Besonnenheit und Vorsicht im Umgang mit den derzeit sich im Internet verbreitenden Informationen rund um den Anschlag in Hanau fordert Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und mahnt, die jeweiligen Quellen der Spekulationen kritisch zu hinterfragen. Aus Sicht des Hessischen Landeskriminalamts gebe es derzeit "keinen Grund, im Zusammenhang mit dem Attentat von einer akuten weiteren Gefahr auszugehen". Allen Hinweisen zum Tathergang gingen Landes- und Bundeskriminalamt unter Leitung des Generalbundesanwalts akribisch nach.

Dem Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) fallen vermehrt Spekulationen über den Tathergang des Anschlags in Hanau aus verschiedenen Quellen auf. "Aus Sicht der hessischen Polizei gibt es zur Zeit keinen Grund in diesem Zusammenhang von einer akuten weiteren Gefahr auszugehen. Allen Hinweisen zum Tathergang wird im Rahmen der gemeinsamen Ermittlungen von HLKA und BKA unter Leitung des GBA akribisch nachgegangen", heißt es in einer Pressemitteilung.

"Die Sorgen und Nöte der Angehörigen der Ermordeten und Verletzten haben Priorität für uns. Wir wollen sichergehen, dass wir immer nach den wirklichen Bedürfnissen der Angehörigen handeln," unterstreicht Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) die Haltung der Stadt.

Papst Franziskus hat in einem Telegramm sein Mitgefühl für die Opfer der rassistischen Morde in Hanau zum Ausdruck gebracht. Das Schreiben hat Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in seinem Namen an den Fuldaer Erzbischof Michael Gerber übersandt.

Dr. Maria Haas-Weber, Vorsitzende des Hanauer Ärztevereins, und Dr. Silke Hoffmann-Bär, Leiterin der Stabsstelle Gesundheit der Stadt Hanau, sind am Freitag von Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) als Opferbeauftragte der Stadt Hanau vorgestellt worden.

Nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau ruft die Initiative "Gemeinsam gegen Terror und Rassismus" dazu auf, am Sonntag, den 23.02.2020 um 14 Uhr auf dem Kurt-Schumacher-Platz zusammen zu kommen und von dort gemeinsam zum Hanauer Marktplatz zu ziehen, um den Opfern dieses rassistischen Verbrechens zu gedenken.

Zu Details der Terrornacht in Hanau macht die Polizei weiterhin keine Angaben. „Der genaue Tathergang ist noch Gegenstand der Ermittlungen, daher halten wir uns zurück“, erklärte Bundeskriminalamts-Präsident Holger Münch am Freitag in der Bundespressekonferenz in Berlin. Damit bleibt auch weiterhin offen, was Tobias R. nach seinen letzten tödlichen Schüssen am Kurt-Schumacher-Platz im Stadtteil Kesselstadt um kurz nach 22 Uhr am Mittwochabend gemacht hat. Erst circa fünf Stunden später hatte die Polizei seine Leiche und die seiner Mutter in der nur wenige hundert Meter entfernten Reihenhaushälfte entdeckt.

Am Donnerstag, 20.02.2020, kam es gegen 12:35 Uhr zu einer Rauchentwicklung auf einem Schiff, welches in Richtung Schleuse Mühlheim auf dem Main unterwegs war.

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