barrieren, die verhinderten, dass sich Tröpfchen beim Sprechen oder Husten verteilen, erfüllten die Kriterien der Maskenpflicht. "Wir wollen alle verhindern, dass sich die Corona-Pandemie weiter ausbreitet. Dazu kann jede Bürgerin und jeder Bürger einen Beitrag leisten, indem sie Mund und Nase bedecken", so Kaminsky. "Ich bitte jeden darum, sich daran zu halten – im Interesse aller Mitmenschen." Der Oberbürgermeister weist darauf hin, dass es sich bei der Maskenpflicht in Hanau nach seinem Rechtsverständnis nicht um einen Sonderweg oder eine Insel-Lösung handelt. "Die hessische Landesregierung hat sowohl öffentlich als auch über ihre jüngsten Verordnungen die dringende Empfehlung zum Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften ausgesprochen. Dies hat sie am Wochenende unter anderem dahingehend präzisiert, dass Betreiberinnen und Betreiber von Geschäften darauf hinwirken sollen, dass die Kundschaft Mund-Nasen-Bedeckungen tragen soll. Dies lässt sich nach meiner Auffassung gar nicht anders handhaben als mit einer Maskenpflicht, wie wir sie in Hanau ab Montag einführen", so der Oberbürgermeister: "Unsere Regelung ist jedenfalls konsequent und stellt sicher, dass die ‚dringende Empfehlung‘ auch beachtet und umgesetzt wird. Wir werden der Hinwirkungspflicht des Landes damit gerecht." Er sei gespannt, wie die anderen Kommunen damit umgehen. Die Brüder-Grimm-Stadt sei zwar möglicherweise früher dran als andere, in der gesamten Republik schlössen sich jetzt aber immer mehr Städte (zum Beispiel Wolfsburg) oder sogar ganze Bundesländer wie Sachsen (Pflicht in Geschäften und ÖPNV) oder Mecklenburg-Vorpommern (Pflicht im ÖPNV) an. Die Polizeigewerkschaften haben sich zwischenzeitlich sogar für eine bundesweite Maskenpflicht ausgesprochen.

Hanaus Oberbürgermeister stellt aber klar, dass die Stadt eine Missachtung vorerst nicht bestrafen wird. "Wir setzen auf Aufklärung und Einsicht. Damit sind wir in den vergangenen Wochen bei allen Maßnahmen sehr gut gefahren. Denn die Hanauerinnen und Hanauer stehen zusammen und verhalten sich zum Großteil absolut vorbildlich und solidarisch", erklärt Kaminsky weiter. In der Brüder-Grimm-Stadt gilt bereits seit mehr als zwei Wochen ein Maskengebot. Dementsprechend seien inzwischen viele Bürgerinnen und Bürger im Besitz einer sogenannten "Alltagsmaske". In der Stadt sind zahlreiche Nähinitiativen entstanden, die Nachbarschaften, Freunde oder Bedürftige mit selbst hergestellten Masken versorgen. Darüber hinaus laufen die Nähmaschinen in der Schneiderei der Brüder Grimm Festspiele auf Hochtouren – die Masken der Festspiele werden auf dem Wochenmarkt für fünf Euro verkauft und erfreuen sich überaus großer Beliebtheit.

"Ich bin mir sicher, dass jeder daheim einen Stoffgegenstand besitzt, der die Vorgaben unserer Maskenpflicht erfüllt", stellt Kaminsky klar, dass niemand gezwungen sei, sich eine Maske zu kaufen. Die Stadt hat dennoch Sorge dafür getragen, dass entsprechende Produkte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Ab Montagmittag sind zum Beispiel in verschiedenen Apotheken im Stadtgebiet waschbare Mehrweg-Stoffmasken erhältlich, die die Stadt besorgt hat und zum Selbstkostenpreis weitergibt. Diese Masken sind für fünf Euro erhältlich bei: family-Apotheke (Innenstadt/Nürnberger Straße 1), Gloria Apotheke (Innenstadt/Nußallee 7E), Postcarré Apotheke (Innenstadt/Am Steinheimer Tor 5), Altstadt-Apotheke (Nordwest/Hausmannstraße 2), Apotheke am Kinzigbogen (Lamboy/Kinzigbogen 6), Lamboy-Apotheke (Lamboy/Otto‑Wels‑Straße 1), Nord-Apotheke (Lamboy/Lamboystraße 11), Buchen-Apotheke (Mittelbuchen/Kesselstädter Straße 10), Burg-Apotheke (Steinheim/Steinheimer Vorstadt 11), easyApotheke (Steinheim/Otto‑Hahn‑Straße 18), Fleming-Apotheke (Steinheim/Doorner Straße 62), Einhorn-Apotheke (Großauheim/John‑F.‑Kennedy‑Straße 26), Rochus Apotheke (Großauheim/Hauptstraße 1), Fasanen Apotheke (Klein-Auheim/Geleitstraße 66A).

Die Versorgung der Hanauer Bürgerinnen und Bürger mit Alltagsmasken wird aber auch auf weiteren Kanälen organisiert. Zahlreiche Freiwillige, unter anderem aus der Initiative "Menschen in Hanau", nähen derzeit Masken, die sie an Hanauerinnen und Hanauer spenden wollen, die in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen leben. Die Stadt Hanau baut gerade ein Ausgabesystem auf, über das im Laufe der Woche auch einkommensschwache Menschen mit Masken versorgt werden sollen. Für diese Maskenproduktion werden Material-Spenden oder weitere freiwillige Näherinnen und Näher gesucht. Interessenten können sich per E-Mail mit ihren Kontaktdaten an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 06181/6686091 beziehungsweise 06181/6686092 melden. Benötigt werden insbesondere Gummiband sowie Stoffe, Bettlaken, Bettwäsche, Baumwolle (auch Jerseystoffe), die bei mindestens 60 Grad waschbar sind.

"Wir können stolz sein auf das vielfältige Engagement in unserer Stadt", freut sich Oberbürgermeister Kaminsky. Er weist darauf hin, dass die Maskenpflicht nicht für Kinder unter sechs Jahren gilt. "Und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, zum Beispiel Asthmatiker, sind selbstverständlich auch davon ausgenommen." Eine entsprechende Bescheinigung, die von der Maskenpflicht entbindet und die mitgeführt werden sollte, kann über das Bürgertelefon der Stadt Hanau (06181/67660-2001) angefordert werden.

Die handgenähten Masken aus der Schneiderei der Brüder Grimm Festspiele erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie werden auf dem Hanauer Wochenmarkt verkauft.

Foto-Copyright: Stadt Hanau/David Seeger

70 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 19 April 2020 20:34

Insgesamt wurden inzwischen 70 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Damit ist die Zahl der bestätigten Fälle seit Freitag um sieben gestiegen. Aktuell werden 14 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 60 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. 23 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 89 Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 29 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher vier Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89, 91 und 102 Jahren. Drei von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet. Unter den genannten Zahlen befinden sich derzeit auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen. Einer der Betroffenen wird im Krankenhaus behandelt, eine Person wurde in ihrer Einrichtung isoliert. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

17 weitere Corona-Tote in Hessen

am 19 April 2020 20:32
17 weitere Corona-Tote in Hessen

In Hessen wurden am Sonntag 17 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Die Gesamtzahl hat sich damit auf 231 erhöht.

"Der dicke Heinz": Trauer um Heinz Willich - Spendenaktion

am 19 April 2020 19:38
"Der dicke Heinz": Trauer um Heinz Willich - Spendenaktion

Trauer um Heinz Willich: Der Gastronom aus Gründau ist am vergangenen Mittwoch verstorben, er hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Für seine Hinterbliebenen wurde eine Spendenaktion gestartet. Bekannt war er unter anderem jahrelang mit seiner Imbissstation "Der dicke Heinz" in Gelnhausen, die im Galgenfeld vor allem um die Mittagszeit viele Gäste anlockte. Im Sommer 2016 ging der Betrieb in Flammen auf, Willich baute seinen Imbiss wieder auf, hatte sich seit dem vergangenen Jahr aber auf einen Party- und Catering-Service konzentriert.

Dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, teilte er selbst mit: "Bin in kkh Gelnhausen und bin corona positiv", erklärte er auf seiner Facebook-Seite, wo er fortan täglich einen Zwischenstand seiner aktuellen Situation veröffentlichte. Sein letzter eigener Eintrag stammt vom 29. März: "Ich danke allen für die Genesungswünsche, bin dann mal für 7-12 Tage im künstlichen Koma."

