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Keiler Bier

Nidderau: Bürgermeister Bär (SPD) räumt Unfall unter Alkoholeinfluss ein

Nidderau: Bürgermeister Bär (SPD) räumt Unfall unter Alkoholeinfluss ein

Am 30. März 2024 kam ein Autofahrer auf der B521 zwischen Frankfurt und Niederdorfelden von der Fahrbahn an und landete im Straßengraben (wir berichteten). Der Mann wurde an diesem Ostersamstag von der Feuerwehr Frankfurt aus dem Fahrzeug befreit und in eine Klinik eingeliefert. Erst jetzt kam heraus: Am Steuer saß der Nidderauer Bürgermeister Andreas Bär (SPD).

Die VORSPRUNG-Redaktion konfrontierte den Rathauschef am Montagvormittag mit dem Sachverhalt und stellte mehrere Fragen. Diese ließ Bär unbeantwortet, äußerte sich dann aber am Nachmittag auf seiner Facebookseite. „Selbst wenn dieses Ereignis in meinem Privatleben stattfand, ist mir bewusst, dass aufgrund meiner Tätigkeit als Bürgermeister auch mein privates Verhalten auf öffentliches Interesse stößt. Nach Abschluss der behördlichen Ermittlungen teile ich daher heute mit, dass ich während meiner Unfallfahrt unter Alkoholeinfluss stand und eine absolute Fahruntüchtigkeit vorlag“, räumte er sein Fehlverhalten ein.

Bär weiter: „Damit habe ich einen schweren Fehler gemacht, den ich zutiefst bedaure und für den ich keine Erklärung habe. Ich danke Gott, dass keine weitere Person bei meinem Unfall zu Schaden kam. Ich übernehme für meinen Fehler die volle Verantwortung und akzeptiere mit Demut die juristischen, aber auch gesundheitlichen Konsequenzen meines Handelns. Mir ist bewusst, dass ich mit meinem Fehler Menschen enttäuscht habe und bitte diese um Verzeihung. In den zurückliegenden Monaten, vor allem während meines Krankenhausaufenthaltes, habe ich viel über meinen Unfall nachgedacht und begonnen, dessen Ursachen aufzuarbeiten. Obwohl dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist, spüre ich stärker denn je die Verantwortung und die Pflicht, den Erwartungen an mein Amt und meine Person gerecht zu werden. Auch deshalb war es mir wichtig, so früh und umfangreich wie möglich meine Amtsgeschäfte wieder aufzunehmen, die mir Ehre und Verpflichtung sind. Den an meinem Rettungseinsatz beteiligten Feuerwehrmännern und -frauen, den medizinischen Rettungskräften sowie dem Personal der BG Unfallklinik Frankfurt danke ich von ganzem Herzen, dass ich aufgrund ihres vorbildlichen Handelns trotz schwerer Verletzungen an der Wirbelsäule aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden Monaten und Jahren wieder ganz gesund werden darf. Ebenso möchte ich mich ganz herzlich für die vielen Genesungswünsche bedanken, die mich in den zurückliegenden Monaten auf den unterschiedlichsten Wegen erreicht haben und mir viel Kraft und Optimismus gaben.“

Mit wie viel Promille er sich ans Steuer setzte, erklärte Bär nicht, auch kein Wort zum Strafmaß, das inzwischen ergangen sein soll. Demnach wurde Bär von der Amtsanwaltschaft Frankfurt per Strafbefehl zu einer Geldstrafe in Höhe von 7.600 Euro verurteilt und ein sechsmonatiges Fahrverbot verhängt. Fragen wirft auch sein Verhalten direkt nach dem Unfall auf: Über die Pressestelle der Stadtverwaltung ließ Bär danach mitteilen, dass er aus gesundheitlichen Gründen aktuell seine Tätigkeit als Bürgermeister nicht ausüben könne und vom Ersten Stadtradt Rainer Vogel (Grüne) vertreten werde.

Unklar ist bislang auch, ob Bär seinen Dienstherr von dem Unfall unter Alkoholeinfluss informiert hat. Vor seinem Amtsantritt war er Lehrer an einer Hanauer Schule, ist aktuell beurlaubter Beamter und untersteht somit weiterhin allen Pflichten. Hier könnte ihm noch ein Disziplinarverfahren drohen. Und auch die Kommunalaufsicht könnte nach dem erst jetzigen Bekanntwerden des Unfalls aus dem März 2024 noch tätig werden.

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Kommentare

1
Silvano
1 jahr vor
zitiere Jo:
Johannes 8,1-11

….wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie….


Monty Pyton.

