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Pfarrer Kasaija berichtet von Trinity Secondary School Mpeefu in Uganda

Pfarrer Kasaija berichtet von Trinity Secondary School Mpeefu in Uganda

Beim Informationsabend im Februar 2026 informierte Pfarrer Patrick Kasaija über die aktuelle Entwicklung der Trinity Secondary School Mpeefu in seiner Heimat Uganda.

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Eingeladen waren alle Patinnen und Paten, die das Schulprojekt unterstützen. Anhand von Bildern und konkreten Zahlen zeichnete Kasaija ein anschauliches Bild davon, wie sich die Schule seit ihrer Gründung weiterentwickelt hat und welche Perspektiven sich dadurch für viele Kinder eröffnen.

Das Leitwort der Schule lautet: „Exzellenz inspirieren. Charakter bilden.“ Ziel ist es, junge Menschen in ihren Begabungen zu fördern, sie zu guten schulischen Leistungen zu führen und zugleich ihre Persönlichkeit zu stärken. „Wir möchten Kindern aus sehr armen Familien eine echte Chance geben. Bildung ist und bleibt der Schlüssel zu einem besseren Leben“, betonte Kasaija.

Seit dem Baubeginn im September 2019 hat sich die Schule stetig weiterentwickelt. Dank der großzügigen Unterstützung der Batschka Stiftung sind inzwischen elf Gebäude entstanden, darunter mehrere Klassenräume sowie Internatsgebäude für Mädchen und Jungen. Außerdem wurde das gesamte Schulgelände vollständig umzäunt. „Die Sicherheit unserer Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte hat höchste Priorität“, erklärte Kasaija. Die Umzäunung sei ein wichtiger Schritt gewesen, um einen geschützten Lernort zu schaffen. Für 2026 ist geplant, die Oberstufe weiter auszubauen und zusätzliche Jahrgänge aufzunehmen.

Derzeit besuchen 252 Schülerinnen und Schüler die Schule, 80 Prozent von ihnen leben im Internat. Viele stammen aus entlegenen Dörfern oder schwierigen familiären Verhältnissen, die ein regelmäßiges Lernen sonst kaum ermöglichen würden. Im Jahr 2025 legten 55 Jugendliche erfolgreich ihren Schulabschluss ab, ein großer Erfolg für die noch junge Schule. 22 Lehrkräfte sowie weitere Mitarbeitende sorgen engagiert für Unterricht und Betreuung. Der strukturierte Schultag bis 17 Uhr wird durch Freizeit- und Sportangebote ergänzt, sodass die Jugendlichen nicht nur fachlich, sondern auch sozial gestärkt werden.

Das Schulgeld beträgt 120 Euro pro Trimester beziehungsweise 360 Euro im Jahr. Darin enthalten sind Unterricht, Verpflegung und eine medizinische Grundversorgung. Für viele Familien ist selbst dieser Betrag kaum aufzubringen. Umso wichtiger sind die Patenschaften: Aktuell bestehen 16 Patenschaften, fünf mehr als im Vorjahr. Einige der ersten Patenkinder haben die Schule inzwischen erfolgreich abgeschlossen, und ihre Unterstützer haben sich bereit erklärt, weitere Kinder zu fördern. Dennoch bleibt der Bedarf groß. „Es gibt weiterhin Familien, die diesen Betrag nicht bezahlen können. Wir sind dringend auf zusätzliche Patenschaften angewiesen“, so Kasaija. Jede Patenschaft schenke nicht nur Bildung, sondern auch Hoffnung und Zukunft.

Neben dem Schulbetrieb setzt die Schule stark auf Selbstversorgung und Nachhaltigkeit. 2023 startete ein Ernährungsprojekt auf dem schuleigenen Grundstück. Seither werden Bohnen, Mais, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Bananen und verschiedene Gemüsesorten angebaut. Ergänzt wird dies durch eine Geflügelzucht. Ziel ist nicht nur die Versorgung der Schulgemeinschaft mit frischen Lebensmitteln, sondern auch die Vermittlung praktischer Kenntnisse. Angesichts hoher Arbeitslosigkeit in Uganda sollen die Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich später selbst versorgen zu können.

Auch im Umweltschutz engagiert sich die Schule: Auf einem weiteren Grundstück wurden 1.000 Bäume gepflanzt. Zudem wurde ein Generator angeschafft, um bei Stromausfällen Wasserpumpen und zumindest einige Klassenräume weiter betreiben zu können. Perspektivisch ist die Installation einer Solaranlage für alle Gebäude geplant, ebenso die Anschaffung eines kleinen Schulbusses.

Am Ende des Abends wurde deutlich: Die Trinity Secondary School Mpeefu ist weit mehr als eine Bildungseinrichtung. Sie ist ein Ort der Hoffnung, der Solidarität und der konkreten Hilfe zur Selbsthilfe. Mit Unterstützung aus Deutschland wächst hier Schritt für Schritt eine Zukunft für Kinder, denen sonst viele Türen verschlossen blieben. Wer mehr erfahren oder eine Patenschaft übernehmen möchte, kann sich an Pfarrer Kasaija wenden (patrick.kasaija@bistum-fulda.de, Tel. 06055-931221).

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