Sein Freund Alexander Raszyk von "Alex backt's" in Gelnhausen-Hailer hat für die Hinterbliebenen eine Spendenaktion gestartet. "Er hinterlässt seine Mutter sowie seine Lebensgefährtin Heidi die nun jeden Cent brauchen!", so Raszyk. Die Beileidsbekundungen auf seiner Facebook-Seite scheinen inzwischen endlos zu sein, zahlreiche Freunde und Bekannte haben mit Worten und Fotos ihre Trauer zum Ausdruck gebracht. Heinz Willich wurde 52 Jahre alt.

Hier geht's zur Spendenaktion

Unterstützung kann via Paypal an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auf das Treuhandkonto DE 79 5075 0094 0008 0108 03 auch direkt geleistet werden.

Sonntag: Zwei weitere Tote, ein neuer Coronavirus-Fall

am 19 April 2020 13:34
Sonntag: Zwei weitere Tote, ein neuer Coronavirus-Fall

Das Gesundheitsamt hat am Sonntag zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sowie eine neue Coronavirus-Infektion aus der Gemeinde Schöneck gemeldet. Die Verstorbenen wohnten in Hanau und Maintal. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle ist damit auf 470 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 100 als genesen eingestuften Personen sowie die 20 Sterbefälle ab, so sind aktuell noch 350 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden 62 Menschen. 

Samstag: 30 neue Coronavirus-Fälle, ein weiterer Toter

am 18 April 2020 16:13
Samstag: 30 neue Coronavirus-Fälle, ein weiterer Toter

Das Gesundheitsamt hat am Samstag 30 neue Coronavirus-Infektionen sowie einen weiteren Sterbefall im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Der Verstorbene wohnte in Maintal. Die Neuerkrankten kommen aus Hanau (10), Erlensee, Maintal (je 3), Bad Orb, Großkrotzenburg, Schöneck (je 2), Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Brachttal, Bruchköbel, Gelnhausen, Langenselbold, Neuberg und Rodenbach. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle ist damit auf 469 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 100 als genesen eingestuften Personen sowie 18 Sterbefälle ab, so sind aktuell noch 351 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden 52 Menschen.

COVID-19-Fallzahlen

am 18 April 2020 15:16
COVID-19-Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit
2.256.844 (Vergl. 17.04.2020: + 96.674)
Todesfälle weltweit 
154.350 (Vergl. 17.04.2020: + 8.757)
Bestätigte Fälle in Deutschland
137.439 (Vergl. 17.04.2020: + 3.609)
Todesfälle in Deutschland
4.110 (Vergl. 17.04.2020: + 242)
Bestätigte Fälle in Hessen
6.983 (Vergl. 17.04.2020: + 160)
Todesfälle in Hessen
214 (Vergl. 17.04.2020: + 7)

Freitag: 11 neue Coronavirus-Fälle, 11 Genesene

am 17 April 2020 16:54
Freitag: 11 neue Coronavirus-Fälle, 11 Genesene

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 11 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Neuerkrankten kommen aus Hanau (4), Nidderau (2), Freigericht (2), Schlüchtern, Maintal und Niederdorfelden. Als genesen eingestuft wurden heute 11 Menschen. Damit ist die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle auf 439 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 97 als genesen eingestuften Personen sowie 17 Sterbefälle ab, sind aktuell noch 325 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden derzeit 50 Personen.

Stadt Hanau verkauft Alltags-Masken für 5 Euro

am 17 April 2020 16:31

"Wir gehen mit unserer Maskenpflicht nicht weiter als das Land Hessen und die Bundesregierung empfehlen. Sondern setzen die rechtlichen Vorgaben konsequent um." Mit diesen Worten reagiert Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) auf die Diskussion rund um die am Mittwochabend verkündete Maskenpflicht in der Brüder-Grimm-Stadt. In der am Freitag vom Land Hessen veröffentlichten Verordnung heißt es: "Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind bei jeglichen Zusammentreffen zu beachten. In Situationen, in denen Maßnahmen der physischen Distanzierung nur schwer eingehalten werden können, insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkauf, wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dringend empfohlen." Kaminsky: "Die daraus resultierende Hinwirkungspflicht findet in unserer Allgemeinverfügung ihre Konkretisierung."

Zwischenzeitlich schwenken immer mehr Kommunen auf den Hanauer Weg ein. So erkundigten sich mehrere Städte in Hanau, wo ab Montag eine Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr gilt, nach der Umsetzung. Darüber hinaus verkündete am Nachmittag die sächsische Landesregierung eine ebenfalls ab Montag geltende, landesweite Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und den Einzelhandel. Als Hanau vor zwei Wochen das Schutzgebot auf den Weg gebracht hatte, gab es noch viele Zweifler. Die Stadt Jena allerdings ging mit der Maskenpflicht schon einen Schritt weiter und vermeldete dazu gestern, dass es dort seit einer Woche keine neue COVID-19-Infektion gibt. Kaminsky: "Auch dies sind weitere Indizien dafür, dass wir auf einem guten Weg sind, die Bevölkerung zu schützen und die Verbreitung der Epidemie zu verlangsamen."

Auch für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist die Maskenpflicht ein Thema, es gehe jetzt zunächst darum, die Beschaffung von Masken sicherzustellen: "Wir appellieren an die Fahrgäste, sich selbst zu schützen und andere zu schützen", sagte er in einem Fernsehinterview. Die Sinnhaftigkeit einer allgemeinen Maskenpflicht wird inzwischen kaum noch in Frage gestellt. Die Bundesregierung, das Land Hessen und andere Kommunen begründen ihre Zurückhaltung hauptsächlich mit fehlender Maskenkapazität. Besonders stolz ist der Krisenstab der Stadt Hanau auf die vielen, auch privaten, Initiativen, die Masken nähen und verteilen. Kaminsky: "Ich sehe uns als Stadt in der Pflicht, den Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen, eine einfache Maske zu erwerben." Ab Montag können an mehrere Verkaufsstellen im gesamten Stadtgebiet Masken zum Selbstkostenpreis von 5 Euro erworben werden. So hat die Stadt am Freitag ausreichend sogenannte Alltags-Masken für ihre Bürgerinnen und Bürger besorgt. Bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger, zum Beispiel Kundinnen und Kunden der Hanauer Tafel, bekommen kostenlos Masken.

"Selbstverständlich würde mir ein großer Stein vom Herzen fallen, wenn wir mit unserer Maskenpflicht übervorsichtig gewesen wären. Ich glaube aber heute, dass wir die Pandemie noch nicht überstanden haben und die Lockerung, über die wir uns alle freuen, mit erheblichen Risiken verbunden sind. Oberstes Gebot ist weiterhin der Schutz der Gesundheit der Mitmenschen. Ich bitte daher dringend, weiterhin auf unnötige soziale Kontakte zu verzichten und die Abstandsregeln sowie Hygienemaßnahmen, wie etwa Händewaschen, zu beachten und sich beim Einkaufen und Busfahren mit einer Alltags-Maske zu schützen. Auch ein einfaches Tuch reicht." Professionelle Masken sollten weiterhin medizinischem und Pflege-Personal vorbehalten bleiben.

Hanau: Freibad-Saison fällt wohl komplett aus

am 17 April 2020 15:55
Hanau: Freibad-Saison fällt wohl komplett aus

"Wegen Corona muss die Freibadsaison in diesem Jahr womöglich ganz ausfallen. Es sei denn, der Pandemieverlauf verläuft so, dass zumindest wenige Wochen draußen Schwimmen noch möglich sein wird", stellt Hanaus Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) "mit Bedauern" klar. Nach jetzigem Stand blieben Heinrich-Fischer- und Lindenau-Bad bis Ende August 2020 geschlossen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Hanau Bäder GmbH vergleicht diese Terminsetzung mit dem grundsätzlichen Verbot größerer Veranstaltungen bis 31. August, wie es Bund und Länder vorgegeben haben. Im September soll die Hallenbad- und Saunasaison wieder starten – allerdings nur im Heinrich-Fischer-Bad, weil im Lindenau-Bad die Sanierung wie geplant im Herbst 2020 beginnt. "Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung insbesondere für Familien hart ist, die sich wegen Corona auf einen Urlaub zuhause einstellen müssen und nun nicht Außenbecken, Liegewiesen, Spielplätze und Gastronomie unserer beiden Bäder nutzen können", sagt Weiss-Thiel weiter. Aber es sei "schwer zu organisieren und zu überwachen", dass insbesondere an heißen Tagen nur eine begrenzte Anzahl an Badegästen Zutritt haben könnte und sich wegen des Abstandsgebots im Wasser und darüber hinaus sich nicht zu nahe kommen dürfe.

