Und weiter: "Der Entwurf des Bebauungsplans liegt, wegen wiederholter Auslegungsfehler, gerade zum vierten (!) Mal zur öffentlichen Stellungnahme aus - die Frist zum Erheben von Einwendungen endet am 21. Mai. Und trotz dieses vollkommen unausgegorenen Verfahrensstands laufen schon verschiedene Arbeiten in der Feldflur um Kilianstädten."
Während die Natur in vollem Wachstum stehe, würden auf einer Fläche Sondierungsarbeiten stattfinden: "Mit schwerem Gerät werden tiefe Löcher gebohrt, um den Untergrund zu erkunden. Während diese Arbeiten mitten in kniehohen Pflanzen möglich sind, wurden gleich mehrere andere Flächen kahl rasiert, das dort stehende Getreide samt Wurzeln systematisch und großflächig ausgerissen und geschreddert. Auf diesen Flächen wurden Sondierungsarbeiten bereits zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt. Damit stellt sich die Frage: Warum wurde hier die Vegetation ausgerechnet jetzt, in vollem Wachstum stehend, gleich auf mehreren großen Flächen mit Stumpf und Stiel vernichtet? Soll hier der von der Ausrottung bedrohte Feldhamster vergrault werden, der stets Deckung benötigt, um im Frühling wieder ins Leben zu finden? Solange es noch Getreidefelder gibt, könnte er plötzlich doch noch wieder auftauchen und das gesamte Projekt gefährden. Wurden die Felder kahl rasiert, damit genau das nicht mehr möglich sein soll?"
Abschließend erklärt die Bürgerinitiative: "Wer wild lebende Tiere der streng geschützen Arten erheblich stört, wer ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten zerstört, begeht mindestens eine naturschutzrechtliche Ordnungswidrigkeit, wenn nicht gar eine Straftat. Angesichts des chaotischen Verfahrensablaufs stellt sich die Frage: Was geschieht derzeit in Kilianstädten?"


