Das Areal ist derzeit mit dem ehemaligen „Kaufhaus Joh“ bebaut. Anstelle des dort seit 2013 leerstehenden Altbaus sollen mehrere einzelne Bauten in verschiedenen Höhen entstehen, die zwischen sich einen Platz bilden. Dabei soll eine Innenstadt-Neubebauungen in kleinteiliger, gelockerter, nicht-monolithischer Kubatur entstehen, die die Stadtgrundrisse wiederaufnimmt und eine Quartierplanung statt einer Insellösung schafft, die sich weniger durch horizontale Fassadenblöcke als vielmehr durch vertikale Fassaden auszeichnet.
Der Rathauschef dankend: „Wir haben alle Wünsche der Fraktionen einfließen lassen. Gemeinsamen mit der Anwaltskanzlei Görg aus Frankfurt, die auf Ausschreibungen dieser Größe spezialisiert ist. Ich danke meinem Team um Claudia Klonnek und Thomas Wellner aus dem Fachbereich Stadtplanung, die sich mit Akribie und Sachverstand in das Projekt eingebracht haben.“
Städtebaulich soll das Areal nach derzeitigen, vorläufigen, Planung in drei Baufelder aufgeteilt werden zwischen denen sich eine öffentlich zugängliche Verkehrsfläche befindet. Die Nutzung der Erdgeschosse soll Handel, Gastronomie, Kultur und Bildung ermöglichen. Auch in den ersten Stockwerken sollen Dienstleistung, Wohnen, Kultur und Bildung möglich sein. Die jeweils darüber liegenden Stockwerke sollen dem reinen Wohnen vorbehalten sein.
„Wir haben enorme Nachfragen nach Büroflächen für Start-Up-Unternehmen und innerstädtischen Wohnraum“, fügt Bürgermeister Glöckner hinzu. Die Kanzlei Görg betreut die komplette rechtliche Abwicklung der Ausschreibung und die Stadt ist der anwaltlichen Expertise gefolgt und hat das zweistufige Verfahren gewählt. Die erste Stufe des Verfahrens weist auf die allgemeinen Anforderungen an die Investoren, die entsprechende Teilnahmebedingungen erfüllen müssen, um in die zweite Stufe des Verfahrens einsteigen zu können.
Glöckner: „Aus der Erfahrung der Vergangenheit war es uns wichtig, dass die Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister und noch wichtiger die wirtschaftliche und finanzielle sowie die technische und berufliche Leistungsfähigkeit an erster Stelle stehen.
Für Gelnhausen soll die Umgestaltung des Joh-Areals die Initialzündung für weitere städtebauliche Erneuerung im Bereich Südstadt und Kinzig sein. "Auf die angrenzenden Gebiete wie Ziegelhaus, Hailerer und Bahnhofstraße wird das neue Stadtquartier seine Ausstrahlung haben. Viele Investoren stehen – trotz Krise – in den Startlöchern und möchten an der Umgestaltung von Gelnhausens Innenstadt mitwirken. Auf einem besseren Weg für unsere Innenstadt waren wir noch nie“, freut sich der Rathauschef.
Der Link zu den Ausschreibungsportalen: HAD: https://www.had.de/onlinesuche_referenz.html?showpub=7QUNRE68FGKK7BG6
TED: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:630152-2022:TEXT:DE:HTML


