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80 Jahre Hessen, 125 Jahre Georg-August Zinn, Würdigung von Heinrich Fischer

80 Jahre Hessen, 125 Jahre Georg-August Zinn, Würdigung von Heinrich Fischer
Blick in die Ausstellung mit dem Hanauer Kulturteam Ruben Parschau (Medienzentrum Hanau/Bildarchiv), Jan Nils van der Pütten und Stephan Loquai (Stadtarchiv), Martin Hoppe (Fachbereichsleiter Kultur) und Praktikantin Laura Hopp. Quelle: Stadt Hanau

Das Kulturforum in der Hanauer Innenstadt am Freiheitsplatz widmet zwei besonderen Hessen eine Ausstellung, die bis 29. August zu sehen ist.

Morgenpost

Am Mittwoch, 1. Juli lädt Oberbürgermeister Claus Kaminsky zum Vortrag „Georg-August Zinn – Für ein modernes und weltoffenes Hessen“ ins Kulturforum ein.

Dr. Georg-August Zinn prägte Hessen als Ministerpräsident von 1950 bis 1969. Seine Amtszeit stand im Zeichen des Wiederaufbaus einer vom Krieg schwer gezeichneten Region sowie der Integration zahlreicher Vertriebener und Flüchtlinge. Der gebürtige Frankfurter Sozialdemokrat wirkte bereits 1948 im Parlamentarischen Rat und leistete damit einen entscheidenden Beitrag zur Entstehung des Grundgesetzes. Zudem gilt Zinn als Initiator des Hessentags, des ältesten und größten Landesfestes der Bundesrepublik und des "Großen Hessenplans".

Das Jahr 2026 markiert gleich drei besondere Gedenktage, die mit Zinn verbunden sind: seinen 125. Geburtstag, den 75. Jahrestag seines Amtsantritts als hessischer Ministerpräsident im Januar 1951 und seinen 50. Todestag. In seinen Kabinetten war auch der Hanauer Heinrich Fischer (1895 bis 1973) vertreten. Er übte das Amt des Staatsministers für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr aus, war 1956 bis 1962 Oberbürgermeister von Hanau und wurde 1970 zum Ehrenbürger Hanaus ernannt. Das Heinrich-Fischer-Haus in Mittelbuchen und das Heinrich-Fischer-Bad tragen seinen Namen.

Beiden ist eine Ausstellung im Kulturforum Hanau im 2. Stock vor dem Portal Stadtgeschichte gewidmet, die bis 29. August zu sehen ist. Sie besteht aus einer Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Hessen, ergänzt um Fotografien und Leihgaben aus dem Bestand des Medienzentrums Hanau / Bildarchiv, des Stadtarchivs Hanau und des Mittelbuchener Heimat- und Geschichtsvereins. Zu sehen sind etwa die Spazierstöcke Fischers und ein Modell des ersten vom Land gefördertem Dorfgemeinschaftshauses in Mittelbuchen von 1953.

Zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung wird es am 1. Juli um 17 Uhr zudem eine Vortragsveranstaltung "Georg-August Zinn – Für ein modernes und weltoffenes Hessen" geben, zu der Oberbürgermeister Claus Kaminsky in das Lesecafé im Kulturforum einlädt.

Neben dem Grußwort des Oberbürgermeisters hält Dr. Walter Mühlhausen (Historiker und ehemals Geschäftsführer der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert Gedenkstätte Heidelberg) einen Vortrag über "Georg-August Zinn – Ein Leben für Demokratie und Verantwortung". Dem schließt sich ein von   Sarah Steck moderiertes Gespräch der Protagonisten mit Dr. Philip-André Zinn, einem der Söhne Zinns an, ehe Katrin Hechler (Staatssekretärin für Integration im Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales) ein Schlusswort spricht.

Die Ausstellung kann bis 29. August während der regulären Öffnungszeiten des Kulturforums besucht werden, der Eintritt ist frei. Während der hessischen Sommerferien ist das Kulturforum montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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Das Kulturforum in der Hanauer Innenstadt am Freiheitsplatz widmet zwei besonderen Hessen eine Ausstellung, die bis 29. August zu sehen ist: Dem ehemaligen Hessischen Ministerpräsidenten Georg-August Zinn und dem ehemaligen Oberbürgermeister Heinrich Fischer. Quelle: Stadt Hanau

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