"Wohlweislich haben wir mit den entscheidenden Vorbereitungsarbeiten für die Freibadsaison bisher nicht begonnen und dadurch Kosten vermieden", berichtet Bäder-Geschäftsführer Uwe Weier. Das Wasser in den Freibecken sei noch nicht abgelassen, diese noch nicht gereinigt und auch noch kein Frischwasser eingelassen. Lediglich die Eisdruckpolster sind von den Beckenrändern entfernt. Nun bleibe vorerst das Wasser bis zur nächsten Freibadsaison 2021 in den Becken, um deren Statik zu stabilisieren. Wie mit dem Personal der Bäder wegen der ausfallenden Freibadsaison weiter verfahren wird, bedarf Weiss-Thiel und Weier zufolge noch weiterer Prüfungen. Kurzarbeit sei ebenso denkbar wie das Verwenden von rund 30 Beschäftigten in anderen Bereichen der Unternehmung Stadt.  Festangestellte haben bereits und werden weiterhin Überstunden und Resturlaube abbauen. Befristete Verträge wurden nicht verlängert. Die wirtschaftlichen Folgen für die städtische Bädergesellschaft seien "erst mit Ende der Vollschließung seriös abschätzbar".

"Mit den Pächtern des Bistros ‚La Taverna‘, dem Friseursalon ‚Haarscharf‘ und dem ‚Bella Vita Spa‘ im Heinrich-Fischer-Bad stehen wir in gutem Kontakt", sagt Weier weiter. Die Bädergesellschaft stunde dem Gastronomiebetrieb und der Wellnessbetreiberin die Miete – beide mussten Corona-bedingt schließen. Von der Schließung nicht betroffen ist der Lieferservice des Bistros. Das Friseurgeschäft öffnet nach den Vorgaben des Gesetzgebers ab 4. Mai wieder.

Schutzmaskenpflicht in Bussen ab 20. April, Kontrolle ab 27. April

am 17 April 2020 15:41
Schutzmaskenpflicht in Bussen ab 20. April, Kontrolle ab 27. April

"Alltagsmasken in Bussen, Bahnen und Anruf-Sammeltaxen sind unabdingbar, wenn der ÖPNV seiner Funktion als umweltfreundliches und die Verbreitung des Corona-Virus vermeidendes Verkehrsmittel gerecht werden will", ist Hanaus Stadtrat Thomas Morlock überzeugt. Daher besteht ab Montag, 20. April, im ÖPNV in den Bussen der Hanauer Straßenbahn Maskenpflicht, die dort ab 27. April auch gezielt kontrolliert wird. Mit der Wiedereröffnung von Geschäften am 20. April und dem am 27. April einsetzenden Teilschulbetrieb werde die Mobilität der Stadtgesellschaft zunehmen, so Morlock weiter. Durch das daraus folgende dichtere Beisammensein in den HSB-Bussen sei die Abstandsregel von anderthalb Meter "auch bei bestem Willen nicht immer einzuhalten", so der Stadtrat und HSB-Aufsichtsratsvorsitzende. Daher sei der verpflichtende Schutz mit einer Alltagsmaske "unabdingbar, damit der ÖPNV seine wichtige Bedeutung für die Mobilität nicht verliert und wir einem Umstieg der Kunden zum motorisierten Individualverkehr vorbauen".  Und Morlock unterstreicht: "Wenn wir die Verkehrswende voranbringen wollen, müssen wir den Menschen das Vertrauen geben, dass sie in Bussen und Bahnen keinem Corona-Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind."

Morlock hält es für "sinnvoll und zielführend", wenn die Pflicht zum Tragen von selbst genähten Alltagsmasken, Tüchern, Schals oder Stoff als textile Barriere nicht nur im Stadtgebiet von Hanau in Bussen, Bahnen und Taxen vorgeschrieben würde, sondern darüber hinaus im Verbundgebiet des RMV und in gesamten ÖPNV in Deutschland. Daher seien aktuelle dementsprechende Überlegungen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zu begrüßen, ebenso die zumindest dringende Empfehlung des RMV und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Masken zu tragen. Die HSB hat zu diesem Zweck im Einvernehmen mit der Stadt Hanau ihre Beförderungsbedingungen angepasst, damit die Masken verpflichtend zu tragen sind.  Morlock begrüßt zugleich das Zusammenwirken mit der KreisVerkehrsGesellschaft Main-Kinzig, die in den Regionalbus-Linienbündeln mit Hanauer Anbindung ausdrücklich auf die Maskenpflicht in der Brüder-Grimm-Stadt hinweisen lässt.

Die HSB setzt über Plakate an den mittleren und hinteren Bustüren ihre Fahrgäste von der Neuregelung in Kenntnis, zudem im Fahrgastfernsehen und unter www.hsb.de.  Dazu gehört auch, dass für das Einhalten der Maskenpflicht "nach der ersten Woche des Eingewöhnens ab 27. April spezielle Kontrollteams zum Einsatz kommen und Fahrgäste ohne Schutz von Mund und Nase leider des Busses verweisen müssen", betont HSB-Geschäftsführer Thomas Schulte. Der Vorneeinstieg in den HSB-Bussen ist weiterhin nicht möglich. Damit und mit einer Abgrenzung zwischen Fahrpersonal und Fahrgastraum werde die Infektionsgefahr für die Menschen, die den Bus lenken, ebenso gemindert wie durch den vorübergehend im Bus eingestellten Fahrkartenverkauf, begründet Schulte diese Vorgehensweise.

Wer RMV-Tickets aller Art erwerben oder sich beraten lassen will, kann das ab Montag, 20. April, wieder in der RMV-MobilitätsZentale am Busbahnhof Freiheitsplatz. Die ist für Fahrgäste montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.  Fahrkarten lassen sich auch an den neuen Automaten erwerben, welche die HSB an den Haltestellen Freiheitsplatz und Marktplatz in Betrieb genommen hat. HSB-Geschäftsführer Schulte dankt den Fahrgästen, die auch in den vergangenen Wochen der Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens dem städtischen Nahverkehrsunternehmen "die Treue gehalten haben". So habe die HSB im April 2020 im Vergleich zum Vorjahr immerhin noch durchschnittlich 35 Prozent der Einsteigerzahl verbuchen können. Andere Verkehrsunternehmen vermeldeten meistens lediglich 20 Prozent.

15 weitere Todesfälle in Hessen

am 17 April 2020 15:17
15 weitere Todesfälle in Hessen

In Hessen wurden am Freitag 15 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Gesamtzahl hat sich damit auf 207 erhöht.

COVID-19 Fallzahlen

am 17 April 2020 15:14
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit1: 2.160.170 (Vergl. 16.04.2020: + 90.351)
Todesfälle weltweit1: 145.593 (Vergl. 16.04.2020: + 8.400)
Bestätigte Fälle in Deutschland2: 133.830 (Vergl. 16.04.2020: + 3.380)
Todesfälle in Deutschland2: 3.868 (Vergl. 16.04.2020: + 299)
Bestätigte Fälle in Hessen3: 6.823 (Vergl. 16.04.2020: + 233)
Todesfälle in Hessen3: 207 (Vergl. 16.04.2020: + 15)

91-jährige Person in Offenbach verstorben

am 17 April 2020 14:35
91-jährige Person in Offenbach verstorben

Insgesamt wurden inzwischen 63 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Damit ist die Zahl der bestätigten Fälle seit Donnerstag um vier gestiegen. Aktuell werden 13 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich vier Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen weiterhin in einem kritischen Zustand. 18 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. 28 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher vier Todesfälle. Zuletzt ist am Mittwoch, 15. April, ist eine Person mit Vorerkrankungen im Alter von 91 Jahren verstorben. Bei den anderen Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89 und 102 Jahren. Zwei von ihnen waren ebenfalls durch Vorerkrankungen belastet.

Textilhändler Bailly fordert Sonntagsöffnungen

am 17 April 2020 13:44

Um Auswege aus der Corona-Krise zu finden, die nun immer mehr zu einer Handelskrise wird, hatte sich der Hanauer Textilhändler Michael Bailly an Verbände, die Industrie- und Handelskammern und die Politik an den Standorten gewandt, an denen er seine 18 Filialen betreibt. Mit über 100 Mitarbeitern hat für ihn die Politik die Bereitstellung von KfW Krediten als Unterstützungsmaßnahme vorgesehen, um weiterhin die Liquidität zu sichern und laufende Kosten begleichen zu können. Um verloren gegangene Verkaufstage aufzuholen, brachte Bailly in seinem Schreiben die Idee von Sonntagsöffnungen ein – nicht in üblicher Form, bei der Verkaufssonntage als Frequenzbringer die gesamte Region in die Innenstädte zu ziehen versuchen, sondern als reguläre Verkaufstage, die die Frequenz von sechs auf sieben Tage entzerren.

