Zu diesem Jubiläum hat der Geschichtsverein den Hausbesitzern im alten Ortskern von Langendiebach angeboten, Infotafeln zur Geschichte des eigenen Hauses zu erstellen. 43 Hauseigentümer haben sich auf diesen Aufruf gemeldet. Am Samstag, 20. Juni, legten Waltraud Borngräber, Vorsitzende des Geschichtsvereins, Stefan Erb (SPD), Bürgermeister von Erlensee, Peter Kalmar, Mitorganisator des Hof- und Gassenfestes, und Manfred Semmler gemeinsam Hand an und montieren symbolisch eine Infotafel.
Diese Tafeln sind das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Manfred Semmler, Mitglied des Geschichtsvereins, engagierten Bürgern und den Hauseigentümern. Er führte im Frühjahr 2026 ungezählte Gespräche mit den Hauseigentümern, recherchierte in historischen Unterlagen des Amtes für Denkmalschutz, des Geschichtsvereins und des Bauamtes, und formulierte daraus die Texte für die Infotafeln. In dieser kurzen Zeit ist es gelungen, Infotafeln für 27 Häusern zu erstellen.
Diese erzählen Geschichte und Geschichten der Gebäude und deren wechselnden Eigentümern, heben das Besondere des Ortskerns hervor und lassen die Vergangenheit von Langendiebach für Anwohner und Besucher wieder lebendig werden:
- Familiengeschichte wie diejenige der Bauernfamilie Horst und der Bäckerfamilie Bretag,
- Anekdoten wie die von der wundersamen Heilung durch die Kleinbahnschienen,
- Baugeschichte wie die vom Wilden Mann, dem halben Hessenmann und dem Feuerbock.
Jede Tafel hat einen anderen Schwerpunkt, jede Tafel ist ein Puzzle des vielfältigen Dorflebens vor 50, vor 100, vor 200 und mehr Jahren. Zusammen mit den schon bestehenden Infotafeln wie z.B. zur Kirche, zum alten Schulhaus und zur ehemaligen Synagoge laden sie ein zu einem historischen Rundgang durch den alten Ortskern von Langendiebach.




