Die sehr interessante 90-minütige Führung zeigte in einem Rundgang die vier Bereiche, die das übergeordnete Thema jeweils historisch und aktuell in einzelnen Themenblöcken beleuchten: „Bargeld“, „Buchgeld“, „Geldpolitik“ und „Geld global“.
Das Geldkabinett ist die Schatzkammer des Museums. Geld ist, was gilt! Früher wurden wertvolle Waren als Tausch- oder Zahlungsmittel benutzt, wie Gold, Silber, Salz oder auch Muscheln. Heute haben Münzen und Banknoten kaum noch einen Materialwert. Buchgeld und digitales Geld sind sogar nur elektronische Datensätze. Daher müssen die Menschen darauf vertrauen können, dass ihr Geld seinen Wert behält.
Ein Glanzstück der Ausstellung ist ein römischer Aureus, den Marcus Iunius Brutus prägen ließ. Von dieser Münze sind weltweit nur drei Exemplare bekannt. Außerdem ist einer der ältesten Geldscheine der Welt aus dem 12. Jahrhundert aus China zu sehen. Als besonders einschneidendes Ereignis in der deutschen Geschichte ist der großen Inflation von 1914 bis 1923 ein eigener Raum gewidmet. Hier hängen Millionen-Mark-Geldscheine an der Wand, u. a. eine Reichsbanknote über Zwei Billionen Mark. Ein weiteres Highlight ist ein 12,495 kg Goldbarren zum Anfassen. Schaubilder zur Wirtschafts- und Währungsunion, Vorteile der gemeinsamen Währung, komplettierten das Gesamtbild.
Nach so vielen Informationen konnte sich die Gruppe vor dem Heimweg im Museumscafé stärken. Der HGV plant auch in Zukunft viele interessante Veranstaltungen. Näheres auf der Homepage unter https://hgv1844.de/aktuelles/vortraege-und-veranstaltungen.
HGV-Gruppe im Geldmuseum. (Foto: PM)