Schulen starten am 27. April, Kitas bleiben geschlossen

am 16 April 2020 22:22
Schulen starten am 27. April, Kitas bleiben geschlossen

Fünf Wochen ist es her, dass wegen der Corona-Krise mit den Schulschließungen in Hanau eine Zeit der zunehmenden Einschränkungen und Kontaktverbote begonnen hat. Mit großer Erleichterung haben deshalb alle Beteiligten in Hanau die von der Bundesregierung angekündigten und vom Land Hessen am Donnerstagnachmittag präzisierten Lockerungen, die vom 20. April an gelten sollen, aufgenommen. "Vom kommenden Montag an dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmeter wieder öffnen", freut sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky, dass damit nächste Woche auch in der Hanauer Innenstadt ein großer Teil der Ladengeschäfte den Betrieb wieder aufnehmen darf. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde rechtzeitig erlassen. "Wir werden diesen Schritt in eine neue Zeit mit größtmöglicher Großzügig- und Freizügigkeit zu ermöglichen", verspricht der OB und verweist dabei darauf, dass dafür strenge Regeln zu Hygiene und Abstand notwendig sind. Deshalb wird die Anzahl der Kunden, die gleichzeitig im Geschäft sein dürfen, auf eine Person pro 20 Quadratmeter Ladenfläche beschränkt.

Ein wichtiger Baustein in dem Konzept zur Wiederbelebung der Innenstadt ist zudem die ab Montag in Hanau ebenfalls geltende Maskenpflicht. Während Bund und Land es bisher bei einer "dringenden Empfehlung" zum Tragen einer Maske belassen, ist die Brüder-Grimm-Stadt einen Schritt weitergegangen und hat das seit mehr als zwei Wochen geltende Gebot in eine Tragepflicht verschärft. Diese erlaubt es jedoch nach den Worten von OB Kaminsky, die Wiedereröffnung der Geschäfte maximal liberal zu gestalten. "Bei der Bewertung der Verkaufsfläche wird jeder Laden für sich betrachtet", stellt er klar, dass Einkaufszentren wie das Forum nicht als eine Einheit betrachtet werden. Unabhängig von der Größe des Ladens dürfen ab Montag auch Buchhandlungen sowie Fahrrad- und Kfz-Händler wieder öffnen. Auch Eisdielen erhalten die Erlaubnis, vom 20. April an wieder einen Lieferdienst und einen To-Go-Verkauf aufzunehmen. Auch das Kulturforum Hanau dürfte wieder seine Pforten öffnen. Hier müssen allerdings erst noch die genauen Modalitäten geklärt werden. Klar ist nur, dass ein vollumfänglicher Normalbetrieb bis auf weiteres nicht möglich sein wird.

Geschlossen bleiben dagegen vorläufig bis zum 4. Mai auch die städtischen Einrichtungen, die Volkshochschule, die Museen und die Stadtverwaltung. Weiterhin nicht nutzbar sind auch die Spielplätze, Sportanlagen und Schwimmbäder. "Darüber sind wir alles andere als glücklich", so der OB, aber in der Natur von Freizeitanlagen liege es, dass sich dort viele Menschen treffen und weder das Kontaktverbot, das vorläufig bis zum 3. Mai verlängert wurde, noch der Mindestabstand einzuhalten sind. Wie er weiter ausführt, dürfen die jetzt eingeleiteten Lockerungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Corona-Krise nicht vorbei ist und nach wie vor ein hohes Infektionsrisiko besteht. Schrittweise soll nach den Vorstellungen des Landes der Schulbetrieb wieder anlaufen. Dabei starten am 27. April vorerst nur die Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen, die 4. Klassen der Grundschulen sowie der Unterrichtsbetrieb für die Q2 (12. Klasse). Der Abitursjahrgang kehrt nicht mehr in den Unterricht zurück, sondern soll lediglich die mündlichen Prüfungen absolvieren. Analog sollen auch die beruflichen Schulen einen Modus finden. Noch offen ist die Frage, wie mit den Förderschulen umgegangen wird.

Die Kindertagesstätten und Familientagespflege können bis auf weiteres keinen Regelbetrieb aufnehmen. Doch passend zum Schulstart wird durch das Land Hessen hier der Kreis der Anspruchsberechtigten für einen Notplatz in der Kindertagesbetreuung erweitert. Bisher konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben der Daseinsvorsorge, für Polizei und Rettungsdienste, aber auch für die Kliniken und die Pflegeheime einen Notplatz erhalten. Vom 27. April an können alle berufstätigen Alleinerziehenden, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren wollen oder müssen, ihre Kinder zur Notbetreuung anmelden. Wie bisher wird dies zentral über den Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung koordiniert. Unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Bedarfe angemeldet werden. Der Eigenbetrieb prüft jeden Einzelfall und nimmt direkt Kontakt auf. "Es wird eine besondere Herausforderung für uns alle, die Lockerungen jetzt zu genießen und gleichzeitig alle notwendigen Beschränkungen weiterhin zu beachten", nimmt OB Kaminsky jeden einzelnen in die Pflicht, durch sein verantwortungsbewusstes Verhalten einen Beitrag dafür zu leisten, dass die bisher erreichten Erfolge in der Corona-Krise nicht wieder verloren gehen.

18 neue Corona-Tote in Hessen

am 16 April 2020 21:38
18 neue Corona-Tote in Hessen

In Hessen wurden am Donnerstag 18 neue Corona-Tote gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesfälle hat sich damit auf 192 erhöht.

COVID-19 Fallzahlen

am 16 April 2020 21:34
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit1: 2.069.819 (Vergl. 15.04.2020: + 81.676)
Todesfälle weltweit1: 137.193 (Vergl. 15.04.2020: + 10.381)
Bestätigte Fälle in Deutschland2: 130.450 (Vergl. 15.04.2020: + 2.866)
Todesfälle in Deutschland2: 3.569 (Vergl. 15.04.2020: + 315)
Bestätigte Fälle in Hessen3: 6.590 (Vergl. 15.04.2020: + 256)
Todesfälle in Hessen3: 192 (Vergl. 15.04.2020: + 18)

Aufklärung und Hinweise statt Strafen und Sanktionen

am 16 April 2020 21:12
Aufklärung und Hinweise statt Strafen und Sanktionen

Die Stadt Hanau hat sich dazu entschieden, das Tragen einer "Alltagsmaske" vom  20. April an in Hanau zur Pflicht zu machen. Diese gilt überall dort, wo Menschen auf Mitmenschen treffen und die Abstandsregeln möglicherweise nicht eingehalten werden können, wie im Einzelhandel und im ÖPNV, ebenso in Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen. Die Maskenpflicht gilt ausdrücklich nicht im öffentlichen Raum, also auf der Straße. Eine entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt ist in Arbeit. Wichtig hierbei: Auch Tücher, Schals und Stoffstücke, die als textile Barriere fungieren, erfüllen die Kriterien der Maskenpflicht.

"Jede Maske hilft dabei, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Das sagen inzwischen fast alle Experten und bestätigen damit unsere Haltung in Hanau, die wir schon seit mehr als zwei Wochen ausgeben", erläutert Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der am 30. März ein "Alltagsmasken-Gebot" für die Stadt erklärt hatte. Dank der eingeübten Praxis habe sich die Stadt jetzt dazu entschieden, aus der inzwischen auch von Bund und Land dringenden Empfehlung eine Pflicht zu machen. Kaminsky: "Hanau hat sich für eine Maskenpflicht entschieden, weil die schrittweise Öffnung von Geschäften dadurch liberaler gestaltet werden kann." Die Erfahrungen aus Jena, wo bereits seit gut zwei Wochen eine Maskenpflicht gilt, seien überaus positiv, so der Oberbürgermeister. Er betont, dass auch in Hanau auf Aufklärung und Hinweise statt Strafen und Sanktionen gesetzt werde. "Der Großteil der Hanauerinnen und Hanauer hat längst erkannt, dass eine Maske besser schützt als keine Maske. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass sie sich an die Regeln halten werden und so dazu beitragen, dass wir alle schrittweise ins normale Leben zurückkehren können."

Im Folgenden beantwortet die Stadt Hanau Fragen und Antworten zur Maskenpflicht.

Warum führt die Stadt Hanau eine Maskenpflicht ein?
Das Tragen einer Alltagsmaske schützt vor allem unsere Gegenüber. Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion. Wenn eine infizierte Person niest oder eine feuchte Aussprache hat, kann es schnell zur Übertragung kommen. Eine Alltagsmaske hilft, das Risiko zu verringern. Wenn alle eine Alltagsmaske tragen, schützen wir uns alle gegenseitig. Hanau hat sich für eine Maskenpflicht entschieden, weil die schrittweise Öffnung von Geschäften dadurch liberaler gestaltet werden kann. Und weil sie möglicherweise auch dazu beitragen wird, dass die Bürgerinnen und Bürger schrittweise ins normale Leben zurückkehren können.

