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Gegen AfD-Werbung: Großplakate „Wir stehen zusammen!“ aufgestellt

Gegen AfD-Werbung: Großplakate „Wir stehen zusammen!“ aufgestellt

Dank großzügiger Spender sind am Wochenende in Gelnhausen die ersten Großplakate der für gesellschaftlichen Zusammenhalt werbenden neuen Kampagne „Wir stehen zusammen!“ des parteiübergreifenden Vereins Hand aufs Herz e.V. aufgestellt worden. „Für Demokraten kommen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Solidarität und Menschenwürde auch in Krisenzeiten zuerst!“, hatten Alexander Schopbach und Julia Hott, die Vorsitzenden von Hand aufs Herz e.V., wenige Tage zuvor bei der Präsentation ihrer Kampagne betont, mit der der Verein einen Gegenpol zu einer auf gesellschaftliche Spaltung zielenden bundesweiten Großplakat-Kampagne der rechtsextremen AfD setzt.

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„Wir freuen uns sehr darüber und sind dankbar, dass sich so schnell Plakat-Paten gefunden haben, die mit ihren Spenden das Aufstellen unserer ersten Großplakate ermöglichen, denn auch bei uns in der Region haben die ersten AfD-Plakate Einzug gehalten“, berichten Schopbach und Hott. Sie betonen: „In Zeiten, in denen in Deutschland wieder Geflüchteten-Unterkünfte brennen, Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker durch die Städte marschieren und die AfD bei Wahlen und in Umfragen klar zulegt, dürfen wir als Demokraten solche die Gesellschaft spaltenden Kampagnen der Rechtsaußenpartei nicht totschweigen“.

Um ein Zeichen gegen diese von den Populisten betriebene gesellschaftliche Spaltung zu setzen, hat Hand aufs Herz e.V. Layouts kreiert, die im Download-Bereich der Internetseite www.handaufsherz-gn.de heruntergeladen werden und in den sozialen Medien, für Flyer, Aufkleber, Plakate und weitere Drucksachen verwendet werden können. „Wir hoffen, dass viele Menschen, Vereine, Institutionen etc. davon Gebrauch machen und so ein Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen, beispielsweise auf ihren Facebook-Seiten, bei Instagram oder auch mit Plakatdrucken vor ihrer Haustüre“, appelliert Hand aufs Herz. Zudem hofft der Verein darauf, dass der Demokratie verpflichtete Firmen, die sich derzeit unverhofft mit ihren Werbeträgern in Nachbarschaft der fragwürdigen AfD-Großplakate befinden, die Reißleine ziehen und so auch den Betreibern der Werbeflächen signalisieren: Mit der AfD möchten wir nicht in Verbindung gebracht werden.

Wer eine Patenschaft für ein Großplakat „Wir stehen zusammen!“ in seiner Stadt oder Gemeinde übernehmen möchte, kann sich unter der E-Mail-Adresse handaufsherz@mail.de direkt an den Verein wenden, um Standorte abzusprechen. Für Spenden kann Hand aufs Herz e.V. Spendenbescheinigungen ausstellen.

Schopbach und Hott appellieren auch an die politisch Verantwortlichen in Städten und Gemeinden, zivilgesellschaftliche Initiativen zu unterstützen, die aus der demokratischen Mitte heraus parteiübergreifend Gesicht für eine demokratische, weltoffene und bunte Welt zeigen - und somit oftmals auch ins Visier der Rechtsextremen und Verschwörungstheoretiker geraten. Sie erinnern in diesem Zusammenhang an eine im Dezember 2019 einstimmig beschlossene Resolution der Stadtverordneten in ihrer Heimatstadt Gelnhausen unter der Überschrift „Kein Platz für Hass“ und sagten: „Angesichts des Einzugs der AfD-Großplakate in die Stadtbilder ist es nun an der Zeit, genau an diese Botschaft anzuknüpfen und dem Hass vor Ort etwas entgegenzusetzen“.

Über Hand aufs Herz e.V.: Der rund 70 Mitglieder zählende parteiübergreifende Verein mit Sitz in Gelnhausen fördert gemeinsam mit möglichst vielen Bürger:innen das gesellschaftliche Zusammenstehen gegen Populist:innen und Antidemokrat:innen.

Sein Credo lautet: Wir leben gemeinsam in einem weltoffenen und toleranten, einem liebens- und lebenswerten Staat. Demokratische Grundwerte prägen unser Miteinander seit über 70 Jahren, denn wir stehen zusammen und bewältigen auch fordernde Situationen als Gesellschaft stets gemeinsam, parteiübergreifend und ideologiefrei – weil unser aller Herzen für unsere großartige Demokratie schlagen. Um zu verhindern, dass populistische, antidemokratische Kräfte einen nachhaltigen Schatten über unser lebensfrohes offenes Miteinander legen, möchten wir alle Menschen bitten, Ihre Hand auf Ihr Herz zu legen: Bekennen Sie sich gemeinsam mit vielen anderen Bürger:innen klar zu den demokratischen Grundwerten unseres gesellschaftlichen, sozialen und politischen Gefüges. Dafür legen wir täglich aufs Neue unsere Hand aufs Herz! Machen Sie mit!  Lassen Sie uns gemeinsam zeigen, dass unsere Herzen für eine Gesellschaft schlagen, in der Demokratiefeind:innen und Populist:innen keinen Platz haben! Lassen Sie uns gemeinsam deutlich machen, dass destruktive Kräfte in unserer Mitte keine Chance haben.

