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Kunstverein Meerholz: Kunst an Erde

Kunstverein Meerholz: Kunst an Erde

Saisoneröffnung 2026 im Kunstverein Meerholz in der Hanauer Landstraße 5 mit der Ausstellung "Kunst an Erde" vom 20.03. - 19.04.2026 mit Werken von Monika Brüßler, Q.Fell, Ellen Hug, Sabine Lather, Achim Gogler, Ulla Morbach, Sike Reusing und Annemieke van den Bergh.

Die Vernissage findet am Freitag, den 20.03.26 ab 19:30 statt. Geöffnet ist die Ausstellung sonntags von 15 - 19 Uhr (Ostersonntag geschlossen). Zur Finissage am So., 19.04., darf man sich ab 17 Uhr auf retro-future-ambient Sound von W. Reußwig freuen (die Ausstellung ist schon ab 15 Uhr geöffnet).

Kunst an Erde

Der Titel der aktuellen Gruppenausstellung im Kunstverein Meerholz wirft spontan viele Fragen auf. Kunst an Erde - welche Botschaften verstecken sich dahinter? Was erzählen die Bilder und Skulpturen? An wen sind diese Botschaften gerichtet? Was passiert, wenn der natürliche Lebensraum durch Atelier und die Kunst erweitert werden? Kunst an Erde? Auch die Frage nach der stilistischen Einordnung dieser Gruppen-Ausstellung ist nicht einfach zu beantworten. In abstrakten, naturalistischen, poetischen, romantischen und an Graffiti erinnernde Malweisen, Kalligrafen und Skulpturen wird sich mit dem Thema auseinandergesetzt. Wälder, Landschaften, Tiere, historische Gebäude und Erinnerungen sind sowohl Thema wie auch Inspiration. Lehm und Erdpigmente als künstlerischem Material setzten sich ganz direkt mit dem Element Erde auseinander. Tierdarstellungen eröffnen eine weitere Perspektive auf das Thema Erde: Sie zeigen das Leben, das aus ihr hervorgeht und mit ihr untrennbar verbunden ist. Kraftvolle wie sensible Motive lassen Natur als Lebensraum und Spiegel menschlicher Emotionen erscheinen. „Kunst an Erde“ lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen zu entdecken – von der sinnlichen Materialerfahrung bis zur feinenmalerischen Beobachtung der Natur. Eine Ausstellung, so vielfältig wie das Leben auf der Erde.

Annemieke van den Bergh: Ich erforsche Landschaft als Gefühl und Erinnerung. Wasser, Felsen und Horizonte tauchen in intensiven Farben auf und lösen sich zugleich in freie Malerei auf. Die sichtbaren Spuren des Malprozesses lassen Bildräume entstehen, in denen sich Natur, Bewegung und Atmosphäre begegnen.

Monika Brüßler: Eine lila Kuh im Großstatdt-Dschungel? Gibt es wirklich lila Kühe? Wie verändern Popart und Werbung die Vorstellung von der Erde?

Achim Gogler:  Meine Arbeiten sind gegenständlich, realistisch, einige mit Anklängen an den Impressionismus. Meistens beschreiben sie eine Tages- oder Jahreszeit. Die dargestellten Motive sind fast alle meinem heimatlichen Umfeld entnommen und mit Öl-, Aquarell- und Gouachefarben dargestellt.

Ellen Hug: Die Kulturpreisträgerin des MKK 2021 war schon immer fasziniert von der Farbvielfalt, die in kargen Wüstenlandschaften zu finden ist. In dieser Ausstellung setzt sie sich mit den Farbvarianten der Erde auseinander. Bevorzugt arbeitet sie mit Erdpigmenten kombiniert mit verschiedenen Bindemittel, sei es Acrylbinder oder Gummi Arabicum. Ihre abstrakte Arbeiten umfassen (meist großformatige) Acrylbilder auf Leinwand, oder kleinere Aquarelle.

Sabine Lather:  Die Skulptur und die Bilder von Sabine Lather brechen mit dem Bild des blauen Planeten und zeigt stattdessen eine Erde, die von Ausbeutung gezeichnet ist. Eine künstlerische Momentaufnahme, die dort hinsieht, wo wir uns bereits an die Dunkelheit gewöhnt haben.

Ulla Morbach: Erfindung, Farbe und Komposition sind die Elemente der Kunst. Bäume, Wolken und Landschaft sind irdisch. Welche Spuren hinterläßt die Umgebung? Was bleibt im Pinsel hängen und wandert auf Papier oder Leinwand?

Silke Reusing: Die Künstlerin befasst sich seit vielen Jahren mit der Kalligraphie - der Kunst des schönen Schreibens. Aktuell arbeitet sie an der kalligraphischen Gestaltung selbst gedichteter Haikus. Dabei handelt es sich um eine traditionelle japanische Gedichtform, die oft Naturerfahrungen zum Inhalt hat und aus 5 - 7 - 5 Silben besteht. Sie bringt diese sowohl inhaltlich als auch visuell in eine moderne Form. Daneben werden auch andere Schrift- bzw. Wortbilder/Kalligraphien gezeigt.

Q.Fell: Vincent van Gogh hat gesagt "Die Natur ist ein Künstler ohne Pinsel", in meinen Augen ist die Natur der größte Künstler ever. Die Kunst der Natur ist einzigartig und lässt sich nur schwerlich zitieren. Jeder Versuch ist ein Wagnis, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Web: www.kunstverein-meerholz.de

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