Ab wann gilt die Maskenpflicht?
Ab Montag, 20. April, gilt in Hanau eine Maskenpflicht.

Wo gilt die Maskenpflicht?
Eine Alltagsmaske muss überall dort getragen werden, wo Menschen auf Mitmenschen treffen und die Abstandsregeln möglicherweise nicht eingehalten werden können, wie im Einzelhandel und im ÖPNV, ebenso in Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen. Die Maskenpflicht gilt ausdrücklich nicht im öffentlichen Raum, also auf der Straße.

Welche Masken dürfen verwendet werden?
Der medizinische Mund-Nasen-Schutz und die FFP2-Masken sind dem medizinischen Bereich vorbehalten. Alltagsmasken können einfach selbst hergestellt werden. Welche Materialien verwendet werden sollten und wie die Herstellung funktioniert, ist auf Seiten wie www.maskeauf.de oder www.menschen-in-hanau.de ganz einfach nachzulesen. Hier gibt es auch verschiedene Modelle, die ohne Nähmaschine hergestellt werden können. Auch Tücher, Schals und Stoff als textile Barriere sind hilfreich und tragen der Maskenpflicht in Hanau genüge.

Wo bekomme ich Alltagsmasken?
Alltagsmasken können ganz einfach aus unterschiedlichen Materialien selbst hergestellt werden, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen. Anleitungen, wie das funktioniert und was dafür verwendet werden kann, finden Sie auf der Seite www.corona.hanau.de, auf www.maskeauf.de oder www.menschen-in-hanau.de. Außerdem werden z.B. auf dem Hanauer Wochenmarkt Alltagsmasken verkauft.

Verteilt die Stadt Hanau Alltagsmasken?
Nein, nur im Ausnahmefall. Alltagsmasken können ganz einfach aus unterschiedlichen Materialien selbst hergestellt werden, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen. Anleitungen, wie das funktioniert und was dafür verwendet werden kann, finden Sie auf unserer Seite www.corona.hanau.de oder www.maskeauf.de und  www.menschen-in-hanau.de. Auch Tücher, Schals und Stoff als textile Barriere sind hilfreich und tragen der Maskenpflicht in Hanau genüge. Wer sich nicht selber mit einer Maske versorgen kann, kann im Notfall Kontakt zum Bürgertelefon der Stadt Hanau unter der Nummer 06181/67660-2001 aufnehmen.

Was bedeutet die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr?
Die Maskenpflicht gilt ab Montag, 20. April, im gesamten Netz der Hanauer Straßenbahn AG, sowohl in Bussen als auch in Anruf-Sammeltaxis. Bezüglich der Regionalbus-Linien, die nach Hanau verkehren, appelliert die Stadt Hanau auf politischer Ebene an den RMV, das Tragen von Alltagsmasken in allen Verkehrsmitteln im Verbundbereich verpflichtend zu machen. Stadtrat Thomas Morlock sagt dazu: "Mund-Nasen-Schutz in Bussen, Bahnen und Anruf-Sammeltaxen ist unabdingbar, wenn der ÖPNV seiner Funktion als umweltfreundliches und die Verbreitung des Corona-Virus vermeidendes Verkehrsmittel gerecht werden will. Mit der Wiedereröffnung von Geschäften und dem später einsetzenden Teilschulbetrieb nehmen die Fahrgastzahlen und damit das dichtere Beisammensein in Bussen und Bahnen automatisch zu, so dass die Abstandsregel von anderthalb Meter dann nicht mehr umzusetzen ist. Daher ist das verpflichtende Tragen einer Alltagsmaske unabdingbar, damit der ÖPNV seine zunehmend wichtige Bedeutung für die Mobilität nicht verliert und wir einem Umstieg der Kunden zum motorisierten Individualverkehr vorbauen."

Wird die Maskenpflicht in den Bussen kontrolliert?
Ja, die Stadt Hanau setzt dabei auf Aufklärung und Hinweise.

Muss ich eine Alltagsmaske dabei haben, um in den Bus gelassen zu werden?
Ja, Busfahrende sollten eine Alltagsmaske mitführen und sie sich vor dem Einstieg aufziehen. Im Bus wird aus organisatorischen und finanziellen Gründen kein Verkauf stattfinden. Dabei reichen selbstgenähte Masken, aber auch Tücher, Schals oder Stoff als textile Barriere aus.

Gilt die Maskenpflicht auch in Arbeitsstätten?
Nein, hier gilt das vom Land Hessen geforderte Hygienekonzept, das alle Arbeitgeber erstellen sollen. Die Fürsorgepflicht liegt hier beim Arbeitgeber.

Gilt die Maskenpflicht auch für Schulen?
Hier ist die Regelung des Kultusministeriums abzuwarten. Hessens Schulen öffnen voraussichtlich nicht vor Montag, 27. April.

Gilt die Maskenpflicht auch in Kitas?
Hier sind die Hygienevorschriften durch die Kita-Leitung vor Ort sicherzustellen. In der derzeitigen Notbetreuung versuchen die Erzieherinnen und Erzieher, die Kinder spielerisch an das Thema Maske heranzuführen. Grundsätzlich sind Kinder bis zum sechsten Lebensjahr aber von der Maskenpflicht in Hanau ausgenommen. Eltern, die ihre Kinder abholen, müssen aber eine Alltagsmaske tragen.

Welche Strafen folgen bei Nichtbeachtung?
Adressaten der städtischen Allgemeinverfügung sind die Einzelhändler und Institutionen, Ärzte etc. Diese müssen sicherstellen, dass die angeordnete Maskenpflicht eingehalten wird. Wenn es mit Einsicht nicht funktioniert, ist das Nicht-Einhalten der unabdingbaren Regel Stück für Stück schärfer zu ahnden. Grundsätzlich gilt: Wir appellieren an alle Hanauerinnen und Hanauer, dort, wo die Abstandsregeln möglicherweise nicht eingehalten werden können (z.B. im Einzelhandel, im ÖPNV, in Arztpraxen und in öffentlichen Einrichtungen), eine Alltagsmaske zu tragen.

Welche Rechtsform fordert die Maskenpflicht?
Die Maskenpflicht wird in Form einer städtischen Allgemeinverfügung in Kraft gesetzt.

Was ist mit Asthmatikern und anderen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können?
Asthmatiker und weitere Menschen mit Atemwegserkrankungen oder anderen Handicaps, denen das Maskentragen nicht möglich ist, müssen keine Alltagsmasken tragen. Eine entsprechende Bescheinigung erhalten diese Menschen vom Bürgerservice auf Anfrage.

Müssen auch Babys und Kleinkinder eine Alltagsmaske tragen?
Nein, Babys und Kleinkinder müssen keine Alltagsmaske tragen. Kinder unter sechs Jahren sind von der Pflicht entbunden.

Herrscht Maskenpflicht auch beim Arzt?
Ja. Auch hier gilt: andere durch das Tragen einer Alltagsmaske schützen und damit auch sich selber.

Welche Stadt erhebt noch eine Maskenpflicht? Welche Erfahrungen wurden gesammelt?
Bekannt ist die Stadt Jena, die seit gut zwei Wochen eine Maskenpflicht hat und damit sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Verstöße mussten dort bislang nicht geahndet werden, Belehrungen und Ermahnungen haben ausgereicht. Darauf setzt auch die Stadt Hanau. Der Kreis Nordhausen hat zudem eine Maskenpflicht im ÖPNV verfügt.

Muss ich trotz Maskenpflicht weiterhin Abstand halten und Hände waschen?
Ja, weiterhin gelten der Mindestabstand von 1,5 Metern und Hygienemaßnahmen, wie Händewaschen. Die Maskenpflicht ist lediglich eine Ergänzung.

Dürfen Menschen ohne Alltagsmaske ab Montag nicht mehr in den Supermarkt?
Ja, ausgenommen sind nur Menschen, die von der Maskenpflicht befreit sind und eine entsprechende Bescheinigung vorweisen können.

Wer näht Alltagsmasken? Wie geht das?
Für Versierte haben wir eine Nähanleitung auf www.corona.hanau.de. Das Internet bietet weitere Anleitungen, zum Beispiel unter www.maskeauf.de oder www.menschen-in-hanau.de

Worin bestehen Unterschiede zwischen einer medizinischen Mund-Nase- Schutzmaske und Alltagsmasken?
Einfache, selbst hergestellte Alltagsmasken aus Textilien bzw. Zellstoff oder Baumwolle bieten einen passiven Schutz der Umgebung. Sie sind zu unterscheiden vom Mund-Nasen-Schutz, der vor allem in den medizinischen Berufen verwendet wird. Dieser schützt – je nach Zertifizierung – auch davor, den Virus einzuatmen. Diese medizinischen Masken sollten auch den medizinischen Bereichen vorbehalten bleiben, die für die Arbeit dort immens wichtig sind. In Hanau hat der Oberbürgermeister lediglich dazu aufgerufen, eine einfache Alltagsmaske zu tragen, wenn man in der Öffentlichkeit unterwegs ist.