Leben des Brian !!!!
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Jim Bihm
1 jahr vor
In Gelnhausen gab es mal einen Bürgermeister, der war am Wochenende so angeschlagen, dass er vom Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung am Arm zu seinen offiziellen Terminen geführt werden musste. Da hat kein Mensch ein Wort darüber verloren. Er ist allerdings kein Auto gefahren.
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Sven
1 jahr vor
Mit der Einführung der Scharia im Kalifat Germanistan werden solche Vorfälle Legende werden. Herr Bär kann dann bei einem Glas Tee oder Hafermilch den ungläubig dreinblickenden Enkeln davon erzählen.
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Pietje
1 jahr vor
Muss man als Bürgermeister solche Sachen öffentlich machen? Gelten für ihn keine Persönlichkeitsrechte? Wenn er privat unterwegs war, geht es aus meiner Sicht niemanden etwas an, was passiert ist. Ihm widerfährt das gleiche Vorgehen, wie jedem anderem nach einer Alkoholfahrt. Verurteilung, Geldstrafe, Fahrverbot etc. So what? Weil er Bürgermeister der "Metropole" Nidderau ist, muss er das am nächsten Tag bekanntgeben - warum? Wird ggf. auch erwartet, dass er Krankheiten und sonstige private Angelegenheiten mit den Einwohnern teilt? Die ganzen selbst ernannten "Heiligen", sollten mal überlegen, wie oft sie selbst nach ein, zwei Bierchen noch mit dem Auto gefahren sind. Ich will eine Alkoholfahrt wirklich nicht beschönigen, aber wer erzählt das überall herum? Das muss er auch als Bürgermeister nicht. Solche Moralvorstellungen gelten heute allzu oft, immer nur für andere. Kein Wunder, dass immer weniger solche Jobs machen wollen, wenn das bedeutet, dass man sich in jeder Lebenslage "gläsern" machen soll.
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Jo
1 jahr vor
Johannes 8,1-11

….wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie….
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Michaela Kowalczyk
1 jahr vor
Es ist absolut unverantwortlich, dass unser Bürgermeister alkoholisiert am Steuer saß und einen schweren Unfall verursacht hat. Nur jetzt, wo die Presse darüber berichtet, äußert er sich dazu. Ein solches Verhalten hätte nicht nur ihn selbst, sondern auch andere Menschen ernsthaft gefährden können – das ist völlig inakzeptabel. Eine Person, die so wenig Verantwortungsbewusstsein zeigt und das Vertrauen der Bürger in dieser Weise missbraucht, sollte sich ernsthaft fragen, ob sie noch geeignet ist, eine Stadt zu leiten. Wer betrunken fährt, trägt nicht nur eine persönliche Verantwortung, sondern setzt bewusst Menschenleben aufs Spiel. Das lehne ich entschieden ab und finde, dass hier Konsequenzen folgen müssen.
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Micha Schlippert
1 jahr vor
"Nur jetzt, wo die Presse darüber berichtet...". Das haben Sie falsch verstanden Frau Kowalczyk bzw. Sie stellen es falsch dar. Herr Bär äußert sich nicht dazu weil die Presse berichtet, sondern andersrum wird ein Schuh draus. Die Presse berichtet, weil Herr Bär von sich aus und initiativ an die Öffentlichkeit gegangen ist! Hut ab und Respekt für seine Entscheidung den Bürgern von sich aus die Wahrheit zu sagen über einen privaten Unfall.
Ansonsten, ja, der Vorfall ist nicht zu beschönigen und wird sicherlich ein juristisches Nachspiel haben. Vielleicht hat es auch ein Nachspiel bei der nächsten Wahl. Bei der nächsten Wahl sollten sich die Bürger aber dann auch fragen ob es nicht wert ist ein Bürgermeister zu haben der so viel Ehrlichkeit besitzt ist wie Herr Bär und nicht versucht die eigene Haut zu retten wie so viele viele andere Politiker.
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Silvano
1 jahr vor
das ist " HETZE "
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Der Nidderauer
1 jahr vor
pfui Teufel, welch ein Glück hat er es nicht vergessen, denn die Herren bei der SPD vergessen gerne mal.
Solche Personen gehören entamtet und sollten in Sachen Politik und Vorbild raus!

Ein No-Go was da passiert ist, er hätte andere Menschen töten können mit so einer Aktion.

Hoffentlich wird er nie wieder ein Amt übernehmen.

Setzen 6!
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Freigeist
1 jahr vor
So sind unsere „Führer“, die eigentlich ein Vorbild sein sollten….

Alle predigen sie Wasser und saufen selber Wein, in allen Belangen!
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Heinz Bohlender
1 jahr vor
"Erst jetzt kam heraus: Am Steuer saß der Nidderauer Bürgermeister Andreas Bär (SPD).

Das ist nachweislich falsch. Unmittelbar nach dem Unfall berichteten HA und auch andere von Bärs Unfall.

Für mich. wahrlich kein SPD-Fan, zeugt die persönliche Erklärung von Andreas Bär von großer menschlicher Stärke und es freut mich, dass er wieder genesen und im Amt ist.

Das mit der Nidderquerung vielleicht mal später ;)
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Bubu
1 jahr vor
Nein,sehe ich und andere nicht so. Erst als man merkte jetzt ist es raus,kam er mit der Wahrheit um die Ecke. Sonst auf jede Kleinigkeit reagieren, aber bei diesem Vorfall absolutes Stillschweigen. Respekt hätte man ihm zollen können, wenn er selbst und sofort an die Öffentlichkeit gegangen wäre, er ist auch nur ein Mensch. Das Gleiche gilt übrigens auch für bestimmte andere Vertreter der Stadt Nidderau. Vielleicht sollten auch die sich hinterfragen ob nicht ein gemeinsamer Rücktritt angebracht wäre
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