Weitere Informationen finden Interessierte auf www.handaufsherz-gn.de und auf der Bündnis-Seite von Hand aufs Herz e.V. unter www.wir-sind-mehr.com.

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Kommentare

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Pro libertate
3 jahre vor
Man wirbt also für Zusammenhalt, indem man andere ausgrenzt. Übrigens ist die AfD nicht rechtsextrem, wie schon ein Vorkommentator richtig sagte. Man sollte sich bei Hand aufs Herz einmal feagen, warum es die AfD überhaupt gibt. Vielleicht weil einige das links-links Denken, das alles dominiert satt haben und die Scheinheiligkeit der Vertreter der Buntheit oder wie man das nennt, sehen? Wie sieht es denn überhaupt mit der Toleranz bei unseren Neubürgern aus? Wie steht Hand aufs Herz dazu?
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Maria Gubisch
3 jahre vor
Wozu die Werbung rechts unten? Als kostenlose Unterstüzung FÜR die, gegen die Ihr seid? Äußerst ungeschickt. Fast möchte ich mich schämen.
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Bruno de Barry
3 jahre vor
Die AfD ist m. E. - zumindest in ihrem größeren Teil NICHT rechtsextrem, sondern (rechts) konservativ; so mancher ihrer
Abgeordneten (z. B. A. Gauland) war früher in der CDU. Während
der Corona-Krise hat diese Partei am konsequentesten unser Grundgesetz gegen die autoritären Übergriffe des Staates verteidigt, siehe Alice Weidels Bundestagsrede bei der Debatte über eine allgemeine Impfpflicht. Gegenwärtig setzt sie sich (neben anderen Kräften) für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts ein, im Gegensatz zu den kriegsgeilen verantwortungslosen GRÜNEN.
Eine lebendige Demokratie braucht eine breites Spektrum von links
bis rechts und keine Gesinnungspolizisten!
Übrigens: Ich habe die letzten Male immer die LINKE gewählt ...
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DemokratischmitAfD
3 jahre vor
Mal Hand aufs Herz: Demokratie ist eben auch sich mit diesem Lager zu beschäftigen! Die AfD hat immerhin bei der Bundestagswahl 2021 mehr Stimmen als FDP, Linke und Grüne im MKK eingesammelt. Der politische Diskurs ist also zu suchen!

Man muss kein AfD Fan sein, aber dieses Bashing ist einfach nur ausgrenzend und hat mit Demokratie überhaupt nichts mehr zu tun! Hier wird permanent versucht EINE "Mitte-Links-Meinung" als die einzig richtige dar zu stellen. Seht ihr eigentlich was in diesem Land los ist??? Im Ausland wird über dieses Deutschland nur noch gelacht....etwas andere politische Meinungsbildung würde den Horizont etwas erweitern. Lest doch mal zur Abwechslung (statt ARD/ZDF) die NZZ, oder verreist mal wieder und unterhaltet euch mal "neutral" mit Menschen aus anderen Ländern...
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Prof. ad. Wilfried W
3 jahre vor
Liebe "Hand auf's Herz",

rein kausal (!):
Wenn ich einen "Gesellschaftlichen Zusammenhalt" propagiere,
verbunden mit dem Claim: "Wir stehen zusammen" - dann:
Kann ich nicht daneben "no AfD" postulieren!

Das ist dann nicht mehr tolerant etc. -
sondern grenzt vielmehr aus.
Und das wollen Sie doch nicht ...

Hinzu kommt die Frage: Warum entscheiden sich aktuell
immer mehr Bürger/innen für die AfD?

Wunschdenken hilft da nicht weiter.
Ergo: Bitte an die Ursachen gehen und die Aus-Wirkungen
verbessern: Dann kann es auch in Deutschland lebenswert
und friedlich zugehen.
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Maxxon
3 jahre vor
zitiere Prof. ad. Wilfried W:
Liebe "Hand auf's Herz",

Das ist dann nicht mehr tolerant etc. -
sondern grenzt vielmehr aus.
Und das wollen Sie doch nicht ...

Hinzu kommt die Frage: Warum entscheiden sich aktuell
immer mehr Bürger/innen für die AfD?


Aus Unzufriedenheit heraus die AfD zu wählen ist wie aus der Toilette zu trinken, weil einem das Bier nicht schmeckt.

Zu dem so häufig bemühten Thema "Toleranz und Intoleranz" fällt mir nur das Toleranz-Paradoxon ein:
Toleranz überwindet Grenzen, doch eine braucht sie selbst: Sie muss verhindern, dass die Intoleranten die tolerante Gesellschaft ausnutzen, um sie in ihr Gegenteil zu verkehren.
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Andrea
3 jahre vor
Gute Aktion, das Afd so dick und fett steht stört,
Ich hätte das durchkreuzt. So bleibt eher das Afd im Vordergrund und das no bekommt den Bezug dazu nixht
LG Andrea
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