Kann man Alltagsmasken wiederverwenden?
Ja, selbstgemachte textile Alltagsmasken können in der Regel bei 60 oder 90 Grad gewaschen und wieder verwendet werden.

Was sagen WHO und RKI oder andere Wissenschaftler?
Wir halten uns an die Empfehlung der Bundesregierung, die vom RKI und verschiedenen anderen Experten beraten wird. Hiernach wird dringend dazu geraten, eine Alltagsmaske zu tragen.

Warum geht Hanau schärfer vor als der Bund?
Auch Bund und Land raten dringend dazu, Masken im Alltag zu tragen. Da in Hanau – anders als in fast allen anderen deutschen Städten – schon seit 30. März ein Maskengebot gilt und die Menschen nun schon zweieinhalb Wochen Zeit hatten, sich eine Alltagsmaske zuzulegen, hat sich Hanau dank der eingeübten Praxis dazu entschieden, nun diesen Schritt zu gehen, der möglicherweise auch auf Landes- oder Bundesebene folgen wird. Ziel aller ist und bleibt es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Diesem Ziel folgt auch die Stadt Hanau mit ihrer Maskenpflicht.

Gilt die Maskenpflicht auch für den Taxibetrieb?
Ja – zumindest für Fahrgäste. Für den Fahrer gilt sie nicht, weil er gemäß Straßenverkehrsordnung erkennbar sein muss.

Foto: Ein Auswahl an "Alltags-Masken", die die Maskenpficht der Stadt Hanau erfüllen. Quelle: Stadt Hanau/David Seeger

Keine Maskenpflicht für den ÖPNV ist fahrlässig

am 16 April 2020 20:36
Keine Maskenpflicht für den ÖPNV ist fahrlässig

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe unterstützt die von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) für ab Montag angeordnete Maskenpflicht in Ladengeschäften und für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Gleichzeitig kritisiert Raabe, dass in den Beschlüssen der Bundesregierung und Ministerpräsidenten nur auf Freiwilligkeit gesetzt werde. "Die Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ist für den Einzelhandel und die Kunden sicherlich eine gute Nachricht", lobt Raabe grundsätzlich die Beschlüsse. "Ebenfalls positiv bewerte ich, dass nun "dringend empfohlen" wird, einfache Mund-Nasen-Masken ("Alltagsmasken") beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr zu tragen. Das ist nach der falschen Einschätzung, die das Robert-Koch-Institut bis Anfang April dazu verbreitet hat und die von Teilen der Bundesregierung und Ministerpräsidenten leider übernommen wurde, ein echter Fortschritt."

Harte Kritik übt Raabe aber angesichts des wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesenen Nutzens des allgemeinen Tragens von Masken an der Freiwilligkeit: "Eine dringende Empfehlung, die auf Freiwilligkeit setzt, greift meiner Ansicht nach zu kurz. Gerade in Großstädten wie Berlin oder Frankfurt werden viele Menschen freiwillig keine Mund-Nasen-Maske tragen. Das birgt insbesondere in Bussen sowie U- und S-Bahnen im Berufsverkehr ein großes Infektionsrisiko, weil es in vollen Abteilen keinen Platz zum Ausweichen und für den notwendigen Abstand gibt. Es ist für mich fahrlässig, dass eine Pflicht zum Tragen von Alltagsmasken nicht mindestens für den ÖPNV beschlossen wurde. Es ist unlogisch, dass einerseits Geschäfte über 800 Quadratmeter, in denen viel Platz für Abstand ist, geschlossen bleiben müssen, während gleichzeitig in vollen U- und S-Bahnen Menschen eng gedrängt ohne Mund-Nasen-Masken andere beim Husten, Niesen oder Sprechen anstecken können."

Raabe unterstützt deshalb die Initiative von Claus Kaminsky: "Es ist gut, dass Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ab Montag für die Bürgerinnen und Bürger seiner Stadt eine Maskenpflicht in Ladengeschäften und für den ÖPNV beschlossen hat. Jeder kann in wenigen Minuten selbst eine Maske herstellen. Wenn alle eine Maske tragen, sind alle besser geschützt. Also: Bitte alle mitmachen!"

Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen in Bad Orb und Hanau

am 16 April 2020 20:26

In drei weiteren Einrichtungen im Main-Kinzig-Kreis hat es Covid-19-Fälle gegeben. Das teilte das Gesundheitsamt am Donnerstag mit, nachdem jeweils eine größere Zahl an positiven Testergebnissen eingegangen ist. Betroffen sind die Reha-Einrichtung MediClin (wir berichteten) sowie das Altenpflegeheim St. Martin in Bad Orb und das Haus St. Elisabeth in Hanau. "In der Einrichtung MediClin ist vergangene Woche zunächst eine Bewohnerin positiv getestet und isoliert worden. Sie musste stationär im Klinikum Fulda aufgenommen werden, erlag am Osterwochenende dann der Krankheit. Ein Test bei einer Person aus dem Personal fiel am Dienstag ebenfalls positiv aus. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt sind in der Reha-Einrichtung daraufhin die Isolationsmaßnahmen verschärft und alle Kontaktpersonen aus den Reihen der Patienten wie auch des Personals auf das Coronavirus getestet worden. Ein größerer Teil der Ergebnisse liegt seit Donnerstagmittag vor: Demnach sind nun insgesamt 13 Menschen – vier Mitarbeiter und neun Patienten – positiv getestet worden. Weitere  Ergebnisse der insgesamt rund 40 Tests stehen noch aus", heißt es nun in einer Pressemitteilung des Kreisgesundheitsamtes.

Das Gesundheitsamt hat Kontaktinformationen von insgesamt 58 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übermittelt bekommen. Diese werden sich größtenteils in häusliche Absonderung begeben müssen. Die Grundversorgung der Patienten soll unter hohen Schutzvorkehrungen weiter gewährleistet sein. Aus Altenpflegeheimen in Bad Orb und Hanau liegen darüber hinaus ebenfalls weitere positive Testergebnisse vor. Eine Person aus der Mitarbeiterschaft sowie zwei Bewohner haben sich in St. Martin in Bad Orb mit dem Coronavirus infiziert. In St. Elisabeth in Hanau sind drei Bewohner betroffen. Durch die schnelle Reaktion des Gesundheitsamts konnten in Zusammenarbeit mit den Häusern jeweils weitere Ausbrüche verhindert werden: Die überwiegende Zahl der Tests der Kontaktpersonen in den beiden Häusern fiel negativ aus.

Zwei Bewohner aus Hanau sowie die angestellte Pflegekraft aus Bad Orb werden im Moment stationär behandelt. Für die Betroffenen und deren Kontaktfeld hat das Gesundheitsamt jeweils Isolationsmaßnahmen angeordnet.

Donnerstag: Drei weitere Tote, 27 neue Coronavirus-Fälle

am 16 April 2020 17:17
Donnerstag: Drei weitere Tote, 27 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag drei weitere Tote sowie 27 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Zwei der Toten wohnten in einer Bad Soden-Salmünsterer Einrichtung, die aufgrund eines Covid-19-Ausbruchs seit vergangenem Freitag unter Quarantäne steht, ein weiterer Toter in Gründau. Die Neuerkrankten kommen aus Hanau (11), Bad Orb (4), Großkrotzenburg, Maintal, Nidderau (je 2), Biebergemünd, Bruchköbel, Linsengericht, Rodenbach, Schlüchtern und Schöneck. Damit ist die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle auf 428 gestiegen. Zieht man die 86 als genesen eingestuften Personen sowie die 17 Sterbefälle ab, sind aktuell noch 325 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden derzeit 50 Personen.

