Auf einer Betriebsversammlung am Mittwoch haben die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter der Veritas AG in Gelnhausen mehrheitlich gegen weitere Verhandlungen mit der Unternehmensführung gestimmt. Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz und die Spitze des Main-Kinzig-Kreises um Landrat Thorsten Stolz (SPD), Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) und Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann (CDU) unterstützt uneingeschränkt die klare Position des Betriebsrates der Veritas AG, den geplanten Abbau von 700 Arbeitsplätzen am Standort Gelnhausen nicht mitzugehen und keinerlei Vereinbarungen mit der Unternehmensspitze beziehungsweise den potenziellen Investoren zu treffen.

"Die Belegschaft von Veritas hat auf über 40 Millionen Euro tariflich zustehendem Einkommen jahrelang verzichtet und wird jetzt mit einer Produktionsverlagerung ins Ausland und der Streichung von 700 Stellen in Gelnhausen dafür belohnt", kritisiert der Landtagsabgeordnete der LINKEN, Hermann Schaus, in einer Presseerklärung das Vorgehen der Veritas-Geschäftsführung.

Nach dem Faschingsumzug am Samstag in Gelnhausen kam es zu einer Auseinandersetzung in der Kneipe „Eulenspiegel“ in der Röther Gasse (wir berichteten). Da auch Pfefferspray zum Einsatz kam, musste das Lokal komplett geräumt werden. Zahlreiche Rettungskräfte waren vor Ort. In Streit gerieten laut Polizeiangaben am Faschingssamstag gegen 20.30 Uhr zwei 42 und 41 Jahre alte Männer, beide aus Gelnhausen.

Der TSV Höchst sagt den Faschingsumzug am Dienstag aufgrund der aktuellen Ereignisse in Volkmarsen und einer Empfehlung des Innenministeriums ab. Das haben die Veranstalter am Dienstag um kurz nach 11 Uhr mitgeteilt.

Der Verkauf der Veritas und der damit verbundene Verlust von rund 700 Arbeitsplätzen ist nach Einschätzung der lokalen CDU-Mittelstandsunion (MIT) nur der Anfang einer Entwicklung, an deren Ende eine nachhaltige Beschädigung der gesamten Automobilindustrie stehen werde.

Tausende von Menschen säumten am Samstag die Straßen in Gelnhausen, durch die sich der 49. Faschingsumzug schlängelte. Zwischen den Gelnhäuser „Käwwern“, die in diesem Jahr den närrischen Lindwurm anführten, und dem Gelnhäuser Geselligkeitsverein „Die Schelme“, die das Schlusslicht bildeten, sorgten knapp 2000 Fassenachter mit etwa 80 Zugnummern für ein farbenfrohes und ideenreiches Spektakel.

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