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Gespräch über Sorgen und Nöte der älteren Menschen

Gespräch über Sorgen und Nöte der älteren Menschen

Vertreter und Vertreterinnen des Hanauer Seniorenbeirates trafen sich mit den Stadtverordneten der SPD zum aktuellen Austausch.

Der Hanauer Seniorenbeirat vertritt die Interessen der Bürgerinnen und Bürger ab dem 60. Lebensjahr. Die in den vergangen 4 Jahren gesammelten Erfahrungen, Vorschläge und Wünsche des Beirates waren Kern des offenen Dialoges. Der Seniorenbeirat der Stadt Hanau setzt sich mit Nachdruck für eine bessere Bündelung und Aufbereitung von Informationen für Seniorinnen und Senioren ein. Die wichtigste Forderung des Gremiums lautet: Alle aktuellen und relevanten Informationen für ältere Menschen sollen künftig aus einer Hand verfügbar sein – gebündelt auf einem Flyer, in einer übersichtlichen Broschüre sowie auf einer zentralen Website.

Derzeit sind zahlreiche hilfreiche Angebote und Hinweise an unterschiedlichen Stellen zu finden. Dazu zählen unter anderem die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner des Pflegestützpunkt Hanau, Informationen zur Sicherheit im Alltag, sowie Inhalte rund um den Altenhilfeplan, der nach Auffassung des Seniorenbeirates dringend ein Update erhalten sollte. Darüber hinaus regt der Seniorenbeirat an, nach dem Vorbild anderer Städte Hinweise und Regeln zur Krisenvorsorge übersichtlich im Internet und ergänzend auf einem Flyer darzustellen. Gerade für ältere Menschen sei es wichtig, im Ernstfall schnell verlässliche und verständliche Informationen in gedruckter Form zur Hand zu haben. „Viele wichtige Informationen sind bereits vorhanden – sie müssen jedoch besser zugänglich gemacht und übersichtlich gebündelt werden“, betonte Hermann Schöninger, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirates. Ziel sei es, Orientierung zu schaffen, Wege zu verkürzen und Hemmschwellen abzubauen. Ute Schwarzenberger, die Fraktionsvorsitzende der SPD schlägt vor, dass die Beiratsmitglieder diese Vorschläge im Seniorenbüro bündeln und mit der Leiterin des Hanauer Seniorenbüros die einheitliche Veröffentlichung der Angebote besprechen. „Gerne helfen wir bei der Kontaktaufnahme“, bietet sie an.

In diesem Zusammenhang spricht sich der Seniorenbeirat ausdrücklich dafür aus, auch den Hanau-Pass in die zentrale Informationssammlung aufzunehmen. Der Hanau-Pass stellt ein wichtiges Unterstützungsangebot für Seniorinnen und Senioren dar. Die Mitglieder der SPD-Stadtverordnetenfraktion und die Mitglieder des Seniorenbeirates stimmten in der Einschätzung überein, dass die Hemmschwelle, Hilfe in Anspruch zu nehmen, bei vielen älteren Menschen nach wie vor groß ist. Eine transparente und niedrigschwellige Information könne hier einen entscheidenden Beitrag leisten. Das Angebot der „netten Toilette“ in Geschäften und Lokalen möchte der Seniorenbeirat ausgeweitet sehen, da diese Notwendigkeit ihm immer wieder von den Menschen geschildert wird, dies betrifft auch die Familien mit Kleinkindern. „Diesen Vorschlag gebe ich an die Geschäftsführung der Hanau Marketing gerne weiter“, bietet Ute Schwarzenberger an.

Ein Zukunftsvorschlag zur Verkehrssicherheit vonseiten des Seniorenbeirates ist die Möglichkeit des kostenfreien ÖPNV, z. B. wenn Ältere ihren Führerschein zurückgeben und nicht mehr mit dem eigenen PKW am Straßenverkehr teilnehmen:  - Kostenfreier ÖPNV für 1 Jahr ab 70 Jahren wird als Beispiel genannt. Dieses Anliegen will der Seniorenbeirat  weiter voranbringen. Viele älteren Menschen benötigen die Unterstützung mit einem günstigen Mittagessen, so wie es von kirchlicher Seite in früheren Jahren angeboten wurde, berichten die Beiräte.  Stadträtin Claudia Borowski weist hier auf das Suppen-Angebot der Social Clubs auf dem Hanauer Weihnachtsmarkt hin, wo Hanau Pass Besitzer eine kostenfreie Mahlzeit erhalten. Dieses Angebot wird sehr gut genutzt, berichtet sie. Reiner Wegener, der Ortsvorsteher des Stadtteils Nord West, berichtet, dass im Mehrgenerationenhaus Fallbach ein solches Angebot vorhanden ist, und regt dies als Beispiel an.

Julian Straub, der Vorsitzende des Ausschusses für Frauen, Jugend, Soziales und Integration, schlägt vor, eine gemeinsame Sitzung des Ausschusses und des Seniorenbeirates nach der Kommunalwahl durchzuführen, um die Anliegen der Seniorinnen und Senioren zu besprechen. Zum Abschluss des angeregten Gespräches dankte die Fraktionsvorsitzende Ute Schwarzenberger für die guten Hinweise und Vorschläge beim aktiven Austausch und wünschte weiterhin gute Zusammenarbeit, verbunden mit den besten Wünschen für die Neuwahl des Seniorenbeirates und für alle, die sich wieder zur Wahl stellen.

seniorenbeiratundspd az

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