Offenbach: Zahl der positiv Getesteten bleibt bei 59

am 16 April 2020 16:39

Die Zahl der auf Covid-19 getesteten Menschen in Offenbach ist seit Mittwoch nicht gestiegen. Nach wie vor gibt es insgesamt 59 bestätigte Fälle. 15 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich weiterhin vier Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. 17 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 96 Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 24 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher drei Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89 und 102 Jahren, zwei hatten Vorerkrankungen. Unter den genannten Zahlen befinden sich derzeit auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen, die im Krankenhaus behandelt werden. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

Bad Orb: Corona-Ausbruch in Reha-Zentrum

am 16 April 2020 16:24

Im MediClin Reha-Zentrum Bad Orb ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Zehn Patienten sollen laut bisherigen Informationen positiv getestet worden sein, außerdem drei Mitarbeiter. Ein Patient ist bereits am Ostermontag nach einer Verlegung ins Klinikum Fulda verstorben. Laut Kreisgesundheitsamt wurden am Dienstag große Teile der Mitarbeiterschaft und Patienten, die möglicherweise Kontakt hatten, abgestrichen. Von den ersten rund 20 Tests liegen demnach jetzt die Ergebnisse vor, zwölf seien positiv. Laut weiterhin vorliegenden Informationen soll bereits am Ostermontag eine Mitarbeiterin positiv getestet worden sein. In der Klinik soll inzwischen eine Isolationsstation eingerichtet worden sein. Die betroffenen Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne, den positiv getesteten Patienten sollen momentan ohne Symptome sein.

12.661 Betten in hessischen Kliniken frei

am 16 April 2020 16:23

Die Zahl der positiv auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 getesteten Menschen steigt in Hessen weiter moderat an. Ebenso steigt die Zahl der an COVID-19 erkrankten und stationär Aufgenommenen. „Unser wichtigstes gemeinsames Ziel bleibt, die Zahl der Menschen, die schwer erkranken und stationär versorgt werden müssen, so niedrig wie möglich zu halten, damit unser Gesundheitssystem sie alle versorgen kann“, betont der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose.

Übersicht bestätigter SARS-CoV-2-Fälle in Hessen
Die Zahl der bestätigten Infektionen ist hessenweit, Stand 16. April, 14 Uhr, auf 6.590 Personen gestiegen, das entspricht einem Zuwachs von 4 % oder 256 Personen im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Corona-Virus SARS-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg in Hessen auf 192 Personen, das sind 18 Todesfälle mehr als am Vortag.

Überblick Belegungsanzahl COVID-19 in Krankenhäusern
Mit Stand vom 16. April 2020, 11:00 Uhr, sind in den hessischen Krankenhäusern 12.661 Betten frei (stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und Intensiv-Überwachungsbetten). Dies sind 611 Betten weniger als noch am 6. April (13.272). Die Gesamtzahl der COVID-19 Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt bei 917 Patienten, davon sind 253 Personen beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Betten mit Beatmung konnte erneut erhöht werden und liegt jetzt bei 2.187 Betten – 626 mehr als noch am 23. März (1.561 Bestand aller Plankrankenhäuser in Hessen). Derzeit gibt es 844 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern.

Die Basisreproduktionszahl R0
Die Basisreproduktionszahl R0 ist hilfreich, um die mögliche weitere Ausbreitung einer Epidemie einzuschätzen. Diese Maßzahl gibt an, wie viele weitere Menschen im Schnitt von einer einzelnen infizierten Person angesteckt werden. In Hessen liegt diese Zahl aktuell schätzungsweise bei 1,1.

Schneller testen mit der „Pool-Methode“
Bei dem sogenannten „Pool-Test“ handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Abstriche von mehreren Testpersonen zusammen untersucht werden können. Bei einem negativen Ergebnis gilt dies zuverlässig für sämtliche Teilnehmer der Kleingruppe, die zusammen getestet wurde. Ist der „Pool-Befund“ positiv, werden Einzeltests mit allen vorher genommenen Rückstellproben der Kleingruppe durchgeführt. Hierzu spezifiziert Prof. Dr. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie der Uniklinik Frankfurt: „Auch wenn Laborkapazitäten begrenzt sind, bietet die Pool-Testung die Möglichkeit zu einer deutlichen Ausweitung der Tests. Die Testkapazitäten können dadurch mindestens mit dem Faktor zehn gesteigert werden – damit sind deutlich flächendeckendere Tests möglich.“

COVID-19 Fallzahlen

am 15 April 2020 21:18
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit1: 1.988.143 (Vergl. 14.04.2020: + 63.265)
Todesfälle weltweit1: 126.812 (Vergl. 14.04.2020: + 7.046)
Bestätigte Fälle in Deutschland2: 127.584 (Vergl. 14.04.2020: + 2.486)
Todesfälle in Deutschland2: 3.254 (Vergl. 14.04.2020: + 285)
Bestätigte Fälle in Hessen3: 6.334 (Vergl. 14.04.2020: + 155)
Todesfälle in Hessen3: 174 (Vergl. 14.04.2020: + 27)

Hanau führt Maskenpflicht im Einzelhandel und ÖPNV ein

am 15 April 2020 19:39

Die Richtung von Bund und Land ist seit Mittwochabend klar und eröffnet damit auch der Stadt Hanau die Chance, die Einschränkungen für Teile des öffentlichen Lebens auslaufen zu lassen. Entsprechende Grundsatzbeschlüsse durch Bund und Land erlauben solche Lockerungen unter anderem für Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern und damit scheint sicher, dass nächste Woche auch in der Hanauer Innenstadt ein großer Teil der Ladengeschäfte wieder öffnen darf. "Um diesen Schritt in eine neue Zeit mit größtmöglicher Großzügig- und Freizügigkeit zu ermöglichen, sind jedoch strenge Regeln zu Hygiene und Abstand notwendig", kündigt Oberbürgermeister Claus Kaminsky an. Nach seinen Worten will die Brüder-Grimm-Stadt die Interpretationsspielräume so weit wie möglich im Interesse der Einzelhändler auslegen. Dies werde aber nur mit sehr klaren Absprachen und gut durchdachten Schutzkonzepten funktionieren. Dazu gehört neben einer Begrenzung der Personenzahl im Laden und einer Überwachung eventueller Warteschlangen auch die Vorgabe, einen Mundschutz zu tragen. "Die dringende Empfehlung der Bundes- und Landesregierung, sich mit einem Mund-Nasen-Schutz verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll in der Öffentlichkeit zu verhalten, haben wir dahingehend erweitert, dass ab Montag in Hanau jeder, der ein Ladengeschäft betritt, eine solche Behelfs- oder Alltagsmaske tragen muss", präzisiert Kaminsky und ergänzt, dass die Stadt hier auf die guten Erfahrungen zurückgreife, die sie auf dem Hanauer Wochenmarkt mit einem klaren Reglement und strikter Überwachung der geforderten Maßnahmen gemacht habe. Die Maskenpflicht soll darüber hinaus auch im Öffentlichen Personennahverkehr gelten.

"Im Interesse der Wiederbelebung unserer Wirtschaft ist die Öffnung zu diesem Zeitpunkt richtig und konsequent", so der OB und betont, dass trotzdem das oberste Ziel der Gesundheitsschutz bleibe. "Wir müssen weiterhin mit allen Mitteln darum kämpfen, dass die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamt wird", macht er deutlich, dass das Risiko einer Infektion nach wie vor besteht. "Dass wir schrittweise Lockerungen zulassen, darf nicht den falschen Eindruck wecken, dass die Corona-Krise beendet ist." Deshalb begrüßt Kaminsky ausdrücklich, dass die Kontaktsperre bis zum 4. Mai verlängert wurde. Geschlossen bleiben vorläufig bis zum 4. Mai die städtischen Einrichtungen und die Stadtverwaltung. "Wir haben uns entschieden, uns die nächsten zwei Wochen darauf zu fokussieren, den Einzelhandel bei der Wiedereröffnung zu unterstützen, indem wir durch Aufklärung und Begleitung für möglichst hohe Akzeptanz und Verständnis bei der Kundschaft sorgen," erläutert OB Kaminsky die Pläne, die darauf basieren, dass Kundschaft und Einzelhandel von der Notwendigkeit der Schutz- und Hygienekonzepte überzeugt werden.

Das Vorgehen stößt beim Hanau Marketing Verein auf große Zustimmung. Mehmet Kandemir, erster Vorsitzender des HMV, erklärt, eine erste Kurzumfrage unter den Hanauer Einzelhändlern habe eindeutig ergeben, dass man "mit den Auflagen gut leben kann, wenn dafür die Geschäfte wieder geöffnet werden dürfen". Der HMV begrüßt ausdrücklich die Entscheidung der vorsichtigen Lockerung. Dass die Stadt die Durchsetzung der unerlässlichen Vorschriften durch flankierende Maßnahmen erleichtern wird, sorgt für Erleichterung bei den Einzelhändlern des HMV. "Wir freuen uns über jeden Tag, den wir früher damit anfangen können, die Auswirkungen der mehrwöchigen Schließung aufzuarbeiten," erinnert Kandemir daran, dass die Einnahmeausfälle für den Einzelhandel schnell existenziell bedrohlich werden können.

Dass die eingeleiteten Hygiene- und Schutzmaßnahmen eher vertrauensbildend bei der Kundschaft ankommt, davon geht Martin Bieberle, Geschäftsführer der Hanau Marketing GmbH, aus. "Sowohl die Maskenpflicht als auch die Vorgaben für die Anzahl der Kundinnen und Kunden im Ladengeschäft geben ein eindeutiges Signal, dass uns die Gesundheit der Menschen wichtig ist." Er sieht auch in der praktischen Umsetzung kein Problem. "Wir haben in Hanau durch die dringende Empfehlung zur Maske schon sehr frühzeitig einen klaren Kurs vorgegeben, der dazu geführt hat, dass vielerorts selbstgenähte Masken entstehen und angeboten werden." Auch die Schneiderei der Brüder Grimm Festspiele biete samstags auf dem Wochenmarkt regelmäßig wiederverwendbare Baumwollmasken an. "Im Internet gibt es unzählige kreative Ideen, wie man zu einer Maske kommen kann", macht Bieberle darauf aufmerksam, dass im Zweifelsfall ein quadratisches Nickituch und zwei Haargummis reichen, um sich mit einer Behelfsmaske auszustatten. "Das Video dazu ist auf unserer Internetseite www.corona.hanau.de zu finden."

Corona-Krise: Das sind die neuen Beschlüsse

am 15 April 2020 19:29

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben sich am Mittwoch auf das weitere Vorgehen zur Eindämmung des Coronavirus verständigt. Leitschnur für die angepassten Regeln ist das Ziel, die Erfolge der letzten Wochen zu sichern. Die seit Mitte März geltenden Kontaktbeschränkungen werden grundsätzlich bis zum 3. Mai 2020 verlängert. 

  • Der Schulbetrieb soll ab 4. Mai schrittweise wieder aufgenommen werden - zunächst prioritär für Abschlussklassen und qualifikationsrelevante Jahrgänge sowie die letzte Klasse der Grundschule.
  • Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen wieder stattfinden können.
  • Die Kultusministerkonferenz wird beauftragt, bis zum 29. April ein Konzept für weitere Schritte vorzulegen, wie der Unterricht insgesamt wieder aufgenommen werden kann.
  • Die Notbetreuung wird fortgesetzt und auf weitere Berufs- und Bedarfsgruppen ausgeweitet.
  • Geschäfte bis zu 800 qm Verkaufsfläche sowie, unabhängig von der Verkaufsfläche, Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen können wieder öffnen. Dabei müssen sie Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen beachten.  
  • Friseurbetriebe sollen sich darauf vorbereiten, unter den gleichlautenden Auflagen sowie unter Nutzung persönlicher Schutzkleidung ab dem 4. Mai den Betrieb wieder aufzunehmen. 
  • Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sowie religiöse Feierlichkeiten und Veranstaltungen sollen zunächst weiter nicht stattfinden. 
  • Die Bürgerinnen und Bürger bleiben aufgerufen, auf private Reisen und Besuche weiterhin zu verzichten.
  • Großveranstaltungen bleiben mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt.

Rechtzeitig vor dem 4. Mai werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder die Entwicklung erneut bewerten und weitere Maßnahmen beschließen.

Mittwoch: 15 neue Coronavirus-Fälle und ein weiterer Toter

am 15 April 2020 18:33
Mittwoch: 15 neue Coronavirus-Fälle und ein weiterer Toter

Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch 15 neue laborbestätigte Coronavirus-Infektionen sowie einen weiteren Toten aus Hanau gemeldet. Die 15 an Covid-19 Erkrankten kommen aus Bad Orb, Hanau (je 5), Maintal (je 2), Biebergemünd, Freigericht und Nidderau. Damit liegt die Zahl der laborbestätigten Fälle nun bei über 400. „Auch die Zahlen im Main-Kinzig-Kreis machen deutlich, dass die Verlängerung der Kontaktverbote, auf die sich die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten geeinigt haben, richtig ist. Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht überwunden“, erklärte Landrat Thorsten Stolz (SPD) in einer Stellungnahme zu den ersten durch Bund und Land veröffentlichten Informationen.

Im Vergleich zu anderen Ländern sei es Deutschland bis jetzt gut gelungen, die Corona-Pandemie zu bekämpfen und vor allem die ambulante und stationäre medizinische Versorgung durchgehend aufrecht zu erhalten, so Stolz weiter: „Alle ergriffenen Maßnahmen zielen darauf ab, dass der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt wird und es zu keiner Überforderung des Gesundheitssystems kommt. Auch mit Blick auf den Main-Kinzig-Kreis ist uns dies – trotz steigender Fallzahlen – gut gelungen. So gesehen ist es hier nur konsequent, Kurs zu halten.“

Der Landrat betont aber auch, dass alle Maßnahmen immer eine Gratwanderung zwischen Eindämmung der Pandemie einerseits und ersten Lockerungen andererseits seien, um schrittweise in das öffentliche und wirtschaftliche Leben zurück zu kehren. „Die heute getroffenen Entscheidungen von Bund und Land unterstreichen, dass es sinnvollerweise kein Hochfahren von null auf hundert geben darf und wir vor allem weiterhin eines brauchen: Geduld, Verständnis, Disziplin und Zusammenhalt“, so Thorsten Stolz. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle aus dem Main-Kinzig-Kreis ist mit den 15 neuen auf nun 401 gestiegen*. Zieht man die mittlerweile 86 als genesen eingestuften Personen sowie 14 Sterbefälle ab, sind aktuell noch 301 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden derzeit 50 Bürgerinnen und Bürger. 

*Hinweis: Die Gesamtzahl der Coronavirus-Erkrankungen umfasst alle laborbestätigten Fälle von Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis seit Beginn der Verbreitung. Gelegentlich muss die Statistik angepasst werden, etwa bei zunächst nicht eindeutigen Adressmeldungen aus den Laboren, einer erst nachträglichen Aufklärung über den Erstwohnsitz durch die Patienten oder gar einem Irrtum bei der Ergebnisfeststellung.

 

209 Wetterauer mit Corona-Virus infiziert

am 15 April 2020 13:29
209 Wetterauer mit Corona-Virus infiziert

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis liegt am Mittwoch (15. April) bei 209, 94 Menschen sind von der Krankheit wieder genesen. Eine 87jährige erkrankte Frau ist an COVID-19 gestorben, somit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf sechs. Das teilt Landrat Jan Weckler nach der heutigen Sitzung des Führungsstabes mit. Die Zahl der Kranken liegt damit um drei höher als gestern, die der Genesenen stieg in diesem Zeitraum um sieben. Insgesamt befinden sich 14 Menschen (gestern: 19) mit der Diagnose COVID-19 in stationärer Behandlung. Sechs (gestern: acht) von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.

Jede Wetterauer Kommune betroffen

Die 209 Krankheitsfälle verteilen sich auf alle 25 Wetterauer Städte und Gemeinden. Die Stadt Bad Vilbel hat mit 34 Fällen den höchsten Stand (davon 19 genesen), gefolgt von Karben mit 28 (davon 13 genesen) und Bad Nauheim mit 26, von denen 14 wieder genesen sind, Ortenberg mit 17 Erkrankten, davon sechs Genesenen. Im niedrigen zweistelligen Bereich liegen Büdingen mit 13, Butzbach und Friedberg mit je zwölf Fällen.

Die weitere Verteilung der bestätigten Corona-Fälle

Nidda: Neun
Altenstadt: Sieben
Kefenrod, Limeshain: Jeweils sechs
Florstadt: Fünf
Glauberg, Münzenberg, Ober-Mörlen, Rosbach, Wölfersheim: Jeweils vier
Echzell, Reichelsheim: Jeweils drei
Gedern, Rockenberg: Jeweils zwei
Hirzenhain, Niddatal, Ranstadt, Wöllstadt: Je ein Fall.

Die Kapazität an Krankenhausbetten

In den fünf Krankenhäusern im Wetteraukreis (Bürgerhospital Friedberg, Hochwald-Krankenhaus Bad Nauheim, Kerckhoff-Klinik, Krankenhaus Schotten, Mathildenhospital Büdingen) sind von den 1.004 zur Verfügung stehenden normalen Betten 344 frei. Intensivbetten ohne Beatmung gibt es insgesamt 28, wovon 15 frei sind, und von den insgesamt 89 Intensivbetten mit Beatmung sind 41 frei.

Foto: Die Grafik mit der Anzahl der bestätigten Corona-Fälle und der bereits wieder Genesenen.

Covid-19: 59 Personen in Offenbach positiv getestet

am 15 April 2020 13:25

Insgesamt wurden inzwischen 59 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Seit Dienstag ist die Zahl der bestätigten Fälle um drei gestiegen. Aktuell werden 14 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich vier Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen weiterhin in einem kritischen Zustand. 20 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. 22 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher drei Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89 und 102 Jahren, zwei hatten Vorerkrankungen.



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